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Fashion, Food, Spring

April-Weekend: Schluppenbluse, Mango-Tarte, Süßkartoffeln-Röstis und der Traum vom „perfekten Sommer“.

Im Süden ist der Frühling förmlich explodiert, und wir genießen ihn dank Neo sogar noch ein bisschen mehr als sonst:
ich laufe unter blühenden Bäumen und schwimme in den Flüssen, wenn ich mit Neo spazieren gehe, fahre nach München, um in Englischen Garten zu entspannen, kaufe rosa Callas von Herr Kai und pflücke wilden Flieder, wenn wir in der Natur unterwegs sind.
Die Flohmarkt-Saison ist offiziell eröffnet, und ich halte Ausschau nach hübschen Unikaten und besonderen Teilen, die gut ins Loft passen – dabei habe ich allerdings keine „Schnäppchen“-Mentalität und muss nicht ganz früh dort sein: was zu mir gehört, wird auf mich warten.
An den Wochenenden gibt es Erdbeeren, zarte Salate und Spargel vom Markt (alles aus der Region bereits zu haben!), diesen, diesen, und diesen Salat, gegrilltes Hähnchen, Süßkartoffelpuffer und Mangotarte.
Außerdem haben Jil und Charlotte so viel Eiscreme besorgt, dass sie sich nicht mehr genau an alle Sorten erinnern können (eine logische Folge der Tatsache, dass ich den beiden Mädchen neben dem Porsche-Schlüssel auch meine Kreditkarte anvertraue.)

Ich trage wieder Kleider und Shorts, und wenn ich mir ein Motto für diese Saison aussuchen dürfte, dann wäre es der Seventies-Retro-Chic mit großen Creolen-Ohrringen, lässigen Kleidern, Schluppenblusen, weitgeschnittenen Hosen und bunten, mutigen Mustern.
(Den schlichten, eleganten Jackie-O-Stil mag ich aber nach wie vor sehr).

 

1. Meine Bluse war Liebe auf den ersten Blick, und das hat einen guten Grund:
obwohl sie semi-transparent ist, ist der Druck so raffiniert platziert, dass man sie guten Gewissens mit einem schwarzen BH darunter tragen kann, und nur minimal etwas erahnen kann.
Die weiten Ärmel und die Schleife sind ein absoluter Hingucker, die Farben und Muster rocken, und das ganze Outfit macht einfach Spaß: genauso muss sich Frühling anfühlen – leicht, beschwingt und lässig.
Ich trage eine hochwertige, aber lässige Everyday-Tasche dazu, über die ich ein anderes Mal noch genauer berichten werde.
Heute ist die Bluse mein persönlicher Star!

Bluse: Breuninger
Shorts: Zara (letzte Saison), ähnliche von Asos
Tasche: Chloé
Schuhe: alt (ich weiß nicht mal mehr genau, woher), ähnliche von Asos

 

 

2. Wer ein leichtes, köstliches Frühlingsessen sucht, der wird mit den Süßkartoffelröstis mit Korianderquark sehr glücklich werden: sie schmecken sogar Kindern, und sind wirklich einfach in der Zubereitung.

Die Mangotarte ist fruchtig-süß, und die Kombination aus heimischen Erdbeeren und Kokos macht sie unwiderstehlich lecker.
Übrigens: falls ihr schon immer goldene Löffeln für euren Espresso gesucht habt, werdet ihr bei Nicolas Vahe fündig – es gibt sie bei Geliebtes Zuhause/Werbung.

 

 

3. Ich habe auf dem Flohmarkt nicht nur einen weiteren Korb für die Wanddekoration über den Kamin gefunden, sondern 2 Ruder, die ich am liebsten bemalen würde, weil mich diese Bilder so inspiriert haben.
Die Entscheidung, ob das Schaukel-Kamel aus massiven Holz (welches übrigens direkt aus Ägypten stammt und von der süßesten ägyptischen Familie an uns verkauft wurde) noch mal aufgearbeitet werden muss, hat uns Neo beinahe abgenommen:
von „tollster Hund der Welt“ zu „Scheißköter“ in 30 Sekunden!





