Inspiration

Warum Vergebung die mächtigste Waffe und der größte Schlüssel zur Freiheit ist. Und die einzige Option für dich.

 

Vergebung ist ganz bestimmt kein Thema, welches Clickbating-Schlagzeilen verursacht:
das Wort klingt eher nach Mutter Theresa.
Nach Old School.
Nach Jesus-Sandalen.
Nach abstrakter gefühlsbetonter Handlung.
Nach Schwäche und Nachgeben.

Keinesfalls sexy-entschlossen und „Ich nehme mein Leben in die Hand“-mäßig.

Ich bin davon überzeugt:
Vergebung ist eins der am meisten unterschätzten und falsch verstandenen Themen überhaupt (for a reason! Aber dazu gleich mehr).
Es ist weder lahm noch langweilig, sondern eine absolut effektive und mächtige Waffe, die negative Einflüsse aus deinem Leben für immer entfernt, und dich am Ende als Gewinner dastehen lässt.

Wer das Folgende liest, der sei vorab gewarnt:
Was nachfolgend kommt, wird dir nicht unbedingt gefallen, du wirst nicht überall vor Begeisterung „Juhuuu!“ schreien, und im Kopf zig „Aber Joanna, bei mir…“- Gegenargumente formulieren.
Ich schreibe das nicht, um kontroverse Diskussionen auszulösen oder zu polarisieren.
Ich schreibe, wie es IST und was dir WIRKLICH hilft, ob es dir gerade emotional passt oder nicht, ist nicht so entscheidend.
Auf lange Sicht tut es dir gut, und nur das zählt.
Das gilt natürlich für alle Coaching-Posts, aber diesmal ganz besonders, weil a) es wirklich an die Substanz geht und b) du mir vertrauen musst, weil es sonst fast unmöglich erscheint.

Die Letzten können also an dieser Stelle noch aussteigen, und zum verbliebenen Rest:

Bereit?

1. Vergebung betrifft jeden.

Ich habe es bereits Tausend mal geschrieben:
die Welt ist böse, den Teufel gibt’s, deal with it.
Es ist nicht alles Lieeeebeee, und wer das behautet, hängt einer romantisierten Wunschvorstellung nach.

Es gibt Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen oder verlassen.
Es gibt Partner, die betrügen, verletzen und misshandeln.
Es gibt Freunde, die verleumden und das Vertrauen missbrauchen.
Es gibt Menschen, die Böses tun, um anderen Schaden zuzufügen, manche unbewusst, manche mit voller Absicht.
Und höchstwahrscheinlich hast du etwas davon schon mal erlebt.
Und es wird wieder passieren, so sehr ich mir das Gegenteil für dich wünschen würde.

Solche Erfahrungen sind nicht nur enorm schmerzhaft im Augenblick, sondern haben oft Konsequenzen, die weit in die Zukunft hineinreichen.
Manche böse Handlung tut nicht nur momentan weh, sondern hinterlässt tiefe Wunden.
Manche Verletzung bewirkt konkrete Veränderungen in deinem Leben.
Machmal entsteht tatsächlicher Schaden, der Auswirkungen auf dein gesamtes Leben hat, sei es familiär, sei es finanziell, sei es umständemäßig, beziehungstechnisch: so richtig konkret praktisch.
Weit über das Weinen und das gebrochene Vertrauen hinaus musst du eventuell mit großen Lebensveränderungen zurecht kommen – und das nicht, weil du es so entschieden hast und so wolltest, sondern weil die böse Handlung von jemand anderem dir keine Wahl lässt.

Das ist dann ganz besonders ungerecht, und schreit geradezu nach Vergeltung, denn:
„Hätte dieses Arschloch nicht, dann…“ – dann wäre das Schlimme nicht passiert.

Das Bedürfnis nach Gerechtigkeit ist in uns allen tief ausgeprägt, und damit es nicht mehr so weh tut, würden wir am liebsten dem anderen Schmerz zufügen, Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Oder ihm zumindest für den Rest unseres Lebens hassen, wenn man es ihm schon nicht direkt heimzahlen kann.
Die Verletzung tut immer weh, ganz egal, wie lange sie her ist – manchmal verdrängt man sie, und erlebt sie mit einer ungeahnten Heftigkeit bei einem Aufeinandertreffen oder ähnlichem Erlebnis.

Der Vorwurf, der Schmerz, die Wut, der Hass sind ständige Begleiter – bis hin zur vollkommen Verbitterung und negativen Persönlichkeitsveränderung.

Solltest du dich darin wieder erkennen, dann habe ich wirklich gute Nachrichten für dich:
Heute wird sich das alles für dich zum Gutem wenden.

Und das geht so:

2. Warum Vergebung die einzige Option für dich ist.

Du musst mir glauben:
Ich kann den Schmerz und die Wut so, so gut verstehen, all die Tränen und die Enttäuschung und das immer wiederkehrende:
„Wie konnte sie/er nur…?“
Ja, es hat wehgetan. Und tut es eventuell immer noch.
Ich mache dir keinen Vorwurf deswegen.

Das ist vielleicht neu für dich, aber:
Vergebung hat NICHTS mit der anderen Person, sondern ALLES mit dir zu tun.

Die andere Person war böse – das war IHR Part.
Darüber hast/hattest du keine Kontrolle.
Worüber du aber die volle Entscheidungsgewalt hast, ist DEIN Leben.

