Family, Lifestyle

Nie mehr öde Nachmittage mit Kindern: meine Tipps für kreatives Spielen.

Ein kurzer Rückblick:
vor ca. 10 Jahren war Liebesbotschaft noch nicht mal vorhanden, und ich Vollzeit-Mami und -Hausfrau.
Ich genoss die Zeit so sehr, dass ich beschloss, meinen Erfahrungsschatz, bewährte persönliche Tipps und Ideen für den Alltag mit Kindern mit vielen anderen zu teilen – so wurde die Idee für den Blog geboren.

Weil Spielen in unserem modernen Alltag unterschätzt wird, hat IKEA und die IKEA Foundation daher die „Let’s Play for Change*“-Kampagne initiiert.
Sie soll jeden Menschen dazu bringen, mehr zu spielen, um jeden Tag ein bisschen mehr Lebensqualität zu spüren.


Teil der Kampagne sind u.a. Spielaktionen in den IKEA Einrichtungshäusern auf der ganzen Welt sowie eine Spende über 45 Millionen Euro an verschiedene Kinder-Hilfsorganisationen, um das grundlegende Recht des Spielens von Kindern zu ermöglichen.

Und weil am 20. November Welt-Kindertag gefeiert wird, sind genau an diesem Tag Menschen allen Alters eingeladen, diesen gemeinsam mit IKEA zu feiern.
Geplant sind diverse Aktivitäten und Spiele in den IKEA Einrichtungshäusern, ausserdem gibt es ein Malwettbewerb, bei dem die Kinder die Möglichkeit haben, ihr gemaltes Tier später als Stoffversion zu bekommen – alle Infos dazu findet ihr HIER.

Ikea hat im Zuge der Kampagne nach unseren liebsten Spielideen gefragt.
Und obwohl meine eigenen Kinder inzwischen erwachsen sind, wissen sie noch ganz genau, was ihnen damals am meisten Spaß gemacht hat – und deshalb habe ich sie direkt danach gefragt.
Heute mag bei uns eine gute Netflix-Serie ausreichen – vor ein paar Jahren war aber einiges mehr an Entertainment meinerseits gefragt, damit sich nicht alle gegenseitig auf die Nerven gehen.

Jil:
„Das Spielen bei uns war immer sehr kreativ, und trotzdem easy und entspannt – ich hatte das Gefühl, dass wir selbst Gewöhnliches so richtig zelebriert haben. Wir sammelten nicht nur einfach Kastanien: das Ganze war jedes Mal fast wie ein Event mit anderen Kindern, Punsch, Picknick und Trara. Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.“

Noelle:
„Du hast für uns jedes mal eine Welt erschaffen, in der wir verschiedene Rollen einnehmen konnten. Das war für mich das Faszinierendste überhaupt.“

Ben:
„Am schönsten war das Höhlenbauen, die Ausflüge, und dass immer viele Kinder dabei waren.“

 

Bevor ihr in Ehrfurcht erstarrt, oder euch gar unter Druck gesetzt fühlt: das liest sich zwar spektakulär, war aber in Wirklichkeit ganz einfach.
Wie ihr das praktisch umsetzen könnt, schreibe ich euch heute Punkt für Punkt auf, damit ihr jederzeit einen Fundus an Ideen habt: ihr sucht euch aus, was zu euch passt.

Und das ist mein Stichwort…

 

 




1. Mache, was zu dir passt.

Ich war niemals eine klassische Spielemama, und hasste sinnlose Dialoge mit Playmobilmenschen – dafür war ich mit Vorliebe eine Kuschel- und Vorlese- und „Wir unternehmen heute was Schönes“-Mama.
Satt schlechtes Gewissen zu haben, dass wir keine Fahrradtouren machten oder niemals im Garten Fußball spielten wie andere Eltern mit ihrem Nachwuchs, entdeckte ich mit meinen Kindern die Dinge, die mir auch Freude machten.

Ich besuchte mit ihnen Museen, Ausstellungen und Galerien – es gibt Programme und Führungen für jedes Alter und jeden Geschmack.
Zusätzlich kaufte ich passende Bücher und Hörspiele über Kunst und Geschichte – das übt eine riesige Faszination aus, wenn man es nicht in der Schule lernen muss ;).