Mango-Passionsfrucht-Tarte. 

Ich habe diese Tarteform für die Tarte genommen.

Für den Teig:

200g Mehl
135g kalte Butter
70g Zucker
1 Ei

Zuerst werden Zucker, Butter und das Ei in der Küchenmaschine miteinander verrührt.
Dann das Mehl dazugeben und am besten mit kalten Händen kurz verkneten – der Teig darf nicht zu warm werden.
In Folie wickeln und 30 Minuten kaltstellen.

Für die Füllung:

265g Doppelrahm Frischkäse
½ bis ¾ Becher Sahne
4-5 EL Joghurt
6-7 TL Sanapart (ähnlich Sahnesteif)
4 Passionsfrüchte
½ Päckchen Agartine (vegetarisches Geliermittel)
4 EL Zucker
2 reife Mangos

Für die Dekoration:
1 Handvoll frischer Erdbeeren
1 reife Mango
Kokoschips

Die Passionsfrüchte aufschneiden und das Fruchtfleisch herauslöffeln.
Das Fruchtfleisch zusammen mit der Agartine und dem Zucker in einem Topf gut verrühren und 2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei immer rühren.
Das Fruchtpüree durch ein Sieb streichen, beiseitestellen und abkühlen lassen. Zwischendurch umrühren.

Den Frischkäse mit Joghurt und Sahne in der Küchenmaschine aufschlagen und das Sanapart dazugeben.
Wenn das Fruchtpüree zimmerwarm ist, 2-3 Esslöffel von der Creme dazugeben und mit einem Schneebesen gut vermischen. Jetzt alles zur Creme geben und unterrühren.
Kaltstellen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen und eine Tarteform mit Backpapier auslegen.

Den Mürbteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und in die Tarteform legen. Das geht am besten, wenn man das Nudelholz gut bemehlt und den Teig darauf aufrollt. Dann einfach wieder über der Form ausrollen. Den überschüssigen Teig abschneiden.

Man kann denden Teigboden entweder mit einer Gabel einstechen oder man nimmt z.B. Bohnen zum Blindbacken.
Dazu Backpapier vorsichtig auf den Teig legen und mit Bohnen auffüllen – das verhindert, dass der Teig beim Backen aufgeht.

Den Tarteboden ca. 15 Minuten backen, er sollte eine schöne goldbraune Farbe haben.

In der Zwischenzeit die Mangos schälen und das Fruchtfleisch links und rechts vom Kern abschneiden.
2 Mangos in dünne Scheiben schneiden, die 3. pürieren.

Wenn der Boden fertiggebacken und abgekühlt ist, zuerst mit der Creme und dann mit dem Mangopürre bestreichen.
Mit den Mangoscheiben, den Erdbeeren und den Kokoschips dekorieren.

 




Süßkartoffel-Karotten-Röstis

300g Möhren
300g Süßkartoffeln
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Eier
60ml Milch
70g Mehl
½ TL Backpulver
1 TL Currypulver
½ TL Paprika edelsüß
Salz
Olivenöl
Butterschmalz zum Ausbacken

Die Möhren und Süßkartoffeln mit einer Küchenreibe grob raspeln und beiseitestellen.
Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in etwas Olivenöl glasig dünsten.

In einer großen Schüssel zunächst die Eier mit der Milch verquirlen. Das Mehl mit den Gewürzen und dem Backpulver gut vermischen und mit einem Schneebesen in die Eiermischung rühren.
Der Teig hat etwa die Konsistenz wie Pfannkuchenteig.

Nun die Zwiebel und die geraspelten Möhren und Süßkartoffeln dazugeben und alles gut vermischen.