Wenn du der Person nicht B E W U S S T vergibst (wie das genau geht, dazu kommen wir gleich), wird ein Teil dieser zerstörerischen, verletzenden Energie für immer ein Teil von dir bleiben.
Du erlaubst (unbewusst, weil es so weh tut. Wieder: Ich mache dir keinen Vorwurf!), dass dieser Schmerz einen Raum in deinem Herzen, deinen Gefühlen und deinem Körper bekommt.
Und dieser Schmerz richtet Schaden an. Fortwährend.

Du musst es dir so vorstellen:
Eine Verletzung und die darauf folgende Unvergebenheit ist immer eine Öffnung für eine zerstörerische Energie – bzw. der Versuch, durch diese Zerstörung dein Leben für immer negativ zu prägen.
Es ist wie eine Tür, durch die negative Gedanken und Gefühle UNGEFRAGT rein und rausspazieren werden.
Und diese Gedanken und Gefühle werden dich quälen, dir das Leben schwer machen, wichtige, zukünftige Entscheidungen negativ beeinflußen (z.B. erneute Partnerwahl. Oder allgemein die Art, wie du Beziehungen gestaltest.) und werden dich NIEMALS freiwillig verlassen.
Dafür ist der Einfluß auf dein Leben viel zu effektiv.
Unvergebenheit ist DAS Tool schlechthin, um dich fertig zu machen.
Und zwar nicht ein mal, sondern DAUERHAFT.

Verstehst du, was ich sagen will?
Das Eine ist, was dir passiert ist – das war schlimm, keine Frage.
Das Andere ist, was Unvergebenheit anrichtet – das ist absolut zerstörerisch und hochgefährlich.

Eine Verletzung, die über eine lange Zeit nicht vergeben wird, verwandelt sich in Bitterkeit.
Bitterkeit ist ein Gefängnis, welches nicht nur emotionale (schlimm genug!), sondern konkrete körperliche Folgen hat:
Schlafstörungen, Magen-Darmprobleme, Essstörungen, usw.

Und du willst doch niemals bitter werden, stimmt’s?

2. Vergebung ist kein Nachgeben und kein Schwächebekenntnis.

Vergebung ist pure Machtausübung.

„Das verzeihe ich dir NIE.“ klingt so überlegen und so hart.
Dabei hat der Teufel genau das erreicht, was er wollte: er hat dauerhaft (weil du es ja NIE verzeihst) seinen widerlichen Samen in dich hineingeplatzt, der dich nach und nach von innen vergiften wird.
Er wird dir deine ganze innere Schönheit und deine Leichtigkeit rauben, dir die Unbeschwertheit und das Glück trüben.
Du wirst dann immer diejenige sein, der übel mitgespielt wurde.
Die, der Schlimmes wiederfahren ist.
Die, die belogen und betrogen wurde.

Unvergebenheit ist Ohnmacht.
Vergebung ist bewusstes Handeln.
Vergebung ist ein NICHT ZULASSEN, dass der Giftpfeil ins Ziel trifft – schlimm genug, dass er abgeschossen wurde.

Zu verzeihen, heißt nicht, dass man das, was passiert ist, legitimiert oder abschwächt.
Es heißt nur, dass du auf dein Recht auf Vergeltung und Wiedergutmachung und Nachtragen verzichtest, UM DEINES GLÜCKS WILLEN.
Nicht wegen der anderen Person, WEGEN DIR.

Wenn du vergibst, lässt du nicht zu, dass diese Enttäuschung/Verletzung einen Tag länger deine Gedanken und deine Gefühle vergiftet, deine Persönlichkeit zerstört und dich fertig macht.
Wenn du vergibst, nimmst du der Waffe, die auf dich abgefeuert wurde, die Munition.
Vielmehr richtest DU zielsicher die Waffe gegen den Teufel, indem du sagst: „Schau an: Es war dazu gedacht, dass ich eine gebrochene, verletzte und verbitterte Person werde. Aber ich vergebe. Du kannst mir gar nichts.“

Ich verspreche dir:
Wenn du der Person, die dich so verletzt hat, und dir so viel Böses zugefügt hat, vergibst, wird diese Situation KEINE negativen Auswirkungen auf deine Persönlichkeit haben.
Ist also Vergebung eine mächtige Waffe oder was?!
Vergebung ist pure Machtausübung.

 

3. Wie man vergibt.

 – Du musst es nicht fühlen.

„Joanna, ich will ja vergeben, aber es tut sooo weh!“

Vergebung hat nichts damit zu tun, dass du den Schmerz nicht mehr fühlst.
Keine Verletzung wird mit der Zeit einfach so schwächer, darauf kannst du lange warten.
Sie wird höchstens nicht mehr so präsent, kann aber ihre zerstörerische Wirkung ungeachtet weiter entfalten (und manchmal wird sie sich ganz überraschend zeigen, z.B. beim Treffen der Person oder in Trigger-Situationen).

Vergebung ist eine Entscheidung.
Absolut freiwillig.
Niemals unter Zwang.
Du vergibst, indem du checkst, was eigentlich abgeht:
Ja, Vergebung kostet dich vielleicht Überwindung, ABER UNVERGEBENHEIT KOSTET DICH DEIN LEBEN.