Basteln nach Vorlagen war mir ein Graus – viel lieber besorgte ich ausreichend und regelmäßig Bastelutensilien und Materialien in großen Mengen, stellte alles auf den Tisch, und lies die Kinder machen: es kamen die schönsten und kreativsten Ideen heraus und das gesamte Wohnzimmer war anschließend 2 Tage lang in Glitzer getaucht.

Es gab Perlen, Stempel und Wasserfarben.
Es gab Moosgummi, Wolle, Filz und Knöpfe.
Es gab Knete, Tafeln mit Kreiden, Steckperlen und Modelliermasse.
Es gab Draht und Holzzuschnitt (aus der Restegrube in den Baumärkten mit kleinen Holzstücken für Centbeträge).
Es gab Stoffreste (unbedingt eine gute Stoffschere besorgen) und Kleber und transparentes Papier und Kork.

Wir hatten im Keller einen ganzen Schrank voll mit den schönsten Bastel- und Werkelsachen, alles fein sortiert und geordnet:
meist reichte ein Blick hinein, und man bekam sofort Lust, etwas Schönes zu gestalten.

Und da sowieso alles auf dem Tisch stand, kamen die Nachbarskinder dazu, denn:
1. Ihre Eltern hatten einen Nachmittag frei.
2. Meine Kinder hatten mehr Ideen und mehr Spaß.
3. Das Wohnzimmer war anschließend 4 Tage lang in Glitzer getaucht.

Kommt also nicht unter Druck alles so machen zu müssen, wie andere Eltern – gestaltet die Spielzeit so kreativ und zu euch passend, wie möglich.

 

 

 

2. Denke nicht Pferd – denke Pferdestall.

Das Ganzheitliche beim Spielen war meine Königsdisziplin:
interessierte sich ein Kind für ein bestimmtes Thema oder Spielzeug, dann besorgte ich alles, was damit zusammenhing, und erschuf eine ganze Spielwelt drumherum.

Als Jil sich ein Pferd wünschte (es gab damals eins von Ikea – kann sich jemand an das große Pferd noch erinnern, auf dem man „reiten“ konnte?), baute mein Mann einen kleinen „Stall“ aus Holzlatten mit Gatter zum Auf- und Zumachen nach meinem Entwurf.
Wir besorgten einen kleinen Besen, Blecheimer und Rechen zum „Putzen“ (Gartenzubehör für Kinder), und eine gebrauchte Pferdebox mit Zubehör bei Ebay.

Hatte eins der Kinder Spaß am Kochen (in etwa im Alter von 2-3 Jahren), bauten wir eine Kinderküche aus ausrangierten Nachttischen vom Sperrmüll.
Ich kaufte Geschirr und nähte kleine Abtrocknetücher, die an einer Hakenleiste von Ikea hingen, ich verpackte Lebensmittel zum „Kochen“ in winzige Tüten und Schachteln, und selbstverständlich gab es die Kochschürze aus passendem Stoff dazu.

Ich finde, dass bei Spielsachen „viel hilft viel“ gilt:
Ich besorgte so viel Zubehör für die Kugelbahn, dass man stundenlang ganze Labyrinthgänge im Wohnzimmer kreieren konnte.
Unsere Eisenbahn hatte so viele Schienen, dass man das gesamte Wohnzimmer damit belegen konnte – 1 Woche lang konnte keiner darin laufen.
Mochte eins der Kinder ein bestimmtes Themengebiet (z.B. Tiere), dann gab es neben den Figuren auch Steine (als Felsen), echtes Heu (als Steppe), und allerlei Naturmaterialien zum Aufbauen von Landschaften.
In dieser Landschaft z.B. wohnten manchmal Waldtiere und manchmal kleine Elfen, später auch Hobbits und Orks.

Die großen Mengen an hochwertigen Spielsachen kaufte ich beinahe alle Second Hand:
neben Online Börsen sind Flohmärkte eine gute Adresse.

