Startseite

Family, Lifestyle

Nie mehr öde Nachmittage mit Kindern: meine Tipps für kreatives Spielen.

Ein kurzer Rückblick:
vor ca. 10 Jahren war Liebesbotschaft noch nicht mal vorhanden, und ich Vollzeit-Mami und -Hausfrau.
Ich genoss die Zeit so sehr, dass ich beschloss, meinen Erfahrungsschatz, bewährte persönliche Tipps und Ideen für den Alltag mit Kindern mit vielen anderen zu teilen – so wurde die Idee für den Blog geboren.

Weil Spielen in unserem modernen Alltag unterschätzt wird, hat IKEA und die IKEA Foundation daher die „Let’s Play for Change*“-Kampagne initiiert.
Sie soll jeden Menschen dazu bringen, mehr zu spielen, um jeden Tag ein bisschen mehr Lebensqualität zu spüren.


Teil der Kampagne sind u.a. Spielaktionen in den IKEA Einrichtungshäusern auf der ganzen Welt sowie eine Spende über 45 Millionen Euro an verschiedene Kinder-Hilfsorganisationen, um das grundlegende Recht des Spielens von Kindern zu ermöglichen.

Und weil am 20. November Welt-Kindertag gefeiert wird, sind genau an diesem Tag Menschen allen Alters eingeladen, diesen gemeinsam mit IKEA zu feiern.
Geplant sind diverse Aktivitäten und Spiele in den IKEA Einrichtungshäusern, ausserdem gibt es ein Malwettbewerb, bei dem die Kinder die Möglichkeit haben, ihr gemaltes Tier später als Stoffversion zu bekommen – alle Infos dazu findet ihr HIER.

Ikea hat im Zuge der Kampagne nach unseren liebsten Spielideen gefragt.
Und obwohl meine eigenen Kinder inzwischen erwachsen sind, wissen sie noch ganz genau, was ihnen damals am meisten Spaß gemacht hat – und deshalb habe ich sie direkt danach gefragt.
Heute mag bei uns eine gute Netflix-Serie ausreichen – vor ein paar Jahren war aber einiges mehr an Entertainment meinerseits gefragt, damit sich nicht alle gegenseitig auf die Nerven gehen.

Jil:
„Das Spielen bei uns war immer sehr kreativ, und trotzdem easy und entspannt – ich hatte das Gefühl, dass wir selbst Gewöhnliches so richtig zelebriert haben. Wir sammelten nicht nur einfach Kastanien: das Ganze war jedes Mal fast wie ein Event mit anderen Kindern, Punsch, Picknick und Trara. Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.“

Noelle:
„Du hast für uns jedes mal eine Welt erschaffen, in der wir verschiedene Rollen einnehmen konnten. Das war für mich das Faszinierendste überhaupt.“

Ben:
„Am schönsten war das Höhlenbauen, die Ausflüge, und dass immer viele Kinder dabei waren.“

 

Bevor ihr in Ehrfurcht erstarrt, oder euch gar unter Druck gesetzt fühlt: das liest sich zwar spektakulär, war aber in Wirklichkeit ganz einfach.
Wie ihr das praktisch umsetzen könnt, schreibe ich euch heute Punkt für Punkt auf, damit ihr jederzeit einen Fundus an Ideen habt: ihr sucht euch aus, was zu euch passt.

Und das ist mein Stichwort…

 

 




1. Mache, was zu dir passt.

Ich war niemals eine klassische Spielemama, und hasste sinnlose Dialoge mit Playmobilmenschen – dafür war ich mit Vorliebe eine Kuschel- und Vorlese- und „Wir unternehmen heute was Schönes“-Mama.
Satt schlechtes Gewissen zu haben, dass wir keine Fahrradtouren machten oder niemals im Garten Fußball spielten wie andere Eltern mit ihrem Nachwuchs, entdeckte ich mit meinen Kindern die Dinge, die mir auch Freude machten.

Ich besuchte mit ihnen Museen, Ausstellungen und Galerien – es gibt Programme und Führungen für jedes Alter und jeden Geschmack.
Zusätzlich kaufte ich passende Bücher und Hörspiele über Kunst und Geschichte – das übt eine riesige Faszination aus, wenn man es nicht in der Schule lernen muss ;).

Basteln nach Vorlagen war mir ein Graus – viel lieber besorgte ich ausreichend und regelmäßig Bastelutensilien und Materialien in großen Mengen, stellte alles auf den Tisch, und lies die Kinder machen: es kamen die schönsten und kreativsten Ideen heraus und das gesamte Wohnzimmer war anschließend 2 Tage lang in Glitzer getaucht.