Du erkennst, was hinter den Kulissen (= in deinem Herzen) passiert, übernimmst Verantwortung für dein Leben, und machst eine Ansage:
„Schlimm genug, was damals passiert ist. Aber ab sofort werde ich nicht länger zulassen, dass dieses Erlebnis mein Leben dauerhaft zerstört. Person XY, ich vergebe dir. Ich lasse dich los. Alles, was du mir angetan ist, ist dir verziehen. Ich werfe es dir nicht länger vor.“
(Und wenn du dabei weinst, ist es nicht schlimm. Es gilt auch, wenn man dabei weint.)

Das ist eine der mächtigsten und weitreichendsten Entscheidungen, die du jemals für dein Leben treffen kannst.
Du hast ja keine Ahnung, wie entscheidend das dein Leben zum Guten wenden wird.

Der Schmerz wird dann ganz von alleine verschwinden, vertraue mir.
Und nie mehr wiederkommen.

– Du brauchst keine Reue oder Entschuldigung des Gegenübers.

Natürlich fällt es einem emotional leichter, loszulassen, wenn der Schuldige das, was er dir angetan hat, bereut und das zum Ausdruck bringt.
Aber darauf würde ich niemals warten (Wenn ich der Teufel wäre, würde ich dich darauf einfach jahrelang warten lassen. Am besten für immer.)

Die Entscheidung, der Person die Schuld innerlich zu erlassen, hat NICHTS mit ihrem Verhalten und ALLES mit deiner inneren Gesundheit zu tun.
Du entfernst ihr Gift am effektivsten, wenn du sagst: „Person XY, Ich lasse dich los. Ich fordere keine Wiedergutmachung ein. Ich verzeihe dir vollkommen, als ob es nie passiert wäre.“

In Wahrheit ist das die EINZIGE Methode, das Gift zu entfernen:
Entweder du hältst es der Person vor „Du hast mein Leben zerstört! Du hast mir wehgetan!“, lebst mit den Konsequenzen, die das dann jahrelang für dich hat, und räumst der Person daraufhin ganz schön viel Macht über dein Leben ein.
Oder du verzeihst ihr für immer, und übst damit selbst Macht aus.

Eine Alternativoption existiert nicht.

– Zu Vergeben heißt nicht, dass man weiterhin Umgang mit der Person hat oder sie jemals wiedersehen muss.

Wichtiger Punkt:
du kannst jemandem, nachdem du ihm vergeben hast, zwar frei begegnen (das merkst du daran, dass – wenn du ihn siehst – keine ekligen Gefühle in dir aufsteigen, die du nicht kontrollieren kannst).
Aber das bedeutet nicht, dass du weiterhin dauerhaft mit dieser Person Kontakt haben musst!
Vor allem nicht, wenn keine Änderung ihrerseits in Sicht ist – das würde bedeuten, sich immer und immer wieder erneut den Verletzungen auszusetzen.
Das wäre das Dümmste überhaupt.

Das sieht dann so aus, dass du der Person zwar das Damalige nicht vorwirfst, aber den Umgang mit ihr einschränkst oder gar erstmal ganz unterbindest, weil ihre unverändert negative Art dir nicht gut tut.
Ist ja auch logisch, wer umgibt sich gerne mit Menschen, die einen immer wieder schlecht behandeln?
Allerdings ist Vergebung so mächtig, dass theoretisch ein erneuter Umgang jederzeit möglich wäre (weil du ja nichts mehr gegen diesen Menschen hast) – das macht aber tatsächlich nur Sinn, wenn sich derjenige wirklich geändert hat.

Du kannst dich von Menschen trennen und ihnen TROTZDEM vergeben haben.
Das hat etwas mit Selbstwürde und Selbstrespekt zu tun.

Pro-Tipp:
Oft genug ist erst eine Verletzung der ausschlaggebende Grund zu einer Trennung, die eigentlich schon längst fällig war.
Wenn du jetzt noch der Person vergibst, wirst du sehen, dass es dich in Wahrheit weiter gebracht hat, denn zurückgeworfen.

„Aber Joanna, mich hat das, was diese Person getan hat, tatsächlich zurückgeworfen! Praktisch, finanziell, gesundheitlich.“

Ich verstehe.
Aber jetzt noch ZUSÄTZLICH nicht zu vergeben, wäre der Supergau.
Dann bist du für immer die, der übel mitgespielt wurde.
Die, die betrogen und belogen wurde.
Die, die das Opfer eines Arschlochs ist.
Die, die enttäuscht und beklaut wurde.
WILLST DU DAS SEIN?!

Oder willst du lieber diejenige sein, die aus der miesesten Situation als strahlender Sieger hervorgekommen ist?
Diejenige, die so kühn, so leichtfüßig, so vertrauensvoll (nicht zu verwechseln mit naiv), so zuversichtlich in die Zukunft schaut, wie wenn sie NOCH NIE verletzt worden wäre?
Willst du diese Person sein, die Dinge vergeben hat, die eigentlich ein Mensch kaum vergeben kann, weil sie erkannt hat, dass ihr eigenes Leben viel zu kostbar für Gift ist?
Diejenige, die aus Scheiße Gold gemacht hat?
Willst du diese Person sein, hinter deren Rücken nicht „Seitdem ist sie gebrochen.“ geflüstert wird, sondern voller Bewunderung als leuchtendes Beispiel vielen vorangeht – wie wenn nie etwas Schlimmes passiert wäre?

