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7 things I love this January.

Nachdem ich während dieser Woche drei Mal den Gedanken weggescheucht habe, dass ich gerade unglaublich Lust hätte, mit dem Liebsten auf einem Pariser Flohmarkt nach Antiquitäten zu stöbern, endlich wieder ein Dinner für mehr Menschen als nur meine engste Familie zu kochen und meinen Neffen spontan für ein paar Tage in unser Haus am Meer mitzunehmen, wurde mir bewusst, dass ich diese ganz besondere, in der Geschichte einmalige Zeit für mich persönlich dennoch enorm wertschätze.

Selbstverständlich empfinde ich die weltweiten Folgen der Pandemie als besorgniserregend und sehr gefährlich, nichts am Virus ist harmlos und selbst meine enge Verwandtschaft ist von einem sehr schweren Krankheitsverlauf nicht verschont geblieben.
Auch die finanziellen Einbußen und die ungewissen Zukunftspläne sind sicher keine angenehmen Begleiterscheinungen.

Ich verrate euch, was ich persönlich inmitten all der Ungewissheiten dennoch irgendwie mag:
Die Begrenzungen und die daraus entstandenen festen Strukturen.

Mein Tagesablauf ist das absolute Gegenteil von dem sonst sehr spontanen „Lasst uns alles stehen und liegen lassen und morgen hier und dorthin fahren.“ (wie oft ich genau so lebte, könnt ihr euch kaum vorstellen), ein Wochentag gleicht dem anderen und der äußere Entertainment-Faktor liegt bei „Hat der Hofladen gerade Portulak im Angebot?“.
Dieser Hofladen darf sich allerdings nicht weiter als 15km entfernt befinden.

Und dennoch genieße ich es, dass ich ohne äußere Unterbrechungen den Tagesablauf von morgens bis abends selbst gestalten kann, kein spontaner Besuch oder Einladung stören diesen, ich habe keine Events oder Auswärts-Termine, außer höchstens einem Gang zur Behörde, das ist eher so semi-aufregend.

So etwas wird es nie wieder in meinem Leben geben.

Zudem befinde ich mich in der privilegierten Lage, gerade keiner mehrfach-Belastung ausgesetzt zu sein, wie z.B. berufstätige Alleinerziehende mit mehreren kleinen Home-Schooling Kindern es gerade sind, und vor denen ich meinen höchsten Respekt habe (wie es denen geht, wissen wir spätestens seit damals).
Noch vor einigen Jahren wäre ich selbst an dieser Stelle gewesen und eins könnt ihr mir glauben: Mein Nachwuchs hätte diese Zeit garantiert als „Damals durften wir ganz oft Netflix und Youtube schauen, das war toll.“ in Erinnerung.

Mir macht es Spaß, herauszufinden, wie sehr man trotz dieser Begrenzungen genießen und es sich schön machen kann.
Spoiler: Man kann sehr, sehr genießen.
Und man kann es sehr, sehr schön haben.

Wir sind uns alle einig, dass die Lock Down-Phase am schönsten mit der Person ist, die man am liebsten hat und am meisten genießt?
Seht ihr, ich verbringe die Zeit seit März letzten Jahres ständig mit mir zusammen.
Das ist natürlich ein großes Glück.

Am Meisten genieße ich also mich selbst in alledem und dann noch…

 

 

1. Winterfarben.

Hatten wir jemals einen so herrlichen Januar?
Schneereich, frostig, glitzernd, mit umwerfend schönen Farbkompositionen, sanft fallenden weißen Flocken, filigranem Raureif, der mit seinen zarten Eisnadeln die Pflanzen umrandet, mit dicker, unter den Füßen knirschender Schneedecke und einem magischen Licht, wie ihn nur der Winter inne hat?

Ich fühle mich vollkommen überwältigt von all dem Zauber und stehe manchmal minutenlang staunend davor (während Neo genervt die Augen verdreht, können wir jetzt weiter, hast du noch nie einen Baum gesehen, wo ist jetzt der Unterschied zum anderen Zweig?).

Natur ist stets meine liebste Interior-Inspiration und so formen sich in meinem Kopf unwillkürlich Farbpaletten, Kombinationen und ganze Räume, während ich diese Schönheit in mich aufnehme.
Das kann ich Schnups leider nur schwer erklären.

 

2. Orchideen (statt Tulpen).

Dass der lokale Supermarkt in Sachen frische Blumen keinem Floristen Konkurrenz machen kann, ist uns allen klar und während ich beim letzten Lockdown frische Zweige vom Spaziergang in die Vasen stellte, ist diese Option aufgrund der Jahreszeit nun auch nicht verfügbar.

Und so haben ich zu den Orchideen-Töpfen neben der Obstabteilung gegriffen, gleich mehrere gekauft und sie teilweise als Schnittblumen umfunktioniert.
Das kostet nicht mehr als ein großer Strauß, hält lange frisch und wirkt nicht so frühlingshaft wie Tulpen, diese mag ich nämlich im Januar überhaupt nicht.

 

3. Wer schreibt, der bleibt.

Aufgrund der Fülle der Aufgaben arbeite ich meistens mit Apps und virtuellen To Do-Listen (na gut, geben wir es ehrlich zu, mein Team hat mich dazu gezwungen, damit sie jederzeit darauf Zugriff haben können.), aber nichts ersetzt für mich das Schreiben von Hand.
Ich mag die Übersicht, ich mag das Durchstreichen, ich mag das Halten eines schönen Notizbuches.