Und falls ihr glaubt, dass meine Kinder in einer Flut von Spielzeug untergingen, dann täuscht ihr euch, denn mein allerwichtigste Regel lautete:
es gibt immer nur EINE Sache.
EIN Thema.
Damit wurde tage- oder wochenlang gespielt, bis man das Interesse daran verlor – dann wurde z.B. die Kugelbahn abgebaut, auf dem Dachboden verstaut, und der Pferdestall aufgebaut.
Oder der Flughafen.
Oder die Dinosaurierlandschaft.
Oder das Puppenhaus.

Wir hatten also einen Dachboden voll mit den schönsten Spielsachen, und diese waren jedes mal auf’s Neue spannend.
Eine Ausnahme bildeten Bücher, die in einem riesigen Regal jederzeit zur Verfügung standen.

 

 

 

 

 

3. Rollenspiele und Höhlenbau.

Absolut JEDES Kind liebt Rollenspiele – und selbst, wenn ihr darin keine tragende Rolle einnehmen wollt – außer der täglichen als Putzfrau, Köchin und Sklave für alles), könnt ihr dafür alles zur Verfügung stellen.
2 Ektrop-Sofas sei Dank konnte mein Nachwuchs dank den vielen Polsterkissen die perfekten Höhlen, Häuser und Tunnel bauen: mit vielen Kissen und Decken ein ideales Versteck für jedes Kind.
Wir spannten große Leinentücher und Stoffe über ein langes Seil (das gab ein tolles Zelt), und legten Bettbezüge über den Tisch: Hauptsache schön dunkel und gemütlich darin.
Im Sommer gab es das alles im Garten.

Meine Kinder haben sich gefühlt immer und ständig verkleidet, und keinesfalls nur zur Faschingszeit – deshalb war unser Fundus an passender Kleidung enorm.
Wir hatten Diademe und Lichtschwerter, Glitzerröcke und Ritterrüstungen, Hasenohren und Umhänge: genauso ging mein Nachwuchs täglich in den Supermarkt oder auf den Spielplatz.
Immer.
Jahrelang.
Noelle allen voran als absolute Verkleidungs-Königin und Prinzessinnen-Feen-Schmetterlings-Zauberfrau.

 

 

 

4. Feiern so oft es geht.

Mir machte es den größten Spaß, aus alltäglichen Dingen etwas Besonderes zu machen – mein Motto lautete:
„Jetzt habe ich schon Kinder, also kann ich so richtig Gas geben“.
Also feierten wir den Sommeranfang und das Plätzchenbacken und Pyjama-Parties und Sommer-Picknicks und alles, was mir sonst noch zwischendurch einfiel – und da es keinerlei Erwartungshaltung wie an Geburtstagen gab, war das Ganze maximal frei von Druck oder Stress.
Anregungen findet ihr zuhauf auf dem Blog – bitte, versteht das ausschließlich als Idee, und keinesfalls als Standard, dem ihr entsprechen müsst – ich war eine Stay at home-Mum, und hatte riesige Reserven an kreativen Ideen (und mehr Zeit als mit einem Job nebenher), die irgendwohin fließen mussten.

Ich kann euch verraten:
bei allen diesen Aktionen war ich garantiert diejenige, die den meisten Spaß hatte – und hoffe, dass ich euch damit ein bisschen inspirieren kann.

Habt ihr Spielideen und -Anregungen, die in eurer Familie gut funktionieren?
Wenn ihr sie in den Kommentaren aufschreibt, haben andere Eltern eine schöne Fundgrube, aus der sie jederzeit schöpfen können!

*In Zusammenarbeit mit IKEA

Liebesgrüße
Joanna

 

 

 

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24 Comment

  1. Reply
    Jana
    19. November 2017 at 16:49

    Du sprichst mir in so vielen Dingen aus dem Herzen ❤️
    Wir haben eher wenige große Spielsachen, die aber verwandelbar sind.
    Das Bällebad hat schon so viele Meere nachgespielt, auf denen kleine Piraten gefahren sind
    Zu Weihnachten gibt es ein Picklerdreieck mit Rutschbrett und auch das kann so vieles sein. Meine Kinder brauchen dazu die richtige Musik und auch wir kommen ohne Verkleidungskiste nicht aus
    Liebste Grüße
    Jana

    1. Reply
      Joanna
      21. November 2017 at 5:56

      „Das Bällebad hat schon so viele Meere nachgespielt, auf denen kleine Piraten gefahren sind“ – oh, wie schön!