Eine Pfanne mit Butterschmalz erhitzen und mit einem Esslöffel den Teig in das heiße Fett geben. Etwas flachdrücken und bei nicht zu starker Hitze goldbraun ausbacken.

 

Korianderquark
250g Quark
150g Joghurt
1/2 Bund frischen Koriander
Salz
Prise Zucker

Den Quark und Joghurt cremig verrühren. Den Koriander (wer keinen Koriander mag, kann auch Petersilie nehmen) fein hacken und in den Quark rühren.
Mit Salz und Zucker abschmecken.

 

 

4. Und zuletzt:
vor Kurzem unterhielt ich mich mit einem Bekannten, der ein Therapeut ist.
Er erzählte mir, dass viele seiner Patienten, die mit Depressionen zu kämpfen haben, das schöne Wetter regelrecht hassen – überall sieht man glückliche, entspannte Menschen, und alle Welt scheint am Grillen-Eis essen-im Freien feiern zu sein – außer natürlich man selbst: einsam, unglücklich, kein Geld, alles Scheiße.

Solltest du jemals solche oder ähnliche Gedanken schon mal kennengelernt haben (zusätzlich noch zu: „eigentlich müsste/sollte jetzt… mit Freunden grillen/Am See chillen/Verreisen, kann aber nicht, weil kein Geld/keine Freunde/keine Zeit“ – also verpasse ich alles.“, dann lautet meine Ansage:
eine Liebesbotschafterin ist immer genau da richtig, wo sie sich befindet.

Selbstverständlich sollst du einen erfüllten Sommer mit allem, was dazugehört, genießen, ABER:

1. Das Ideal des „perfekten Sommers“ gibt es, keine Frage – und jeder von uns weiß exakt, wie dieser ist: dafür sorgen Medien, Werbeindustrie und Social Media-Kanäle zur Genüge.
Es stimmt nicht, dass dieser Sommer aus den uns allen bekannten Aktivitäten (Grillen/Baden/Sonnen/Chillen/Feiern/Eis Essen/Festivals/Reisen) bestehen muss.
Und es stimmt nicht, dass ALLE mit Freunden grillen und deshalb extrem glücklich sind.
Es gibt genügend andere, die arbeiten (müssen), oder lieber die Zeit alleine genießen, als in mittelmäßiger Gesellschaft.
Sich mit vielen Aktivitäten abzulenken sagt überhaupt nichts über den Glücklichsein-Zustand aus.
ÜBERHAUPT NICHTS.
Also lass‘ dich nicht belügen, dass „offensichtlich alle happy sind, weil Sommer, nur ich nicht… etc.“
Die anderen sind so „nicht-happy“ oder „happy-weil abgelenkt“ wie sonst auch.

2. Du ganz alleine kannst entschieden, dass du immer und überall die schönste Zeit verbringst:
im dunklem Büro, mit kleinen Kindern in einer 2 Zimmer-Wohnung, mitten in der Stadt, als Single, usw.
Du kannst das ganz alleine für dein Leben festlegen und keiner kann dich daran hindern.

Ich habe irgendwann entscheiden, dass mit keiner vorschreiben kann, was ich alles extrem genieße, so unspektakulär oder „normal“ es aussehen mag.
Gar nichts ist normal bei mir – wenn ich zum Flohmarkt gehe, dann ist das der schönste Flohmarkt-Besuch, den ich jemals hatte.
Wenn ich den Keller ausräume (obwohl augenscheinlich alle anderen gerade im Freibad, etc..), dann verpasse ich absolut nichts, sondern räume den Keller effektiv und beschwingt aus, und bin so richtig beglückt, weil alles so leer und sauber ist.
Und wenn ich arbeiten muss, dann habe ich den schönsten Arbeitstag überhaupt, und wenn ein „Ich verpasse gerade alles mögliche, weil alle anderen tun gerade…“ – Gedanke angeflogen kommt, gibt es für mich nur eine angemessene Reaktion:
FUCK OFF.

 

 


Liebesgrüße
Joanna

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