Inspiration

Über die Angst nicht schön, schlank, jung genug zu sein.

Gestern Abend fuhr ich mit einer meiner Töchter ans Meer.
Als die Natur entlang den Landstrassen in ihrer vollen Pracht an uns vorbeirauschte, wir langsamer wurden, als wir die kleinen Dörfer mit ihren unebenen Straßen und schiefen Häuschen durchquerten, auf dem Weg Rehe entdeckten, die sich in hohen, schnellen Sprüngen vom Weg entfernten, sprachen wir lange und angeregt über die Schönheit im Allgemeinen, die Selbstwahrnehmung der Frau, die Veränderung des Körpers im Alter und den Umgang mit Idealen in diesem Bereich.

Mir wurde bewusst, dass dieses Thema viel tiefer reicht, als die meisten von euch glauben, und viel entscheidender für die Lebensqualität ist, als man zunächst vermutet.
Zu oft wird Schönheit mit Oberflächlichkeit gleichgesetzt.
Tatsächlich aber sind wir Wesen, die in einem Körper leben, also sind wir ständig damit konfrontiert – ob wir das wollen oder nicht.

 

Mit den Worten von Peter Parker Alias Spiderman ausgedrückt:
With great power comes great responsibility.“

Und wenn ich euch meine Power zur Verfügung stellen kann, damit ihr hinterher glücklicher, freier, strahlender und selbstbewusster seid, dann bin ich meiner Verantwortung gerecht geworden.

Bereit?

1. 

Es ist ganz egal, ob dir das gefällt oder nicht.
Es spielt keine Rolle, ob du dafür oder dagegen bist, ob du dich überhaupt mit dem Thema beschäftigst oder es links liegen lässt.

Die Wahrheit lautet:
Frauen werden seit Jahrtausenden über ihr Aussehen definiert.
Männern wurde schon immer Macht, Intellekt, Erfolg, Reichtum, Einfluss zugestanden – das sind die Kriterien, nach denen sich ihr Geschlecht messen durfte (ob das gut oder schlecht ist, ist nicht das heutige Thema).
Frauen mussten einfach nur schön sein – je schöner sie waren, umso höher war ihr Wert.
Dieses Bewusstsein ist in jeder Gesellschaft betonfest zementiert.

Und das lautet übersetzt:
Bist du schön = bist du liebens- und begehrenswert = insgesamt wertvoller und glücklicher.
Bist du nicht so schön = bist du weniger/kaum/gar nicht liebens- und begehrenswert.

Die Frauen wurden auf das Äußere reduziert und das ist natürlich die wirkungsvollste Methode, ihre Persönlichkeit klein zu halten und auszulöschen.

Sich davon frei zu machen, geht nicht mal eben über einen „Ich bin schön, wie ich bin.“ – Kühlschrankspruch, nicht über einen „Schaut mal, ich habe Cellulite, aber hey, zwei gesunde Kinder, das ist doch das Wichtigste.“ – Instagram-Post und nicht über ein gelegentliches „Aber für mein Alter habe ich mich gut gehalten.
Das ist ein schwaches Geplapper und bringt außer einer gelegentlichen Stimmungsaufhellung nichts.
Die Schönheitsideale aber sitzen tief.
Tiefer als dein Aussehen, tiefer als deine Erziehung, tiefer als ein kurzer Trost, weil eine andere Frau „auch Akne hat.“ und dazu steht.

Wer nun dagegen argumentiert, dass endlich auch Frauen Girlboss sein, Länder regieren und wissenschaftliche Erfolge feiern können, und dass deshalb Schönheitsideale nicht länger gelten, der irrt sich gewaltig.
Ja, die Frauen haben große Fortschritte gemacht.
Das Schönheitsideal aber hat sie nicht verlassen – es hat sich einfach nur andere, NOCH wirkungsvollere Bereiche gesucht.