  2. Reply
    Binimou
    19. November 2017 at 18:00

    Vielen Dank für die Erinnerung an diese schöne Zeit! Meine Beiden sind jetzt 16 und 17 und ich muss mir schon lange keine Beschäftigungsmöglichkeiten mehr für sie ausdenken. Aber auch hier waren trotz Playmo, Lego, Brio, usw. die selbst erdachten Spiele viel beliebter und sorgten auch länger für Unterhaltung. Bei uns gab es ebenfalls ganzjährig die Kostümkiste. Ganz beliebt waren zudem Rollenspiele mit Berufen, wie Arzt oder Friseur. Bis heute habe ich lichte Stellen am Haupt, weil die Wäscheklammern (aka Haarspangen) sich so verheddert haben, dass mir büschelweise Haar ausgerissen wurde. Rote Marmelade war bei uns immer ruckzuck alle – so eine OP ohne Blut wär schließlich öde. Übrigens erstaunlich, wie echt die Verletzungen mit der richtigen Mischung ausschauten. Im Herbst, wenn es so früh dunkel wurde, erfanden wir Geisterbahnstrecken durch unser Wohnzimmer. Man musste auf einem Bürostuhl mit Rollen Platz nehmen und wurde durch die Dunkelheit geschoben. An jeder Ecke lauerte ein Gespenst, ein kalter Waschlappen oder ein fürchterliches Geräusch. Bald war dieses Spiel im Freundeskreis meiner Kinder sehr beliebt und bei uns immer ein volles Haus – hätte ich doch nur Eintritt genommen . Auf den Kindergeburtstagen haben mein Mann und ich ebenfalls das Thema nach dem Geschenk gewählt und tagelang geplant, gebastelt, gebacken und alle möglichen passenden Spiele erdacht. Keine Ahnung, wie wir das damals ohne die Inspiration aus dem www geschafft haben. Hinterher waren wir platt, aber gleichzeitig glücklich über die Freude der Kinder und den gemeinsamen Spaß. Einen wunderschönen Sonntag noch für Euch.

    1. Reply
      Joanna
      21. November 2017 at 5:56

      „Rote Marmelade war bei uns immer ruckzuck alle – so eine OP ohne Blut wär schließlich öde.“ – Danke für den lauten Lacher ;)))!
      Das glaube ich, dass das Gruselspiel der Kracher war ;)..

  3. Reply
    Julia
    19. November 2017 at 18:32

    Du warst bestimmt sie coolste Mutter in der Stadt 🙂
    Das mit dem, lass das Kind machen, ist der beste Leitsatz und auch meiner. Kindern eine Anleitung für etwas Gebasteltes zu geben ist lange nicht so kreativ wie das was entsteht, wenn man ihnen alles Mögliche an Material zur Verfügung stellt.
    Perfekte Einstellung
    Liebe Grüße
    Julia

  4. Reply
    Mare Ganter
    19. November 2017 at 20:05

    Toller Post, Danke Joanna. Wir verbasteln auch gerne alles und heben vieles was eigentlich im Abfall landet auf, das wird dann bei einer Bastelaktion wiederverwertet. Was wir auch gerne machen ist Collagen aus alten Zeitschriften herstellen. Einfach auf ein großes Blatt Papier aufkleben, da entstehen als schöne Kunstwerke. Was ich auch gerne weitergebe sind Bilder mit Wachsstiften herstellen. Diese werden mit einem alten Bügeleisen erwärmt und auf Transparent-Papier gemalt. Dann zb zu Wimpeln ausgeschnitten und mit der Nähmaschine eine Girlande fürs Kinderzimmer gefertigt.

  5. Reply
    Caren
    19. November 2017 at 20:16

    Ich kann Lego wärmstens empfehlen. Auch insbesondere was die Kreativität und das erschaffen von neuen Welten angeht.
    Höhlen bauen mit Teppichen fand ich auch immer genial.
    Im Wald spazieren gehen die Natur kennen lernen.
    Und natürlich die Klassiker: Kreide,Verkleiden,Kaufladen,.