Es gab Perlen, Stempel und Wasserfarben.
Es gab Moosgummi, Wolle, Filz und Knöpfe.
Es gab Knete, Tafeln mit Kreiden, Steckperlen und Modelliermasse.
Es gab Draht und Holzzuschnitt (aus der Restegrube in den Baumärkten mit kleinen Holzstücken für Centbeträge).
Es gab Stoffreste (unbedingt eine gute Stoffschere besorgen) und Kleber und transparentes Papier und Kork.

Wir hatten im Keller einen ganzen Schrank voll mit den schönsten Bastel- und Werkelsachen, alles fein sortiert und geordnet:
meist reichte ein Blick hinein, und man bekam sofort Lust, etwas Schönes zu gestalten.

Und da sowieso alles auf dem Tisch stand, kamen die Nachbarskinder dazu, denn:
1. Ihre Eltern hatten einen Nachmittag frei.
2. Meine Kinder hatten mehr Ideen und mehr Spaß.
3. Das Wohnzimmer war anschließend 4 Tage lang in Glitzer getaucht.

Kommt also nicht unter Druck alles so machen zu müssen, wie andere Eltern – gestaltet die Spielzeit so kreativ und zu euch passend, wie möglich.

 

 

 

2. Denke nicht Pferd – denke Pferdestall.

Das Ganzheitliche beim Spielen war meine Königsdisziplin:
interessierte sich ein Kind für ein bestimmtes Thema oder Spielzeug, dann besorgte ich alles, was damit zusammenhing, und erschuf eine ganze Spielwelt drumherum.

Als Jil sich ein Pferd wünschte (es gab damals eins von Ikea – kann sich jemand an das große Pferd noch erinnern, auf dem man „reiten“ konnte?), baute mein Mann einen kleinen „Stall“ aus Holzlatten mit Gatter zum Auf- und Zumachen nach meinem Entwurf.
Wir besorgten einen kleinen Besen, Blecheimer und Rechen zum „Putzen“ (Gartenzubehör für Kinder), und eine gebrauchte Pferdebox mit Zubehör bei Ebay.

Hatte eins der Kinder Spaß am Kochen (in etwa im Alter von 2-3 Jahren), bauten wir eine Kinderküche aus ausrangierten Nachttischen vom Sperrmüll.
Ich kaufte Geschirr und nähte kleine Abtrocknetücher, die an einer Hakenleiste von Ikea hingen, ich verpackte Lebensmittel zum „Kochen“ in winzige Tüten und Schachteln, und selbstverständlich gab es die Kochschürze aus passendem Stoff dazu.

Ich finde, dass bei Spielsachen „viel hilft viel“ gilt:
Ich besorgte so viel Zubehör für die Kugelbahn, dass man stundenlang ganze Labyrinthgänge im Wohnzimmer kreieren konnte.
Unsere Eisenbahn hatte so viele Schienen, dass man das gesamte Wohnzimmer damit belegen konnte – 1 Woche lang konnte keiner darin laufen.
Mochte eins der Kinder ein bestimmtes Themengebiet (z.B. Tiere), dann gab es neben den Figuren auch Steine (als Felsen), echtes Heu (als Steppe), und allerlei Naturmaterialien zum Aufbauen von Landschaften.
In dieser Landschaft z.B. wohnten manchmal Waldtiere und manchmal kleine Elfen, später auch Hobbits und Orks.

Die großen Mengen an hochwertigen Spielsachen kaufte ich beinahe alle Second Hand:
neben Online Börsen sind Flohmärkte eine gute Adresse.

Und falls ihr glaubt, dass meine Kinder in einer Flut von Spielzeug untergingen, dann täuscht ihr euch, denn mein allerwichtigste Regel lautete:
es gibt immer nur EINE Sache.
EIN Thema.
Damit wurde tage- oder wochenlang gespielt, bis man das Interesse daran verlor – dann wurde z.B. die Kugelbahn abgebaut, auf dem Dachboden verstaut, und der Pferdestall aufgebaut.
Oder der Flughafen.
Oder die Dinosaurierlandschaft.
Oder das Puppenhaus.

Wir hatten also einen Dachboden voll mit den schönsten Spielsachen, und diese waren jedes mal auf’s Neue spannend.
Eine Ausnahme bildeten Bücher, die in einem riesigen Regal jederzeit zur Verfügung standen.