Wie eine „schöne“ Frau aussah, konnte man früher höchstens an den Frauen der Umgebung erkennen.
Später kamen dann Filmstars und Models dazu – wenige Personen, deren Aussehen zwar himmlisch perfekt, aber dafür unerreichbar war.
Durch die Sozialen Medien-Kanäle gab es einen bis dahin nie gekannten Boom an schönen Frauen: Ob sie durch Filter, Bearbeitungsapps, chirurgische Eingriffe zu diesen wurden, spielte keine Rolle mehr.
Nun hatte jeder die Chance, sich täglich zigfach zu vergleichen, denn die Frauen und Mädchen von Nebenan überschwemmten mit ihrem Content in Form von Bildern und Videos die gesamte digitale Welt.
Sie dominierten sie auch: Der daraus resultierende Erfolg belohnte die Schönen, die Jungen, die Schlanken, die Makellosen, die dem aktuellen Ideal Entsprechenden.

Es mag sein, dass einige meiner Leser von dieser Entwicklung nichts mitbekommen, weil sie einer anderen Generation angehören und dementsprechend kaum online unterwegs sind.
Das ändert aber nichts daran, dass es eine Parallelwelt gibt, in der das Schönheitsideal präsenter ist denn jemals zuvor.
Junge Mädchen und Frauen werden bombardiert mit makellosen Gesichtern und Körpern, chirurgische Eingriffe werden offen kommuniziert und verharmlost, damit die Hemmschwelle immer niedriger wird („ich fühlte mich einfach nicht wohl.„) und die Möglichkeiten, sich daran zu messen und das harte Urteil „Das ist schön. Das ist nicht schön.“ zu fällen, sind so zahlreich wie noch niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte.

Die Verknüpfung Schön = Erfolgreich ist nun so platt wie noch nie zuvor und zum Greifen nahe.
Es braucht dafür nur ein bisschen mehr Sport, die eine oder andere Einspritzung oder Schönheits-OP, richtig?

2. 

Weil das Thema so präsent ist, gibt es vor allem 2 Arten des Umgangs damit.

ENTWEDER:
Du stürzt dich in den Wettbewerb und machst nach allen Regeln der Kunst mit.
Die Möglichkeiten der Optimierung des eigenen Körpers sind beinahe unendlich und können enorm viel Geld und Lebenszeit in Anspruch nehmen.
Hast du in der Gen-Lotterie gute Karten bekommen oder entsprechend viel verändert, wirst du eventuell tatsächlich Anerkennung und Zustimmung ernten – vielleicht sogar Erfolg.
Das Sonnen im Glanze deines guten Aussehens ist allerdings von kurzer Dauer: Die Prime-Time der Frauen ist zeitlich sehr begrenzt, danach bist du mit Schadensbegrenzung beschäftigt.
Zusätzlich werden täglich neue Frauen an den Markt gespült und das bedeutet, dass du jedes mal erneut mit ihnen in Konkurrenz treten musst.
Das wird ein sehr stressiges Leben.
Obendrauf hast du dein Leben mit Investment in Äußerlichkeiten verbracht und so trifft der Vorwurf der Oberflächlichkeit voll ins Schwarze.
Du BIST oberflächlich – und das sage ich absolut nicht verurteilend, sondern mit dem größten Verständnis und Mitgefühl.

ODER:
Dir ist klar, dass du keine Chance hast – weder finanziell noch zeitmäßig könntest du jemals in den Ring steigen und um den „Wer ist die Schönste im ganzen Land?“- Pokal kämpfen. Das wäre ein Fass ohne Boden.
Also suhlst du dich entweder in Minderwert und Selbstzweifeln – lässt du das über eine lange Zeit zu, endet es in Selbstablehnung und Selbsthass.
Oder du verschleierst das ein bisschen: Du findest dich nicht schön, also machst du dir bewusst, dass es „nicht so wichtig ist. Innere Werte sind wichtig.“ und ignorierst so gut wie es geht dein Äußeres.
Du ziehst dich an, damit du angezogen bist. Nicht, damit du schön aussiehst.
Du schaust dich nur noch flüchtig im Spiegel an.
Du gehst ungern Kleidung einkaufen.
Du meidest den Strand und Schwimmbäder.
Du machst beim Sex am liebsten das Licht aus.
Du klammerst deinen Körper und das gesamte Äußere aus, leugnest sein Dasein, schenkst ihm die minimalste Aufmerksamkeit,  tust nur das Nötigste oder vernachlässigst ihn ganz.