Dann ist Vergebung für dich die einzige Option.

– Wie du ganz praktisch vorgehst, wenn du vergibst.

Ich würde nicht auf „Heute fühle ich mich danach.“ warten, sondern – wenn du wirklich ergriffen hast, worüber ich geschrieben habe – sofort handeln.
Auf der Stelle.
Jeder Tag ohne dieses Gift ist ein Gewinn für dich.
Du musst die Person nicht sehen oder sprechen, du solltest aber unbedingt LAUT sagen:
Person XY, ich vergebe dir alles, was du mir angetan hast. Ich erlasse dir deine Schuld.

Und dann bleibst du dabei.
Und schickst vehement alles weg, was dir erneut erklären will, warum es doch so schlimm war, und du jedes Recht auf’s Verletztsein hast, und weißt du noch, wie das Arschloch… usw.
STOP. Vergeben ist vergeben.
Jil hat zu mir gesagt: „Wenn du jemandem wirklich vergeben hast, kannst du ihn hinterher nicht mal mehr als Arschloch bezeichnen. Weil du es ihm nicht zurechnest. Selbst, wenn es wirklich eine Arschloch-Aktion war.“

Vergebung ist pure Heilung, echte Machtausübung, die Befreiung aus dem inneren Gefängnis.
Vergebung ist Größe und Stärke.
Vergebung ist der Lifestyle einer Liebesbotschafterin.

Vielleicht galt Vergebung bisher als Old School, aber das ist jetzt vorbei.
We make Vergebung great again.

Liebesgrüße
Joanna

 

Was du tun kannst, wenn du ungerecht behandelt wurdest.“ – Dieser Text wird dir auch weiterhelfen.

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46 Comment

  1. Reply
    Daniela H
    18. September 2018 at 16:54

    Mir fehlen die Worte. Also Dank Dir. Das hat gut getan. Ich werde es umsetzen.

    1. Reply
      Joanna
      19. September 2018 at 9:09

      ♥!!

  2. Reply
    Nicole
    18. September 2018 at 17:57

    Toller Beitrag, der gerade meinen Nerv trifft. Ich habe alles richtig gemacht.

    Habe vergeben vor gerade mal 2 Wochen…fühle mich nun viel befreiter…einzig dein Satz, der glaube ich sagte, dass sogar Kontakt wieder möglich sei, aber nur, wenn der andere sich verändert habe macht mich stutzig…

    Ich für mich habe eigentlich den Gedanken, dass sogar Kontakt wieder möglich ist, weil ich meine Erwartungen an diese Person völlig runtergeschraubt habe…Ich bin überzeugt, dass ich es wirklich so handhaben kann und zufrieden damit sein werde. Die Person kann und wird sich nicht ändern und ich akzeptiere es.

    Herzlichen Dank für deine Posts. Ich lese hier und bei Instagram total gern von dir, kommentiere aber nur selten.

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Reply
      Joanna
      19. September 2018 at 9:10

      Ja, das kann man dann individuell entscheiden ;), du hast recht.

    2. Reply
      Marina Wolf
      19. September 2018 at 19:54

      Du hast mir aus dem Herzen gesprochen. Ich hoffe ich bin so stark, die zu akzeptieren.

  3. Reply
    Mila
    18. September 2018 at 18:53

    Sehr starker Text. Und wenn’s doch mal nicht ganz so einfach geht mit dem Vergeben, dann kann ich die „Kuby-Methode“ empfehlen. -> Die Situation, die einen mit der Person am heftigsten verletzt hat, im Drehbuchstil (also in der Gegenwart) inklusive wörtlicher Rede und Allem genau so aufschreiben, wie man sich an sie erinnert. Und dann, wie einen Film, umschreiben. Ich hab beim Schreiben ganz oft gemerkt, dass die Person sich nicht so einfach umschreiben lässt, eine eigene Stimme entwickelt und ich ganz viele Hintergrund Infos erfahre, die mir dann helfen, das Geshcehene auch rational zu verstehen. Mir hat das mal wahnsinnig beim Vergeben aller möglichen Dinge geholfen und es ist ein wirklich starkes Tool. (Stärker als Tagebuchschreiben, weil man am Ende seine eigene Wirklichkeit kreiert. Und da das Gehirn meist nicht unterscheiden kann, welche Wirklichkeit nun wirklich passiert ist und ganz viel von dem, was wir „wahr“nehmen total subjektiv ist, funktioniert das wirklich gut!)

  4. Reply
    Dickmadam
    18. September 2018 at 19:58

    Liebe Joanna, vielen Dank für den Beitrag. Eigentlich weiss ich das ja schon lange, aber es nochmal in deinen Worten formuliert zu lesen, gibt einem den entscheidenden Stubs

  5. Reply
    Helene
    18. September 2018 at 21:36

    Amen! Sowas von wahr – ein ganz wichtiger Post!

  6. Reply
    Susi
    18. September 2018 at 23:12

    Toller Beitrag! Und so wahr!