  6. Reply
    Judith
    19. November 2017 at 21:12

    Schöner Post, danke für die Anregungen. 🙂
    Ich lasse meinen Sohn mit meinen Küchengeräten spielen. Er darf immer ein Teil im Wohnzimmer zum Spielen haben. Küchenmaschine, Popcornmaschine, Waffeleisen… Es darf nichts herumgeschleppt werden und nicht eingesteckt (er ist wirklich sehr gehorsam. Er hat macht das tatsächlich nicht… nicht, dass ich nachher das Jugendamt vor der Tür habe wegen Kindswohlgefährdung, und es ist auch noch nix kaputt gegangen! Okay, ich muss erst ins Wohnzimmer, wenn ich was kochen will, aber das Kind spielt schön!). Wenn er was anderes will, muss das letzte zurück in die Küche. Im Moment steht der Mixer mit Bohnen hier. Und mit Messbechern kann man auf dem Spielplatz viel besser spielen als mit Eimern. Eimer kann jeder, aber er ist immer voll der Held, wenn er mit einem Pfannenwender und einem Messbecher auftaucht und mit diesem kleinen Sieb, den man für Puderzucker oder so braucht. Das macht richtig Spaß, ich wusste nicht, wie fein man Sand sieben kann.
    Und wir haben dieses Füllmaterial von Paketen gesammelt. Diese Würmchen aus Styropor. Die kann man super rühren und schütten und überall hin verteilen. Wirklich überall hin…

    1. Reply
      Joanna
      21. November 2017 at 5:53

      Genial ;))))!
      Ich wette, er wird fancy Geräte erfinden ;)…

  7. Reply
    Yvonne
    19. November 2017 at 22:04

    Oh wie toll!

    Schade das morgen Montag ist, ich könnte grade schon loslegen.

    Danke liebe Joanna für die tollen Anregungen.

    Hier schmökere ich öfters noch rein

    1. Reply
      Judith
      22. November 2017 at 20:09

      Lustig, dass du das sagst. Er tatsächlich ein kleiner Daniel Düsentrieb. 😀

  8. Reply
    Sara
    20. November 2017 at 21:22

    Ganz großartiges Nicht-Konzept. Locker, leicht, so soll es sein!
    Ich strebe Ähnliches an, aber mir kommt immer das Spielzeug im Kinderzimmer dazwischen 😉 Wie hast du es mit Spielkrams im Kinderzimmer gehandhabt? Wundervolle Grüße

    1. Reply
      Joanna
      21. November 2017 at 5:52

      Was Kinderzimmer betraf, war es mal so, mal so:
      aber größtenteils haben dort die Kinder selbst bestimmt.
      Ich habe für genügend Aufbewahrungsmöglichkeiten gesorgt, und dann war immer eine Art „Grundausstattung“ an Spielzeug da, je nach Kind ganz unterschiedlich.
      Sie haben immer 2-3 Sachen, mit denen sie IMMER spielen (Bei Noelle Barbies, bei Ben Legos, etc.) – die hatten sie dauerhaft in ihren Zimmern.
      Und natürlich jede Menge anderen Kleinkram ;)…

      Nur die „großen“ Sachen, die waren auf dem Dachboden…

  9. Reply
    Juliane
    20. November 2017 at 23:09

    Ich würd ja gern mal MITSPIELEN. Aber sie lassen mich nicht. Pöh. Immer, wenn ich ins Kinderzimmer gucke, tönt es: „Mama, Du zerbrichst das Spie-hiel!“ Wenn ich also auch mal was mit meinen Kindern machen will, muss ich schon ganz schön laut schmollen. 😉
    Zum Glück kann man mit 8 und 11 langsam Gesellschaftsspiele spielen, die auch Erwachsenen Spaß machen. Das funktioniert. Manchmal. Falls sie bereit sind, das Spie-hiel für ihre arme, einsame Mama zu unterbrechen… oder falls ich mal Glück hab, und eine meiner Töchter allein erwische (muahaha!).