Die Version für Fortgeschrittene:
Du würdest dich niemals als „schön“ bezeichnen (jeder weiß doch, was schön bedeutet? Siehst du so aus? Na, also.), aber du „nimmst dich an.
Du findest dich „ganz o.k.“ oder eben „es ist nicht so wichtig.“ oder „Mein Mann liebt mich auch so, also spielt es keine Rolle.

So, wie das erste offene Selbstablehnung ist, so ist das letzte Selbstaufgabe. „Ich bin nicht schön, aber ist doch egal.“ – Resignation.
Beides lässt dich weder erstrahlen noch erblühen, sondern bewirkt das genaue Gegenteil: du verkümmerst und verschwindest optisch beinahe.

3. 
Ich bin davon überzeugt, dass die beiden oben erwähnten Reaktionen auf das harte Regime des Schönheitsideals (mit ihren unzähligen, zu jeder Frau passenden Varianten) zutiefst teuflisch sind.

Es ist, wie wenn ich sagen würde:
„Gott hat mich als Joanna auf diese Welt geschickt, aber im falschen Körper. Mit dem falschen Po. Im falschen Alter. Mit dem falschen Gewicht. Ich hätte anders sein sollen. Schöner. Schlanker. Jünger. Aber ich bin es nicht.“
Es ist die tiefste Respektlosigkeit deiner Person gegenüber – eine ständige offene oder unterschwellige Ablehnung deiner Selbst.

Die Wahrheit ist:
Du bist eine Einheit aus Geist, Seele und Körper – diese drei sind die perfekte Harmonie.
Dein Körper ist absichtlich dafür geschaffen worden, deine Persönlichkeit bestens auszudrücken: Er ist genau richtig groß, mit genau den richtigen Beinen und genau dem richtigen Ausdruck.

Na toll, Joanna. Heißt das, dass ich eine hässliche Persönlichkeit habe, weil meine Haut Dellen und mein Gesicht Pickel hat?!
Das habe ich nicht gesagt.

WAS SCHÖN IST IN DEINEM LEBEN UND WAS NICHT SCHÖN IST, BESTIMMST IMMER NOCH DU.
Wenn du das nicht festlegst und konsequent genug entscheidest und DABEI BLEIBST, hast du keine Chance.
Ich wiederhole: keine. Chance.
Du wirst täglich mit so vielen Angeboten zu Vergleichen, Selbstzweifeln, Selbstoptimierung, Minderwertigkeit überschwemmt, dass keiner sich dauerhaft dagegen wehren kann – vor allem nicht im Alter.

Auch ein „Ich nehme mich selbst an.„, ein „Na ja, geht schon.„, ein „Ganz okay, könnte schlimmer sein.“ ist nicht akzeptabel.
Es ist vielleicht kein offener Selbsthass, aber dennoch eine Relativierung, eine Minderung, ein sich Vergleichen-und-im-Mittelmaß-abschneiden.

Das hat im Leben einer Liebesbotschafterin nichts verloren.
Diese Sicht ist nicht nur toxisch, sondern beraubt sich deines Körperbewusstseins als Ausdruck – aber deine Liebe MUSS sich auch durch deinen Körper ausdrücken.
Sonst fehlt ein ganzes Drittel!

Bevor du also mit dem Argumentieren loslegst – und oh, ich weiß, wie laut diese Argumente, die du Tatsachen nennst, schreien können! Ich nenne sie seit Jahrtausenden gesetzte Lügen, um dein Potenzial zu unterdrücken – lass mich dir sagen:
Du und ich, wir setzen heute einen neuen Begriff für Schönheit.

Diesen Begriff darfst du ganz alleine für dich definieren, und das geht so:
Du legst fest, dass alles, was an dir von Außen sichtbar ist, wunderschön ist.
WUN DER SCHÖN.
Wunderschön.
WUNDERSCHÖN.
Am Allerschönsten.
Dass du die Schönste bist.
Die Allerschönste.