  7. Reply
    Minu
    19. September 2018 at 0:59

    Also wenn ich dich nicht schon seit Jahren lieben würde, allerspätestens jetzt wäre es soweit; Joanna, du bist der Hammer. Und an alle Mitlesenden da draußen, richtig gut zuhören, das ist tatsächlich der einzige Weg! Glaubt mal einer Chemomieze, der es gerade verdammt elend geht und die es auf die harte Tour lernen musste. Mein Krebs ist nur noch die Sahnehaube auf ner langen Leidensgeschichte, die Krönung irgendwie. Und dabei kann ich Lebensfreude so richtig gut, im Ernst. Ich hatte die letzten Jahre mehr Spaß in Kliniken oder irgendwelchen Rehas, als sooo viele Gesunde in meinem Umfeld, komisch komisch (kurze Info: roter Lippenstift und rotes Flatterkleidchen funktionieren auch und gerade auf Klinikfluren) . Nur eins hab ich unterschätzt….. und darum „Jaaaa“ ans Universum (oder an wen auch immer), ich hab’s ja jetzt begriffen: Ohne Vergebung geht es nicht. Irgendwem Macht über das eigene Leben einzuräumen, macht einen im günstigsten Fall „nur“ unzufrieden. Oder eben so richtig beschissen krank. Und das braucht kein Mensch.

    1. Reply
      Joanna
      19. September 2018 at 9:11

      Danke für deine Worte, liebe Minu!
      Ganz viel Kraft für dich ♥♥♥!!!

  8. Reply
    Kiara
    19. September 2018 at 7:06

    Danke Joanna! Ein Hammer Text – und so so wahr… weißt du worüber ich so glücklich bin? Dass ich dich gefunden habe. Und weil ich dich gefunden habe, räume ich Stück für Stück mit so vielen „teuflischen“ Denkmustern und Verhaltensweisen auf. Und das Beste: Schon jetzt profitieren meine Kinder davon. Sie bekommen schon in ganz jungen Jahren ganz viel Liebesbotschaft mit und können dann, ohne vorher auch wieder ihre Seele von Müll befreien zu müssen, einfach glücklich los leben! Liebesbotschaft – das beste Reinigungsmittel für die Seele, das man sich nur wünschen kann! Danke danke danke!!

    1. Reply
      Joanna
      19. September 2018 at 9:12

      „Schon jetzt profitieren meine Kinder davon. Sie bekommen schon in ganz jungen Jahren ganz viel Liebesbotschaft mit und können dann, ohne vorher auch wieder ihre Seele von Müll befreien zu müssen, einfach glücklich los leben! “ – es ist tatsächlich genau. so.
      Ich sehe das an meinen eigenen Kindern ;))).

  9. Reply
    Christina
    19. September 2018 at 9:59

    Dieser Text ist wundervoll. Du hast mich gerade zu Tränen gerührt.

    Zum Thema „Kontakt abbrechen mit Menschen, die mir nicht gut tun“ wünsche ich mir von dir irgendwann noch mal einen eigenen Post. Du sprichst das in diesem Text ja kurz an. Ich persönlich finde das nicht einfach, vor allem wenn es um sehr nahe stehende Personen geht, wie Freunde oder Familienangehörige.

    Ich liebe deine Inspirations-Texte und drucke sie mir regelmäßig aus.
    Wann erscheint endlich ein Buch mit deinen gesammelten Werken? 🙂
    Würde mich sehr freuen.

    Christina

  10. Reply
    Sandra
    19. September 2018 at 12:43

    Joanna, ich Danke Dir von Herzen für diesen Beiteag.
    Als ich diesen gerade las, saß ich in der Sonne und dachte darüber nach, dass ich meinen Bruder für das was er meiner Schwester und mir seit 1.5 Jahren antut (Erbstreit) , hasse. So richtig hasse. Und ihm nie vergeben, ihn vor Gericht zerren will, etc. Dieses Gefühl begleitet mich seitdem.

    Und jetzt? Jetzt weine ich, weil Du mich mit Deinen Worten direkt ins Herz triffst.

    Ich möchte niemals mehr Kontakt mit ihm, aber trotzdem werde
    ich vergeben. Das ist mir durch Dich klar geworden. Das Leben ist zu kurz für die von Dir beschriebene negative Energie.

    Danke, Joanna. So sehr.

    1. Reply
      Joanna
      19. September 2018 at 12:55

      So soooo gerne!
      Und das „Ich will nie mehr Kontakt mit ihm“ kannst du auch gleich wieder kippen, denn das ist Unvergebenheit (nur versteckt).
      Du musst völlig frei sein, wieder mit ihm zusammen zu sein, wie wenn nie etwas passiert wäre – das siehst du ja dann, wenn es so weit ist ;).

  11. Reply
    Vivian
    19. September 2018 at 16:53

    Liebe Joanna, es ist verrückt…. Gerade heute wollte ich eine Person anrufen und meine Wut und Enttäuschung raushauen… Dann kam eine Email das ein neuer Post von dir da ist…. Als ich ihn gelesen habe dachte ich mir…. WOW… Es ist schwer aber machbar. Als ich deinen hervorragenden Artikel las, kam ich mir plötzlich lächerlich vor, diese Person anzurufen und auf gut deutsch, zur sau zu machen, ich verspürte Mitleid zu diesem Menschen. Joanna du hast mich vor einer grossen Dummheit bewahrt. Danke

    1. Reply
      Joanna
      19. September 2018 at 19:37

      WOW! Das freut mich riesig!!!!