Für dieses Jahr habe ich eins von Smythson für unvernünftig viel Geld besorgt, das ich überragend schön finde und an dem ich maximal viel Freude habe.
Wenn Dinge, die man täglich in die Hand nimmt, so schön sind, dann ist das mehr wert als ein hübsches Kleid, das man selten trägt.
(Dass ich das hübsche Kleid deshalb nicht will, HABE ICH NICHT GESAGT.)

4. Lupin auf Netflix.

Entertainment findet momentan nur online statt und dass ich Spannung in Filmen kaum ertragen kann, habe ich schon mal irgendwo erwähnt. (Und kein Drama. Und nichts Gruseliges. Und nichts Rührseliges. Ich mag nur „Alles schön und dann noch Ende sehr schön.“, aber das gibt ja nie.)

Lupin ist neu auf Netflix und sehr spannend – vielleicht so spannend, dass ich mir die Hälfte der Serie die Augen zuhalten musste – aber so gut gemacht, dass ihr die Serie unbedingt anschauen müsst.
Vielleicht ist Lupin sogar so spannend, dass ich es im Bett mit Pizza, dem Mann an meiner Seite und Augen zuhaltend angeschaut habe.
Und das ist der Inbegriff von Sodom&Gomorrha für mich.

 

5. June bei Delish auf Youtube.

Noch ein Tipp für alle, die Lupin und das ganze restliche Netflix bereits gesehen haben:
Irgendwann im Sommer entdeckte ich June.
June ist nicht nur irre sympathisch, sondern kann absolut phantastisch kochen.

In ihrer kleinen New Yorker Küche bereitet sie gleich mehrere Mahlzeiten „on a Budget“ zu und ich schaue die YouTube-Videos zwar nicht vorwiegend wegen diesem Aspekt (Essen muss für mich nicht möglichst billig, sondern möglichst gut sein. Lieber weniger, dafür besser.), sondern weil June einfach alles verwertet.
Das ist gleichermaßen kreativ, inspirierend und überraschend und geht natürlich nur, wenn man wirklich kochen kann.
Aber das kann June definitiv.

Hier geht‘ zu June-Playlist.

6. Heiße Suppen + kalte Snacks.

Die meiste Zeit meines bisherigen Lebens habe ich keine Hühner- oder Rinderbrühe selbst gekocht, es kam mir vor wie ein kompliziertes Universum, dessen Regeln man erst mühsam erlernen muss.
Es sollte sich herausstellen, dass das nicht stimmte, man keine Scheu vor Markknochen haben muss (man sagt einfach beim Metzger: „Ich will eine Brühe kochen, was brauche ich da alles?“ Und dann gibt er einem alles, was man braucht.), und statt Karotten auch mal Karottenschalen in die Brühe werfen kann, weil June das Letzte auch so macht.
Das muss ich jetzt alles natürlich nachholen, also gibt es jede Woche eine selbstgekochte Brühe.
Außerdem eignen sich die langen Wintertage Zuhause hervorragend zum Kochen von Brühe, denn sie wird lediglich angesetzt und köchelt stundenlang vor sich hin, während man zwischendurch nur den Schaum abschöpfen muss.
Die Küche ist erfüllt von den Aromen und das genau der richtige Winterduft, den man an so einem eiskalten Tag schnuppern möchte.

In diesem Januar könnte ich mich ausschließlich von dampfend heißer Brühe ernähren, manchmal füge ich noch Fleisch hinzu, manchmal einfach nur kleingeschnittenes Gemüse.
Die kräftige Rinderbrühe bereite ich als eine Art Pho zu, falls ihr möchtet, kann ich das Rezept dafür gerne mal aufschreiben.

Außerdem habe ich große Lust auf Snacks und esse abwechselnd getrocknete Pflaumen in dunkler Schokolade (sie sind so easy zu machen und schmecken direkt aus dem Kühlschrank unfassbar lecker, außerdem sind meine Breuninger-Trüffel leergegessen), diese Cracker (die so viele von euch nachgebacken haben, danke für das tolle Feedback!) und selbstgedörrte Mangos.

June hat Chips aus Kartoffelschalen gemacht und vielleicht probiere ich das auch aus.

7. Oversize-Traummantel.

Der Sale ist in diesem Jahr ein bisschen leiser als sonst – wundert mich kein bisschen, weil man die schönen Teile nirgendwohin ausführen kann.
Da wir aber zuallerst für uns selbst schön sind (und anschließend für andere, damit die etwas Schönes zu sehen bekommen), möchte ich euch meinen neuen Wollmantel nicht vorenthalten: mit einer traumschönen Farbe, tollen Länge und unter 100,-€.
Wem Braun nicht steht, bekommt ihn auch im klassischen Schwarz.

Ich bin sicher, wir werden diesen Oversize-Look noch im nächsten Herbst und Winter tragen.

Den Wollmantel gibt es HIER (und HIER in Schwarz)
Und diesen HIER in Grau würde ich auch tragen wollen.

Ein Tipp:
Mango hat bis einschließlich nächsten Sonntag eine besondere Aktion: Es gibt einen Rabatt von 20% beim Kauf von 4 oder mehr Teilen aus dem Sale.
10% Rabatt gibt es beim Kauf von 3 Teilen aus dem Sale.

Ich wünsche euch den schönsten Rest-Januar!

Liebesgrüße
Joanna

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