Das ist das Einzige, was ich gelten lasse – für alle Abschwächungen, Relativierungen und niedrigere Standards besucht bitte andere Blogs oder Plattformen (ich bin keinem böse deswegen und mag dich trotzdem).
Ich weiß aber, dass man mit dem Teufel nicht verhandeln kann.
Entweder, du vertreibst ihn aus deinem Leben, oder du lässt ihn darin – aber ein bisschen geht nicht.
Beides ist deine freie Wahl.

Aber Joanna, es ist so schwer!
Ich gebe zu, dass man eine Jahrzehnte (äh… Jahrtausende?) lange Sicht nicht von heute auf morgen ändern kann.
Vor allem dann nicht, wenn es nicht „ganz so schlimm ist.“ – weil man da gerne ein bisschen schludert.

Der Punkt ist:
Wenn du für eine neue, strahlende, wunderschöne, freie, gesunde Generation von Frauen IN JEDEM ALTER stehen willst, musst du entscheiden und immer wieder gegen dieses Diktat von „Das ist schön, das ist nicht schön.“ innerlich aufstehen.
Du wirst dich jedem Gedanken der Selbstablehnung, der Relativierung ( „Ich finde mich im Großen und Ganzen… nur die Waden.„.) und der Minderwertigkeit kategorisch verweigern.
Du wirst zu dem stehen, was du für dich festgelegt hast: immer und immer wieder.
Dass du wunderschön bist.

Aber Joanna, ich SEHE doch, wie meine Brüste sind! Und ich finde die nun mal nicht schön!
Das ist so, weil dein ästhetisches Empfinden auf’s Tiefste manipuliert ist.
Du folgst einem Diktat, indem du glaubst, dass du es findest.
Sonst wäre ein riesiger Teil der Menschheit gewaltig benachteiligt und Gott ein Arsch (weil er dich mit hässlichen Brüsten, usw.)
Das ist aber nicht so.
Du musst mir jetzt einfach mehr glauben als dem, was du als „dein ästhetisches Empfinden“ bezeichnest.

Joanna, früher war das einfach. Aber seitdem ich Ü40 bin, fällt es mir schwer.

Das Schönheitsideal beinhaltet eine unnatürliche Anbetung der Jugend, und wie pervertiert dieses Prinzip ist, kann man sich gar nicht ausdenken.
Da die Prime Time eine solch‘ kurze Zeitspanne beinhaltet (von „Ich habe endlich keine Pickel mehr.“ bis „Noch keine Fältchen.“), wäre ein Leben in Bemühungen, diese möglichst lange zu konservieren, unfassbar ermüdend und niemals von Erfolg gekrönt.
Oder habt ihr jemals eine 60-Jährige gesehen, die wie eine 30-Jährige aussieht?
Noch nie.
Ihr habt allerdings einige 60-Jährige gesehen, deren Gesicht starr vor Botox und aufgedunsen von Unterspritzungen ist.
(Jeder ist frei, diesem Standard nachzujagen – ich urteile nicht.)

Wenn du aber tatsächlich etwas nachhaltig ändern möchtest und nicht willst, dass auch deine Tochter ihre Waden hasst, dann wirst du diese Kette unterbrechen müssen.
BEI DIR.
Nur bei dir selbst.
Es fängt nicht bei deiner Tochter an, es fängt bei DIR an.
Ganz egal, ob du gerade 34 oder 63 Jahre alt bist.
Es ist niemals zu spät, dich wunderschön zu finden.

Joanna. du hast leicht reden. Du bist schlank!
Falls du glaubst, dass nur jemand, der dem Schönheitsideal nicht entspricht, zur Wahrheit stehen kann, damit es glaubwürdig ist, dann hast du keine Ahnung, wer ich bin.

Ich bin die Liebe.
Mir müssen nicht die beiden Arme fehlen, damit ich zur Wahrheit stehe.
Jeder kann zur Wahrheit stehen.
JEDER.
Auch du.

Mit jeder einzelnen Person, die sich zur Wahrheit stellt, ändert sich diese Welt.
Ich mag eine große Reichweite haben – aber jede von euch hat eine Reichweite.
Ihr erreicht Frauen, denen ich niemals begegne.
Ihr habt Töchter, Enkelinnen und Nichten, die niemals meinen Text lesen werden.