  12. Reply
    Kristina
    19. September 2018 at 18:14

    Wunderbarer Post, der-wie alle- in meiner Sammlung gelandet ist (nur für den Fall, dass du hier irgendwann deine Arbeit erledigt hast und alle Social media- Kanäle abbaust und auswanderst, um unter Palmen deinen Gedanken nachzuhängen, weiß man’s?) Ich habe gestern eine Situation gehabt, in der ich echt dachte, was jetzt? Wie reagiere ich entschieden, angemessen und doch nicht verletzend, aber klar und deutlich? Und dann habe ich deinen Post zum Thema „Was du alles aushalten musst, damit nichts Schlimmes passiert“ wieder ‚rausgekramt. Und dann kam die Inspiration. Ich löse Dinge mittlerweile, nein , besser, ich geh von Anfang an ganz anders an Sachen ran. Es geht mir nicht um Vergeltung, sondern um Klarheit. Was für ein tolles Wort du da in meinen Sprachgebrauch gebracht hast! Am Ende meines Falles fühlte sich keiner verletzt, sondern alle waren froh, dass es angesprochen wurde und ich für mich war wieder im Reinen. Ich habe etwas für mich entschieden und nicht gegen andere, das ist ein großer Unterschied. Es war eine wiederkehrende Situation und ich bemerkte, dass ich bereits darauf lauerte und dann kam die Bemerkung und ich ärgerte mich. So etwas spüren die anderen, wissen aber nicht, was los ist, wenn man nichts sagt und still für sich leidet. Solche Gefühle will ich in meinem Leben nicht, niemand ist bei mir in Bringschuld oder in der Pflicht und ich will mich so nicht fühlen, dass ich darauf warte oder verletzt, verärgert bin, wenn es nicht erfolgt. Davon kann ich mich völlig frei machen und daran arbeite ich. Ein unglaublicher Zugewinn an Lebensfreude und Selbstverantwortung. Dankeschön.

  13. Reply
    Heike Nickel
    19. September 2018 at 18:34

    Hallo Joanna, starker Text und sehr gut geschrieben !!
    Ich habe die Kommentare nicht gelesen, möchte Dir aber selbst einen Kommentar hier schreiben.

    Ich bin völlig Deiner Meinung , man sollte sich nicht in Verzweiflung und Verletztheit suhlen.
    Aber dieser Weg braucht Zeit, ich weiss dieses aus eigener Erfahrung mit meiner Mutter.
    Zu der Verletztheit kommen Selbstzweifel bis hin zu Schuldgefühlen, auch wenn Dir Deine eigene Familie den Rücken stärkt.
    Man dreht sich im Kreis mit seinen Gedanken und braucht wieder und wieder Impulse das Erlebte zu verarbeiten.
    Die Zeit bzw. Abstand bis hin zur endgültigen Trennung , welche in meinem Fall sehr sehr schmerzhaft war, sind nötig.
    Heute kann ich sagen das sich meine Sichtweise und meine Seele erholt haben ! Gott sei Dank !
    Aber ich habe meiner Mutter nicht vergeben, dazu hat sie mich zu sehr verletzt. Aber ich bin auch nicht verbittert.
    Ich würde den Begriff Vergebung eher mit Gleichgültigkeit umschreiben.
    Heute kann ich ihr begegnen ohne sofort panisch zu werden.
    Aber wie gesagt, ich habe 3,5 Jahre gebraucht um diese Denkweise zu erreichen!

    Danke für Deinen Text und herzliche Grüße

  14. Reply
    Mumbai
    19. September 2018 at 19:13

    Gott sei Dank hatte ich nie Probleme mit Vergeben, Verzeihen. Es ist Befreiung und
    Freiheit und gut fuer alle Beteiligten.

  15. Reply
    Frieda
    19. September 2018 at 19:47

    Ich habe vor einiger Zeit ein Zitat gelesen, dass deinen Text quasi vorwegnimmt oder zusammenfasst: „Verzeihen heißt, einen Gefangenen zu befreien und zu entdecken, dass man selbst der Gefangene war.“ Lewis B. Smedes
    Es sind so wahre Worte, denn alles andere als Vergeben macht einen nur selber kaputt.

  16. Reply
    Maria
    19. September 2018 at 20:49

    Wow! Du begeisterst mich. Bewegst mich. Was für eine inspirierende, kluge und schöne Frau du bist! Weiter so!

  17. Reply
    annette schwarz-fröbisch
    20. September 2018 at 20:06

    Danke. Dafür das es Dich gibt!

    Alles Liebe Annette

    1. Reply
      Joanna
      21. September 2018 at 7:54

      ♥!

  18. Reply
    Sabine Arlt
    21. September 2018 at 9:09

    Hallo Joanna, super Text! Kann ich mir, wenn’s mich betrifft gut vorstellen. ABER, in ABERS bist du ja spitze, was mache ich, wenn’s mein Kind betrifft? Wie kann man einem Vergewaltiger oder Kingderschänder verzeihen? LG Sabine

    1. Reply
      Joanna
      22. September 2018 at 13:25

      Wenn du den Text wirklich verstanden hast, ist die Antwort doch ganz klar ♥.

      1. Sabine
        23. September 2018 at 12:54

        Ich muss den Text nochmal lesen

  19. Reply
    antje
    21. September 2018 at 16:38

    … fast alles, was du über das Vergeben schreibst, kann ich fühlen und leben…

    Bis auf dies (wenn ich es richtig gelesen habe):

    Du schreibst im Text, dass man vergeben hat, wenn man keine ekeligen Gefühle hat, wenn man die Person sieht und zu einem Kommentar schreibst du, wenn man jemanden nicht mehr sehen will, hat man ihm nicht vergeben.