    Als die Kinder kleiner waren, war der Oberhit das Verkleidezeug in Verbindung mit einem riesigen Schwebetürenschrank mit Spiegeltüren in unserem Wohnzimmer. Da wurde stundenlang getanzt und aufgeführt mit 1000 Kostümwechseln. Zum Glück ist mir die Schminke immerhin erspart geblieben, aber wir können alle immernoch den Nußknacker auswendig mitsingen…

    Außerdem war bei uns das Mädchen-Duplo der Renner: je mehr rosa, weiß und lila, je mehr Säulen und Turmspitzen, um so besser. Ich kann da warm alles Princess-Zeug empfehlen und ansonsten von Fremdanbietern den Kitty-Kram. Meine Töchter spielen mit 8 und 11 IMMERNOCH damit. Inzwischen können sie damit binnen Minuten ganze Zimmer mit Riesenschlössern vollbauen, in denen allerdings nicht mehr die Duplo-Figuren wohnen, sondern ihre Glubschis.
    Lego haben wir auch jede Menge, ist aber schwierig. Die Große baut schneller als die Kleine und Eigentumsverhältnisse nützen nichts, weil die Kleine großzügig im Steine verleihen ist… bis sie irgendwann feststellt, dass sie selber nichts mehr bauen kann. Und dann müsste man mal was umbauen, aber DAS geht ja mal gar nicht, denn dann macht die Große ein Riesendrama. IMMER. MUSS. SIE. ALLES. ABBAUEN!

    Meine Große ist nämlich ein echter Drache: sitzt auf ihrem Hort und WEHE irgendwas fehlt.
    Deshalb gibt es bei uns auch (leider…) KEINE Kisten auf dem Dachboden, das ist zwar manchmal anstrengend, aber es entspricht der Natur meiner Tochter. Sich auch nur vorübergehend von etwas zu trennen, war immer das totale Drama. Also muss sie halt öfter mal ziemlich heftig aufräumen…
    Wir haben deshalb auch nie viel gebastelt – sie ging dann in Serie oder sie machte alles BIG und nichts durfte weg. Da hab ich den Glitzer lieber weggepackt. Und Kastanienmännchen gingen ja mal GAR nicht. Die STERBEN irgendwann! Der Spaß beim Basteln konnte die Tränenströme beim Beerdigen nicht aufwiegen. Und WEHE ich hab das Beerdigen heimlich übernommen…
    Also zählt nicht nur: mach, was DIR Spaß macht sondern auch: mach, was zu Deinem Kind passt…

    Ich bin übrigens überhaupt keine draußen- und Ausflugsmutti. Hat ne Weile gedauert, bis ich das entspannt zugeben konnte. Ich sag immer: meine Kinder machen ihre Kilometer mit den Fingern, nicht mit den Füßen. Ich hab nämlich zwei so kleine Musikmonster, die ich viel selbst unterrichte und auf ihren Wegen begleite. Und wenn wir dann mal wieder am Klavier die Zeit vergessen haben und schwupps ein ganzer Nachmittag verschwunden ist, dann sind wir so glühend glücklich wie andere nach einem ganzen Tag im Freien…

    Liebe Grüße,
    Juliane

    1. Reply
      Joanna
      21. November 2017 at 5:50

      Oh Juliane!
      Vielen Dank für den wunderschönen Kommentar!
      So echt, so voller Liebe, so lustig ;)!
      Fast, als wäre man live dabei ;)…

  10. Reply
    Sabine
    21. November 2017 at 5:42

    Liebe Joanna,
    all das habe ich fast von Anfang an auf deinem Blog mitbekommen und ich war/ bin jedes Mal fasziniert . Hab Dank für viele Inspirationen und immer wieder schöne Bilder.
    Ich weiß nicht, wie viele unzählige Deko Tipps von dir Anregung für mich waren und wie oft ich etwas von dir nachgekocht/ nachgebacken habe….
    Danke !!!!!

    1. Reply
      Joanna
      21. November 2017 at 5:48

      Ja, wer lange dabei ist, hat es quasi fast in Echtzeit mitbekommen ;).
      Ich freu mich, liebe Sabine!