Glaube niemals, dass es keinen Unterschied macht, wie du dich findest.
Es macht einen RIESIGEN Unterschied.
Jede von uns zählt.
Jedes Alter, jedes Gewicht, jede Figur, jedes Gesicht.

Frauen, die zur Wahrheit stehen.
Frauen, die zur Liebe stehen.
Frauen, die zu sich selbst stehen.
Weil sie eine Verantwortung haben.
Weil sie wunderschön sind.

So wunderschön wie ich.
So wunderschön wie du.

Liebesgrüße
Joanna

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22 Comment

  1. Reply
    Cassandra
    12. Juli 2020 at 20:48

    Ich liebe deine Texte. Und meine Mum verkörperte es immer,genauso. Sie sagte immer:
    Du hast den Körper von Gott bekommen und es liegt an dir ihn zu pflegen und zu hegen. Gott findet dich so wunderschön und er hat alles andere schöne erschaffen, also welches Recht hast du dich nicht schön zu finden. Geh zum Friseur,zur Maniküre und kaufe dir schöne Sachen,die nicht teuer sein müssen. Und das zeigt die Wertschätzung dir selbst gegenüber.
    Deswegen danke für deine tollen Worte, sie erinnern mich an den schönsten Menschen auf der Welt für mich meine Mum.

  2. Reply
    Dietlind
    12. Juli 2020 at 22:01

    Thank you so much. <3

  3. Reply
    Gabriele
    12. Juli 2020 at 22:23

    Ich bin fix und fertig…. es ist so krass und so eindeutig und klar.
    Ich bin eine Liebesbotschafterin !

  4. Reply
    Petra
    12. Juli 2020 at 23:27

    Meine Liebe…Tausend Dank für diese Worte! Worte, die bestimmt fast jede Frau ins Mark treffen! Ich…Mitte 40, auch nicht mit Gisele-Bündchen-Genen gesegnet, sondern mütterlicherseits Elfriede-Gene: heißt…die Schwerkraft fordert ihren Tribut was die Brüste angeht…und auch sonst „wabbelt“ es ordentlich! Aber: who cares…! Ich habe mir nach dem durchlesen deines Textes eine imaginäre Liste erstellt, was ich an mir liebe, und da ist echt einiges zusammen gekommen…und ich schieb das jetzt nicht nur auf den Rosé, den ich heute in dieser lauen Sommernacht getrunken habe! Ich hatte einen: hell yes! Moment und ich hoffe, dass ganz viele deiner Followerinnen diesen Moment, oder besser die Erkenntnis für dich haben! Verdammt nochmal strahlt eure innere Liebe für euch selbst aus! Wer soll dich denn sonst lieben, wenn du es selbst nicht tust!!! Nochmal: tausend dank für deine Worte! Ich nehme sie mir auf meinen Weg!

  5. Reply
    Susanne
    13. Juli 2020 at 0:09

    Einfach nur schön (pun intended)

  6. Reply
    Sunni
    13. Juli 2020 at 5:56

    Ja! Toller Text, liebe Joanna. Ich gehöre ja zu der Generation, von der „man“ annimmt, sie lasse sich nicht manipulieren, weil…zu alt für Internet, Instagram, FB, Telegram etc. Hoho, bin ich nicht. In 2 Wochen bin ich 70, ich habe alles durch, alles, was du beschreibst. Ich war immer mollig (was für ein widerwärtiges Wort! :-))),vollschlank (der schlimmste Ausdruck überhaupt, weil total widersinnig!) ich war fett, ich habe gehungert und meine Kinder fanden das die schlimmste Zeit im Leben. Dann war ich gertenschlank und „schön“ und fand das eben so. Ich habe gearbeitet (Vollzeit und teilweise noch 3-4 Nebenjobs), 2 Kinder bekommen, bin aus 2 ! unglücklichen Ehen ausgestiegen, habe 4 Bücher geschrieben, an zig mit-geschrieben, einen 3. Mann geheiratet, meine Eltern gepflegt, meine 3 wunderbaren Enkelkinder bekommen und nun seit 8 Jahren einen krebskranken Mann….und ich bin inzwischen wieder fett. Richtig. Und alt. Also die Inkarnation unserer Gesellschaft von „Ihhhh, alt und fett…geht ja gar nicht“! Und ich schreibe am nächsten Buch und einer wissenschaftlichen Veröffentlichung, mache das Beste aus dem uns noch gemeinsam verbleibenden Leben, und zwar nur wir zwei, Kinder und Enkel leben weit weg. Und verdammt noch mal: Ich bin schön, ich habe so viel geschafft, ich freue mich darüber, dass wir den Mistkrebs so lange in Schach halten und noch Tagesausflüge per Auto machen können auf Bergwiesen und an einen Seerosenteich. Und ich bin alt, ja, und fett, ja. Und die Gesellschaft kann mich mal, weil ich verdammt nochmal schön bin! Sunni