    Das erlebe ich anders.

    Es gibt Menschen, denen habe ich von ganzem Herzen vergeben, aber ich möchte sie nicht in meiner Nähe wissen, weil ihre Energien bei mir Bauchgrummeln auslösen und mir nicht gut tun…

    LG Antje

    1. Reply
      Joanna
      22. September 2018 at 13:24

      Die Antwort ist Punkt 3, Absatz 3 ;).

  20. Reply
    Nadja
    22. September 2018 at 14:00

    Wie recht du hast, liebe Joana! Funktioniert, wie ich aus eigenen schmerzhaften Erfahrungen bestätigen kann. Nur in einem Punkt gehe ich nicht ganz mit: Es gibt tatsächlich Dinge, die man einfach nicht vergeben kann, die absolut unverzeihlich sind. Vergebung wäre dann nur Verrat an mir selbst – und das kommt überhaupt nicht in Frage! Dennoch kann man auch damit gut leben lernen, indem man seinen Frieden damit schließt. Ich bleibe bei mir und erteile dem anderen keine Absolution. Haken dran.

    1. Reply
      Joanna
      22. September 2018 at 14:46

      Zitat:
      „Ich schreibe das nicht, um kontroverse Diskussionen auszulösen oder zu polarisieren.
      Ich schreibe, wie es IST und was dir WIRKLICH hilft, ob es dir gerade emotional passt oder nicht, ist nicht so entscheidend.“
      ;)))

      1. Nadja
        22. September 2018 at 20:41

        Meine Intention war definitiv keine Diskussion – kontrovers oder nicht. Und manchmal IST es (für andere) ein wenig anders richtig. WIRKLICH. 😉

      2. Supergute Fee
        27. September 2018 at 20:13

        Ich möchte mich mal kurz einmischen:
        Liebe Nadja, ich finde, je schlimmer die Dinge sind, die jemand getan hat, umso wichtiger ist es, dass man verzeiht. Ich weiß, was Du meinst, wenn Du sagst, dass Vergebung ein Verrat an Dir selber wäre. Ich dachte früher auch so. Der Andere mag eine Strafe verdienen, aber das ist nicht Dein Job. Dazu kommt, dass es den Anderen nicht straft, wenn Du Groll hegst. Meist bekommt er/sie das nicht mal mit. Aber die Person, die nicht verzeiht, zerfrisst der Groll. Irgendwann sieht man es dir an, vielleicht wirst du krank und du wirst immer wieder daran denken und dann voller Hass, Wut und anderer Gefühle sein, die nicht liebevoll sind. Es gibt kein Gestern und kein Morgen. Nur den Moment. Es wäre Verrat an Dir selber, wenn Du Deine Seele mit Groll quälst. Ich schrieb es auf meinem Blog (zur Zeit offline) schon, und schreibe es sehr gerne an dieser Stelle nochmal:
        Groll hegen ist wie Gift nehmen und hoffen, dass ein anderer daran stirbt.

  21. Reply
    Lena
    22. September 2018 at 21:01

    Liebe Joanna,
    Ich sitze gerade in meinem Bett in folgender Lebenssituation: vor einer Woche vom Partner aus heiterem Himmel verlassen, Schwiegereltern in Spe die einem noch böse mitspielen. In einer Stadt, in die wir zusammen gezogen sind um uns eine Zukunft aufzubauen. Jetzt bin ich allein, über 700km weit weg von Familie und Freunden, würde dies momentan tatsächlich als meine persönlich schwierigste Lebenslage beschreiben. Aber dein Text hat gibt mir Kraft, dass alles für mich ins Positive zu wandeln.

    Danke!

  22. Reply
    Sigrid
    23. September 2018 at 20:40

    Liebe Joanna,
    für mich ist das der bisher großartigste Text von Dir überhaupt. Ich heule gerade – der Schmerz ist halt da, aber Deine Worte tun sooo gut! ♡
    So viele Jahre habe ich selber gespürt, wie mich das Nicht-Vergeben vergiftet, und trotzdem…manchmal habe ich regelrecht Genugtuung verspürt, mich in dem mir angetanen Unrecht zu suhlen. Ich = gut und unschuldig, Er = böse. Klingt doch toll, so richtig nach Prinzessin, die gerettet werden muss! Man kann das ja so richtig kultivieren. Und jedes Mal, wenn es doch besser wurde und der Schmerz kaum noch zu spüren war, kam eine Erinnerung hoch, mit schöner Regelmäßigkeit. Ich hab es so satt – es bremst aus, kostet so viel Energie und wirft seinen Schatten über alles. Ich will jetzt vergeben – der Augenöffner für mich war „Nicht wegen der anderen Person. WEGEN DIR.“ So ist es. Ich tue das für mich. Schluss mit dem Gift.

    Tausend Dank. ♡♡♡

    1. Reply
      Joanna
      24. September 2018 at 10:40

      „Manchmal habe ich regelrecht Genugtuung verspürt, mich in dem mir angetanen Unrecht zu suhlen. Ich = gut und unschuldig, Er = böse. Klingt doch toll, so richtig nach Prinzessin, die gerettet werden muss! Man kann das ja so richtig kultivieren.“
      Das ist so soooo tief, was du da geschrieben hast, Sigrid.
      Es ist genau SO!