  11. Reply
    Kobold
    21. November 2017 at 10:30

    Liebe Joanna,

    ich verfolge dich schon seit guten 2 Jahren, und genieße es. nun mal mein Erster Kommentar. der war lange überfällig

    Naturmaterialien sind seit der Waldkindergartenzeit (und den passenden Martinimarkt) hier im Ort das kreativste mit dem meine Kinder spielen. Matschesuppe kochen! mit allem drum und dran (Sägemehl, Kiefernzapfen, Beeren, Gras ….). Lehm aus dem Waldboden kratzen , das macht dem Badezimmer und auch der Waschmaschine Spaß….und natürlich, die ganzjährige Verkleidungskiste. Wir haben eine weiße Ikea Kommode im Abstellraum mit 5 vollgestopften Schubladen. da dürfen alle jederzeit heran, auch die Nachbarskinder. drin sind selbst genähte, selbst gebastelte, gehäkelte Utensilien (Zauberstab in Sternform, Flohmarktfunde, Fledermäuseumhänge, gefilzte Masken… und mein großer schwarzer Hexenhut. den setzte ich auf wenn es mir mal zu bunt wird, dann wissen alle Bescheid.
    Baden am Morgen, im Schlafanzug frühstücken (irgendwann ziehen sind auch die letzten Muffel an), Seifenblasen aus dem Dachfenster, in Blätterhaufen hüpfen (Blätter aus allen umliegenden Gärten waren bei uns). Aus Stöcken (wir hatten an die 200 Stück, alles Mitbringsel) riesige Vogelnester bauen, oder Indianertipis, oder Feen/Wichtel/Hobbithöhlen.
    hach, ich hoffe meine beiden Kobolde bleiben lange Kind, und ich darf es somit auch.
    Zum basteln fällt mir noch ein: ich hätte niemals gedacht das ich auch ein volles Bastelregal (wohlgemerkt es geht nichts über gute Orga und immer mal neues) haben werde. Den Kindern fällt ohne viel Anleitung, (also nicht nebenher Pinterest ausmachen), großer Fehler) das schönste und kreativste ein. Ist erst einmal eine Vorlage im Kopf, und das Ergebnis wird nicht wie diese, ist jeder Bastelspaß im nu verflogen. Also alles Zeugs auf den Tisch, keine Zeitbegrenzung, viele Kinder, gute Scheren und KLEBER… so muss es sein.

    Sonnige Grüße aus Tübingen
    Charlotte

  12. Reply
    Lady Susan T.
    21. November 2017 at 19:32

    Liebe Johanna!
    Ich bin erst kürzlich über Deinen Blog gestolpert und bin wirklich beeindruckt! Ich habe zwar keine Kinder, doch genauso hätte ich es mir für meine Kinder gewünscht. Du hast wirklich tolle Ideen die sich auch gut umsetzen lassen.
    LG Sanne

    1. Reply
      Joanna
      24. November 2017 at 16:17

      Was für ein schönes Kompliment, vielen Dank dafür!

  13. Reply
    Steffi
    21. November 2017 at 19:44

    Ach wie schön, es hat mich daran erinnert wie ich mit meinem Bruder Höhlensysteme aus Tischen, Stühlen, diversen Decken und Wasser und Bierkisten durch unsere 65 qm Wohnung gebaut habe.
    Wenn mein Papa nach Hause kam, musste er erst mal auf allen vieren nach seinem Feierabend Bier suchen, zum Glück nahm er es mit Humor

    1. Reply
      Joanna
      24. November 2017 at 16:15

      Selbst, wenn man das nur liest, bekommt man ein Glücksgefühl im Bauch ;).

  14. Reply
    Lisa
    22. November 2017 at 10:20

    Feiern so oft es geht ist genau mein Motto – ich finde, wir sollten jeden einzelnen Tag feiern. Deshalb denke ich mir auch für jeden Nachmittag etwas „Schönes“ aus, was wir nach der Kita zusammen machen. Es ist meistens nichts großes, wird aber immer zelebriert (Lebkuchen backen, in die Stadt fahren,zum Lieblingsbäcker gehen).

    1. Reply
      Joanna
      24. November 2017 at 16:01

      WOW!

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