  7. Reply
    Karin
    13. Juli 2020 at 7:09

    Liebe Joanna! Ein wundervoller Text der mich voll und ganz abgeholt hat! Zu einem Zeitpunkt, der besser nicht sein hätte können. Ich als übergewichtige Frau bemerke es schon bei meinen Töchtern, wie unglaublich wichtig und wertvoll es ist bei uns selbst anzufangen, damit wir die Kette durchbrechen. Ich bemerke auch, dass meine zwei Töchter viel freier und mit viel mehr Selbstliebe durchs Leben gehen, als ich es von meiner Mama gelernt habe. Das macht mich stolz und glücklich.

    Danke für diesen wundervollen Text – „Mit jeder einzelnen Person, die sich zur Wahrheit stellt, ändert sich diese Welt.“ – das kann ich nur unterschreiben.

    Karin

    Ps.: Ein wirklich grandioser Satz, der sich in meinem Kopf festgesetzt hat: Da die Prime Time eine solch‘ kurze Zeitspanne beinhaltet (von „Ich habe endlich keine Pickel mehr.“ bis „Noch keine Fältchen.“), wäre ein Leben in Bemühungen, diese möglichst lange zu konservieren, unfassbar ermüdend und niemals von Erfolg gekrönt.

  8. Reply
    Julesrosenwasser
    13. Juli 2020 at 9:35

    Zum Weinen schön geschrieben. Nicht umsonst bist du seit Jahren mein Lifecoach.

  9. Reply
    Iridia
    13. Juli 2020 at 9:36

    Liebe Joanna,

    toller Text. Ich kann mich sogar noch daran erinnern, wie meine empfundenen Schönheitsbekunden meiner Oma gegenüber damals von anderen Frauen relativiert wurden, weil sie Falten und weiße Haare hatte. Ich fand das so falsch.
    Ich hab einen Überbiss und als ich Kind war, sagten mir einige, dass ich damit nie einen Mann finden würde.
    Später hab ich mitbekommen, dass das nie mein Problem war, ich mochte mich immer und hab eher das Problem, dass die Umwelt einen zurechtstutzen will auf deren Gefühl für sich und für mich. Aber was hat das mit mir zu tun?

    Schade finde ich, dass dieses Gefühl ganz oft zur eigenen Vernachlässigung führt, als ob es ein Vorteil ist, sein Äußeres zu verschlechtern. Kann es sein, dass hier der eigentliche Grund eine weibliche Gemeinsamkeit ist, die emotionale Sicherheit suggeriert?

    Es hat seinen Grund, warum ich hier bei dir lese. Ich hab eine Resonanz zu deinem Schönheitsgefühl für alles, selbst wenn sich minimale Geschmacksfragen unterscheiden vor allem aber sich selbst gegenüber. Da du Mode angesprochen hast: Mode ist demokratisch und man kann unfassbar cool aussehen , ohne den gängigen Schönheitsidealen zu entsprechen. Ich danke Prada für die Werbung, die das zeigt.
    Ich denke, Schönheit ist eine Frage des Blickwinkels, aber auch dem Bewusstsein, wertvoll und schön zu sein. Und die ergibt sich aus dem Blickwinkel und nicht am Schöhnheitsideal.

    Lasst uns alle wunderschön älter werden und uns an uns erfreuen. Vor allem unsere Nächsten werden davon profitieren, ich fühle mich auf keinen Fall schöner, wenn sich jemand über sich oder andere beklagt oder negativ beurteilt . Totale Unsitte.

