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Nach diesem Sommerfrühstück werdet auch ihr süchtig: Schokoladen-Rawnola.

 

Selbst, wenn man weder an der Ostsee noch in Kalifornien wohnt, ist dieser Sommer auch ohne das Meer vor der Haustüre einer der schönsten, den wir jemals hatten.
Im Sonnenschein aufwachen, Barfuß all day long, Sommerbeeren zu jeder Mahlzeit, Flohmärkte an den Wochenenden (die große Tasche ist zwar nicht mehr ganz neu, aber dadurch genau richtig für Seeausflüge und Hundezubehör ;)), tägliches Schwimmen bei den Spaziergängen mit Neo, und ein Interieur, welches sich am besten mit „sommerlich-entspannt“ beschreiben lässt.
Wobei mir das Letzte aufgrund der Hundehaare auf den Sofas ein wenig ZU entspannt ist, aber Niedlichkeitsfaktor von Schnups wiegt es wieder auf.

 

 

 

Jedenfalls konnte ich unmöglich bis zum Weekend-Post warten, um mit euch dieses Frühstücks-Rezept zu teilen, weil ich selbst gerade nicht genug davon bekommen kann:
Rawnola ist eine Wortschöpfung, die sich aus „Raw“  (= roh) und „Granola“ (=Müsli) zusammensetzt.
Im Gegensatz zum üblichen Müsli, welches in der Pfanne oder im Backofen zubereitet wird, wird Rawnola gar nicht erhitzt – das macht sie zu einem Liebling der Veganer und Rohköstler.

Nicht ohne Grund:
Rawnola schmeckt fruchtig, chewy, süß (und das ohne Industriezucker oder Honigzugabe), ist super gesund und macht lange satt.
Wer bei den Müslis vor allem das Knusprige liebt, streut 2-3 EL Rawnola einfach zusätzlich über sein gewohntes Müsli – ich dagegen esse es pur.
Ich liebe, liebe, liebe die Konsistenz und die angenehm-frische Geschmacksnote: mit dem zarten Kokosaroma ist es der pure Sommer.
Für die Herbst/Wintersaison würde ich das Kokos eventuell weglassen und mit Zimt ersetzen.
Ansonsten gilt wie bei allen Müslis: solange die Basis stimmt, könnt ihr nach Herzenslust variieren:
Mandeln mit Walnüssen ersetzen, statt Hanfsamen Sesam oder Leinsamen dazugeben, einen Teil der Datteln mit anderen Trockenfrüchten wie Aprikosen oder Kirschen ersetzen.

Beim ersten Mal nahm ich ausschließlich Datteln – diesmal habe ich ca. 1/4 der Fruchtmasse durch Trockenpflaumen ersetzt:
es schmeckt absolut köstlich.

Noch ein Tipp:
falls euer Vorratsglas niche groß genug für die Menge an Rawnola ist, rollt einige Kugeln aus den Resten, und packt sie als Snack für Zwischendurch ein.
Sie schmecken großartig und liefern die nötige Energie zwischen den Mahlzeiten.

 

 

 

 

 

Habe ich erwähnt, dass das Rawnola in wenigen Minuten zubereitet ist, und zwar so kinderleicht, dass Kinder das können?
Alles, was ihr tun müsst, ist, die Datteln zu entsteinen, und alles in einen Mixer/Food Processor zu werfen.
Ein Teil kommt sofort in die Bowls mit frischem Obst und etwas griechischen Joghurt, der Rest in ein Vorratsglas.

Nehmt für das Rawnola die besten Datteln, die ihr bekommt könnt:
die sind zwar geringfügig teurer, allerdings ist der Qualität- und Geschmacksunterschied enorm.
Nehmt dafür Medjoul Dateln (ich kann diese empfehlen), oder aber ihr holt Datteln von einem guten türkischen Händler in eurer Nähe.

 

 

 

Schokoladen-Rawnola.

Ca. 10 Medjoul Dateln (z.B. diese hier)
3/4 Becher feine Haferflocken
3/4 Becher Kokosflocken
2 EL Kakao
1 EL Leinsamen

Nachdem die Datteln entstein wurden, alles zusammen in eine Küchenmaschine (ich habe diese hier) oder Mixer geben, und so lange mixen, bis alles gut, aber nicht zu fein vermischt ist, und stückig bleibt.
Mein Tipp: falls ihr wie ich einen Teil der Datteln durch Trockenpflaumen, ist die Masse noch sehr klebrig – erhöht einfach die Menge der Kokosflocken und Haferflocken geringfügig, und zerreibt nach dem Mixen die Masse genau so, wie wenn ihr Streuseln für einen Streuselkuchen verarbeitet.

Und vergesst nicht, aus den Resten Kugeln für Unterwegs zu formen!


Links sind teilweise Affiliate-Links.

 

 

Falls ihr euch übrigens gefragt habt, wer Schnups ist: eine kurze Erläuterung für alle Nicht-Instagrammer.

Neo-Liebesbotschaft-Lexikon:

– „Was schnupst du denn so süß? Naaa, was schnupst du so süß?“ = Rein rhetorisch gemeinte Frage angesichts des Niedlichkeitsfaktors während dem Schlafen, Geradeaus Schauen, Zur Seite Schauen, Atmen des Hundes.

– „Bist du der süßeste Schnups der Welt? Naaaa, bist du das? Jaaa, das bist du!“ = Angemessene Liebesbezeugung aufgrund allgemeiner Anwesenheit des Hundes.

– „Hast du gesehen, wie süß Neo sich hingeschnupst hat?“ = Allgemeine Begeisterungsbezeugung von jeglicher Aktivität des Hundes. Wird sehr gerne auch bei passiven Tätigkeiten wie Schlafen verwendet.

– „Ja, toll, wenn sie einen gut erzogenen Dobermann hat. Aber ist der auch ein Schnupshund?“ = Abwertende Meinungsäußerung angesichts eines offensichtlich besser gehorchenden Hundes.

 

Wie unser Dobermann die deutsche Sprache revolutionierte.

 

 

Liebesgrüße
Joanna


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5 Comment

  1. Reply
    Sandra
    17. Juli 2018 at 17:09

    Gerade gemixt und schon gleich mal ausprobiert…. SEHR SEHR LECKER!
    Gibts definitiv ab m morgen zum Frühstück 🙂 !

  2. Reply
    Martina
    24. Juli 2018 at 9:55

    Oh wie lecker :-)) hab grad eine rießen Schüssel mit Joghurt Banane und Heidelbeeren davon vedrückt!! Vielen Dank für dieses tolle megaeinfache Rezept!
    liebe Grüße aus Salzburg

  3. Reply
    meinrichtungswechsel
    27. Juli 2018 at 19:15

    Die Sommerferien haben soeben begonnen, Rawnola steht somit auf dem Programm. Den Polizisten mit der STOP-Kelle habe ich vor unsere Haustür gestellt. Gut sichtbar für alle… sieht gut aus, muss ich zugeben!
    Dankeschön für den Anstoß, den auch ich gerade wieder gebraucht habe, mein schönes Leben von anderen nicht bekleckern zu lassen.
    Viele Grüße aus dem Ländle!
    Nadja

  4. Reply
    Silke
    3. August 2018 at 12:53

    OMG! Ich habe gerade das Rawnola gemixt und mit Sojajoghurt und frischen Himbeeren gegessen. Mega lecker das Rawnola! Ich werden wohl nie wieder was anderes essen können 🙂 Danke für den tollen Tipp!

    1. Reply
      Joanna
      3. August 2018 at 19:03

      Ha, ha, ich find’s auch so extrem lecker!

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