      Das gibt dann einem noch so ne Art Kick, dass man leidet…
      Aber damit ist bei dir jetzt Schluss ♥!
      Ich freue mich riesig darüber!!!

      Und man darf auch kurz weinen dabei ;).. geht wieder vorbei ;).

      1. Sigrid
        2. November 2018 at 10:18

        Liebe Joanna,

        Dein Vergebungs-Post ist jetzt schon etwas älter, beschäftigt mich aber immer noch. Vielleicht liest Du das hier nicht, ist auch egal, ich wollte nur eine Rückmeldung geben, denn Du bist quasi ständig in meinem Kopf! 😉

        Ich bin Deinen Anweisungen gefolgt und habe „meinem Übeltäter“ vergeben bzw. wiederhole das auch noch ab und zu. Aber fast sofort habe ich eine Veränderung gespürt – ich konnte vorher nur ganz schwer seinen Namen über die Lippen bringen und hab ihn jedes Mal, wenn er in meinem Kopf auftauchte, mit üblen Schimpfnamen bedacht und ihm die Pest an den Hals gewünscht. Und neulich hat er sich einfach mal so in ein Gespräch geschlichen, mit seinem Namen, ganz neutral, als wäre er eine Person wie jede andere auch für mich…was war ich überrascht! Und wie befreiend zu spüren, dass das Gift die Wirkung verliert!

        Gestern bin ich zum Feiertags-Besuch bei meinen Eltern völlig unvorbereitet in eine grauenhafte Stimmung aus jahrealtem Groll und Nicht-Vergeben geraten. Es war furchtbar, und ich steckte schon fast bis zum Hals drin, bevor ich es gemerkt habe. Aber ich habe es gemerkt und die Reißleine gezogen. Und heute drucke ich meiner Mutter Deinen Text aus. Manchmal muss halt auch mal die Tochter der Mutter was beibringen. 😉

        Liebste Liebesgrüße! ♥

      2. Joanna
        5. November 2018 at 10:08

        Du kannst dir überhaupt nicht vorstellen, wie sehr ich mich über diesen Kommentar freue, liebe Sigrid!

        „Und neulich hat er sich einfach mal so in ein Gespräch geschlichen, mit seinem Namen, ganz neutral, als wäre er eine Person wie jede andere auch für mich…was war ich überrascht! Und wie befreiend zu spüren, dass das Gift die Wirkung verliert!“ – da habe ich fast weinen müssen vor Freude.
        WIE WUNDERSCHÖN ♥!!!

  23. Reply
    Sascha
    27. September 2018 at 2:05

    Du bist SUPER Danke Danke Danke für Deine wertvollen Worte. Ich hab Sie gleich umgesetzt.

    1. Reply
      Joanna
      27. September 2018 at 9:36

      Großartig, Sascha ♥!

  24. Reply
    Koch
    27. September 2018 at 11:55

    Liebe Joanna,
    vor ein paar Tagen beim Radfahren fiel mir Dein Post ein. Ich dachte an eine frühere Chefin, die mich wirklich bis auf´s Blut gepiesackt hatte. Ich hab wegen ihr einen tollen Job aufgegeben. Sie ist mittlerweile verstorben, aber ich war immer noch verletzt von der Art wie sie mich behandelt hatte. Ich vergab ihr und im selben Moment fuhr ein LKW vorbei und der Name dieser Chefin (übrigens kein sehr häufiger Name) stand groß geschrieben auf dem Anhänger. Ich dachte, das gibt es gar nicht! Da waren göttliche Kräfte am Werke! Das kann kein Zufall gewesen sein! Dank´Dir für Deine tollen Posts!!!
    Liebe Grüße Birgit

    1. Reply
      Joanna
      28. September 2018 at 16:26

      Wahnsinn!!!

      (Und du hast das übrigens ganz großartig gemacht! Stolz auf dich bin!)

  25. Reply
    Jasna
    17. Dezember 2018 at 14:15

    Warum Selbst-Vergebung die zweite wichtige Waffe und großer Schlüssel zur Freiheit ist. Und die einzige Option.

    1. Vergebung bedeutet auch dir selbst zu vergeben.

    2. Warum Selbst-Vergebung die einzige Option für dich ist.

    3. Selbst-Vergebung ist kein Nachgeben und kein Gutheißen.

    4. Wie man sich selbst vergibt.

    – Du musst es nicht fühlen.

    – Du brauchst keine Reue oder Entschuldigung für dich als Person, es geht hier nur um ein Verhalten oder Gedanken und Gefühle. (Niemals um Dich. Denn Du bist die Liebe.)

    – Zu Vergeben heißt nicht, dass man weiterhin dieses Verhalten zeigt oder solche Gedanken jemals wieder erlaubt.

    Pro-Tipp:

    – Wie du ganz praktisch vorgehst, wenn du dir selbst vergibst.

  26. Reply
    Jasna
    17. Dezember 2018 at 14:17

    Liebe Joanna,

    vielen Dank für diesen wunderbaren Text. Ich habe ihn für mich selbst ‚übersetzt‘, um auch mir selbst zu vergeben.

    Alles Liebe!

    1. Reply
      Joanna
      17. Dezember 2018 at 17:51

      Hast du ganz großartig gemacht, liebe Jasna ♥️!!!

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