  10. Reply
    Sarah
    13. Juli 2020 at 14:38

    Liebe Joanna,

    du hast vor 7 Jahren einen Post unter dem Namen „How to get in style – walking like a goddess“ geschrieben. Ich kann dir noch heute eine Passage davon auswendig!! zitieren, weil sie sooo bahnbrechend für mich war:

    „Du läufst nicht einfach irgendwo hin: Du trittst auf.
    Alles, was von dir ausgeht, ist pures Glück und Inspiration.
    Alles an dir strahlt Liebe und Eleganz aus, alles an dir glüht vor lauter Schönheit.
    Du konfrontierst jede Minderwertigkeit und jedes „ich bin nicht schön genug – Gefühl“ einfach, weil du da bist.
    Du bist wie eine geladene Waffe, die jede andere minderwertige Energie nicht nur in den Schatten stellt, sondern sogar eliminiert.
    Du läufst nicht einfach so auf der Erde – du verbreitest eine Welle von Eleganz und Schönheit, überall, wo du bist.
    DAS. BIST. DU.“

    No more words needed! DAS gilt ausnahmslos für jede Liebesbotschafterin.

    Liebesgrüße, Sarah

  11. Reply
    Nicole
    13. Juli 2020 at 14:46

    Liebe Joanna,
    deine Worte treffen des Pudels Kern, denn wenn wir uns mal realistisch die Geschichte der schönen (also nach dem Gesellschaftsbild) Frau anschauen, werden wir feststellen, dass da doch riesige Variablen vorhanden sind. Ich fühle manchmal mit den jungen Frauen heute, die diesen vermeintlichen Idealen ausgesetzt sind, wo sie gehen und stehen und wenn sie keine starken Personen um sich herum haben und/oder selber stark sind, kann das ganz schön schlimm sein.
    Ich finde deinen Artikel wundervoll, denn für mich ist Schönheit auch Lebendigkeit und ich sehe es wie eine der Mit-Schreiberinnen hier: Das ist in JEDEM Alter möglich. Und ich finde viele Menschen schön, die keinesfalls einem Ideal entsprechen. Und bestimmt sind andere optisch gesegneter manchmal subjektiv gesegneter, aber schaust du hinter die Fassade?
    Deshalb: Wir sind schön, wenn wir ein schönes Wesen haben.
    Liebe Grüße
    Nicole

  12. Reply
    Steffi
    13. Juli 2020 at 15:46

    JOANA. YOU. ARE. A. LIFESAVER.

  13. Reply
    Sigrid
    13. Juli 2020 at 16:01

    Ach Sunni – war das toll!!! Ich muss ein bisschen weinen gerade, über Dich und Deine Schönheit. Alles Liebe für Dich! ❤

  14. Reply
    Mumbai
    13. Juli 2020 at 21:06

    wuerde gerne wissen wieso meine comments immer geloescht werden

    1. Reply
      Joanna
      14. Juli 2020 at 17:08

      Ich trage die redaktionelle Verantwortung für meine Plattform und achte sehr auf die Atmosphäre.
      Ein Kommentar wird nur nicht veröffentlicht, wenn ich ihn unpassend finde.

      Deine Kommentare werden immer veröffentlicht (bis auf eine oder zwei Ausnahmen), schaue gerne nach :).

  15. Reply
    GeniaL
    14. Juli 2020 at 0:16

    YEEAH! ich färbe mir die Haare nicht mehr! (gerade 50. geworden) Was sagt FRAU dazu?! – die lässt sich gehen; könnte viel mehr aus sich machen…

  16. Reply
    Katja
    14. Juli 2020 at 19:13

    Hey, das hast Du wunderbar geschrieben.
    Ich mag es, wenn einem erklärt wird woher etwas kommt. Bisschen Historie ist da manchmal wirklich hilfreich.
    Gerne komme ich dem nach, mich zu lieben und schön zu finden…. ist es doch eine Sache der innewohnenden Natur, der göttlichen Liebe an sich.
    Bin „zufällig“ auf Deinen Blog aufmerksam geworden 7nd es freut mich sehr, dass es sowas wunderbares gibt.
    Ermutigend und klar…. WAHR.
    Dankeschön.