 

 

 

 

 

3. Rollenspiele und Höhlenbau.

Absolut JEDES Kind liebt Rollenspiele – und selbst, wenn ihr darin keine tragende Rolle einnehmen wollt – außer der täglichen als Putzfrau, Köchin und Sklave für alles), könnt ihr dafür alles zur Verfügung stellen.
2 Ektrop-Sofas sei Dank konnte mein Nachwuchs dank den vielen Polsterkissen die perfekten Höhlen, Häuser und Tunnel bauen: mit vielen Kissen und Decken ein ideales Versteck für jedes Kind.
Wir spannten große Leinentücher und Stoffe über ein langes Seil (das gab ein tolles Zelt), und legten Bettbezüge über den Tisch: Hauptsache schön dunkel und gemütlich darin.
Im Sommer gab es das alles im Garten.

Meine Kinder haben sich gefühlt immer und ständig verkleidet, und keinesfalls nur zur Faschingszeit – deshalb war unser Fundus an passender Kleidung enorm.
Wir hatten Diademe und Lichtschwerter, Glitzerröcke und Ritterrüstungen, Hasenohren und Umhänge: genauso ging mein Nachwuchs täglich in den Supermarkt oder auf den Spielplatz.
Immer.
Jahrelang.
Noelle allen voran als absolute Verkleidungs-Königin und Prinzessinnen-Feen-Schmetterlings-Zauberfrau.

 

 

 

4. Feiern so oft es geht.

Mir machte es den größten Spaß, aus alltäglichen Dingen etwas Besonderes zu machen – mein Motto lautete:
„Jetzt habe ich schon Kinder, also kann ich so richtig Gas geben“.
Also feierten wir den Sommeranfang und das Plätzchenbacken und Pyjama-Parties und Sommer-Picknicks und alles, was mir sonst noch zwischendurch einfiel – und da es keinerlei Erwartungshaltung wie an Geburtstagen gab, war das Ganze maximal frei von Druck oder Stress.
Anregungen findet ihr zuhauf auf dem Blog – bitte, versteht das ausschließlich als Idee, und keinesfalls als Standard, dem ihr entsprechen müsst – ich war eine Stay at home-Mum, und hatte riesige Reserven an kreativen Ideen (und mehr Zeit als mit einem Job nebenher), die irgendwohin fließen mussten.

Ich kann euch verraten:
bei allen diesen Aktionen war ich garantiert diejenige, die den meisten Spaß hatte – und hoffe, dass ich euch damit ein bisschen inspirieren kann.

Habt ihr Spielideen und -Anregungen, die in eurer Familie gut funktionieren?
Wenn ihr sie in den Kommentaren aufschreibt, haben andere Eltern eine schöne Fundgrube, aus der sie jederzeit schöpfen können!

*In Zusammenarbeit mit IKEA

Liebesgrüße
Joanna

 

 

 

Hund, Lifestyle

3 Fakten über die ersten Wochen mit Neo.

*enthält Werbung für Purina   Der schönste, süßeste und schlauste Dobermannwelpe der Welt ist vor ziemlich genau 5 Wochen bei uns eingezogen, und die Liebesbotschaft-Leser bekommen lauter niedliche Instagram-Bilder zu sehen. Neo schläft niedlich, Neo sitzt niedlich auf ihrer Decke,…

Food

November-Weekend: Pilzsuppe, Netflix + Lieblings-Business-Outfit.

Das ist garantiert das beste November-Wochenende aller Zeiten: Es ist schon richtig herbstlich-kühl, aber der Weihnachtstrubel hat für uns noch nicht begonnen. Draußen regnet es in Strömen, also sind die Spaziergänge mit Neo besonders ungemütlich – das macht das nach…

Fashion

Going Glam with Donna.

Vor einigen Wochen flog ich nach Hamburg, wurde mit atemberaubendem Make-Up und den tollsten Haaren aufgehübscht, durfte aus den schönsten festlichen Outfits von sexy bis elegant wählen, bekam zum Schluss noch einen Kuss auf den Kopf von der Hairstylistin,…

Lifestyle

Bye bye Oktober – Hallo November!

  Kein Monat des Jahres war im Hause Liebesbotschaft turbulenter als der Oktober: Neo, ein Dobermann-Welpe zog bei uns ein, und stellte unseren Alltag auf der Stelle auf den Kopf. Wir bekamen innerhalb von 4 Wochen mehr Sauerstoff ab…