  17. Reply
    Petra von FrauGenial
    14. Juli 2020 at 20:26

    Wenn man gerade denkt, dass es besser nicht kommen kann, dann kommt Joanna. Mit einem echten Presslufthammer, und bringt Klarheit, und zwar für alle mit. Gestochen scharf sehe ich das Schönheitsideal. Und das ist pure Liebe. So schön….

  18. Reply
    Julia Ickler
    14. Juli 2020 at 22:12

    Einfach nur wow. Danke für diesen wunderbaren Text liebe Joanna. Ich habe dir noch nie einen Kommentar hinterlassen, aber heute hast du mich kalt erwischt 😉 Ich bin noch jung, sportlich, objektiv betrachtet hübsch..Aber. Das ist alles außen. Und innen drin macht mein Körper nicht was er soll und funktioniert einfacht nicht und wird es nie und das stellt alles auf den Kopf, ganz egal wie das Außen aussieht und wahrgenommen wird. Danke für die Rückbesinnung auf das aller tiefste Innen.

  19. Reply
    Claudia Ehrlinger
    15. Juli 2020 at 8:36

    Liebe Joanna,
    vielen Dank mal wieder für diesen Text! Ich bin auch mit 41 in die „oh ich fühle mich so alt und nicht wohl in meiner Haut“ Falle getappt. Und dann sah ich um mich herum Frauen, die sich mit Ü40 wohlfühlen. Und zwar nicht nur auf Instagram, sondern auch im Alltag.
    Da war klar, dass kann nur ich in die Hand nehmen. Okay, dass meine Oberschenkel aneinander reiben, werde ich wohl nicht mehr komplett los – aber ich kann doch was machen. Ich habe konsequenter Übungen gemacht- das hat sehr geholfen – und ich hab auch mein Einstellung dazu geändert. Und mittlerweile wird über dieses Thema gesprochen -auch von Jüngeren. Das find ich auch gut und wichtig!
    Ich esse ausgewogen, achte auf regelmässig Bewegung, frische Luft und ausreichend Schlaf. Und ich nehme die Liebe in den Fokus. Dann fühl ich mich gut und dann bin ich auch schön!
    Ich habe sehr viel Inspiration dazu von dir und deinem Blog -mal wieder DANKE!
    glg
    Claudia

  20. Reply
    carolin
    15. Juli 2020 at 10:06

    Liebe Joanna.
    Dein Text trifft mal wieder mit klaren Worten genau den Punkt: wir sind alle wunderschön, unabhängig davon, was uns von Außen gespiegelt wird. I mean: Unser Körper ist doch so ein sensationelles Wunder: Wir können durch ihn riechen, sehen, schmecken, fühlen!!! Wie toll ist es denn bitte momentan das Vogelgezwitscher zu hören, aromatische Erdbeeren zu essen, frisch gemähtes Gras zu riechen und warme Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren. Und das alles dank unseres Körpers. Deshalb habe ich für mich festgelegt, dass mein Körper nicht nur wunderschön, sondern auch unbeschreiblich wertvoll ist. Dementsprechend behandle ich ihn <3. Da kann die Lebensmittelindustrie noch so sehr mit ihren Zucker-Produkten locken oder mein Sofa nach der Arbeit jeden Tag laut rufen: mein Körper ist es mir wert ihn gesund zu ernähren (auf deinem Blog finden sich schließlich 1 Millionen tolle Rezepte dazu), ihn viel zu bewegen (wo sonst außer in der Natur kann man alle Sinne einsetzen) und ihm ausreichend Schlaf zu gönnen.
    Wie du so treffend geschrieben hast: „Glaube niemals, dass es keinen Unterschied macht, wie du dich findest. Es macht einen RIESIGEN Unterschied.“ Füge ich ergänzend hinzu: „Glaube niemals, dass es keinen Unterschied macht, wie du deinen Körper behandelst. Es macht einen RIESIGEN Unterschied.“
    Liebesgrüße, Caro

  21. Reply
    Doreen
    15. Juli 2020 at 19:16

    Danke für diesen Post. Ich nicke die ganze Zeit nur zustimmend.

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