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Frisch, grün und sättigend: neue Ideen für Sommersalate.

 

Ich stand am Anfang der Woche im Supermarkt, und wollte nur eins:
ein sättigendes, aromatisches. italienisches Ragout.
Folglich kaufte ich Rotwein, Tomaten, Knoblauch und Kräuter, und lies alles stundenlang so lange schmoren, bis das Fleisch in der würzigen Soße butterzart auseinanderfiel.
Genau das richtige Gericht beim Dauerregen.

Sobald jedoch die ersten Sonnenstrahlen herauskamen, war es vorbei mit dem Hunger auf Eintöpfe, Suppen und Schokoladenkuchen – grün und frisch und leicht soll es sein, aber natürlich trotzdem satt machen (Das Konzept von 10 Salatblättern mit etwas Dressing funktioniert bei mir nur bis zu dem Augenblick, an dem ich hinterher viele Schokoladencookies essen muss, damit ich endlich satt bin.)


Kennt ihr die Phasen, in denen man beim Kochen keine wirklich neuen Ideen zu haben scheint, und gefühlt immer dasselbe zubereitet?
Diese wurde bei mir erfolgreich in London beendet, als ich in einem der Londoner Lunch Places von Ottolenghi stand, und direkt vor mir riesige Platten voll umwerfend attraktiver Salate aus  gänzlich unglamourösem Gemüse wie Brokkoli, Blumenkohl oder Roter Bete (O-Ton die Zeit) sich auftürmten.

Die Zeit schreibt ebenso über den bekannten Koch mit israelischen Wurzeln:
Ein typisches Ottolenghi-Rezept geht so: Man nimmt scheinbar unvereinbare Zutaten wie Knollensellerie, Steckrüben und getrocknete Sauerkirschen, vermischt sie mit einer Vinaigrette aus Kapern, Knoblauch und Dijonsenf, wirft große Mengen gehackten Dill und Petersilie darüber und mischt das Ganze mit den Händen. Beim Essen staunt man dann, wie wunderbar sich die süßen und herzhaften Aromen zusammenfügen.

Kein Wunder sind die Restaurants von Ottolenghi unheimlich beliebt.


Dank London wurde ich dementsprechend mutiger, was die Salatzutaten anging, probierte ganz ungewöhnliche Kombinationen aus wie Granatäpfel und Mandeln, gegrillte Zucchini mit Datteln, Kreuzkümmel und Walnüsse, Süßkartoffeln und Minze.
All das schmeckte als Mix aufregend anders.

Der Blumenkohl-Salat kommt ganz ohne grüne Salatblätter aus, und braucht jede Menge Minze und Petersilie (oder Koriander wie bei mir).
Er wird crunchy und aromatisch dank dem Mix aus geröstetem und frischem Blumenkohl mit Mandeln und fruchtig dank den Granatäpfeln.
Er eignet sich absolut perfekt als Beilage z.B. zum gegrillten Lamm, oder als Alleine-Sattmacher mit etwas Hummus.

 

Sommer-Blumenkohl Salat mit Granatapfelkernen.
(Für ca. 2-3 Personen als Beilage)

1 Blumenkohl
1/2 Bund frischer Minze, gehackt
1/2 Bund glatter Petersilie (oder Koriander), gehackt
Kerne von 1/2 Granatapfel
1 Schalotte, grob gehackt
1 Handvoll Mandeln, gehackt
2TL Zitronensaft
8 TL Olivenöl
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Honig oder Agavendicksaft
Salz, Pfeffer

1. Den Ofen auf 180° vorheizen.
2/3 des Blumenkohls in kleinere Röschen zerteilen, in einer ofenfesten Form verteilen, die Schalotte dazugeben, alles mit 2-3 EL Olivenöl beträufeln und ca. 15-20 Min. lang backen (bis sich die Spitzen des Kohls braun färben).
Den restlichen Blumenkohl mit einer Reibe reiben (wie Käse ;)).
Den gerösteten Blumenkohl herausnehmen und abkühlen lassen.

2. In der Zwischenzeit die Mandeln in einer beschichteten Pfanne unter Rühren anrösten (aufpassen, sie verbrennen schnell!), und zum Schluss den Honig drübergeben.
Kurz karamellisieren lassen, herausnehmen und auf einem Backpapier abkühlen lassen.

2. Alle Zutaten miteinander vermischen.


Der zweite Salat ist meine eigene Kreation – ihr könnt das nach Rezept genauso umsetzen, oder aber nach Wunsch und Kühlschrankinhalt variieren, z.B. geröstete Karotten dazugeben, den Schafskäse gegen Halloumi austauschen, oder statt den Sonnenblumenkernen Pinienkerne karamellisieren.
Es geht mehr um den Spaß und die Inspiration, mal etwas Ungewöhnliches zu wagen.
Glaubt mir, euer Mut wird belohnt.

Meine Freunde haben gesagt, dass der Salat „so gut schmeckt, dass man überhaupt nicht mehr aufhören will, ihn zu essen.“

Eat Your Greens – Salat mit Spargel und jungen Kartoffeln.
Menge für ca. 4 Personen als Hauptgericht

1 Bund grünen Spargel
1 Avocado
400g kleine, junge Kartoffeln
2 Bund Rucola
150g getrocknete Kirschen
1 Feta
200g Sonnenblumenkerne
2 Frühlingszwiebeln
1/2 Bund frischen Dill
2TL Agavendicksaft (oder Honig/Ahornsirup)
Etwas Zitronensaft

Dressing:
Salz
Pfeffer
6 EL Balsamicoessig
10 EL Olivenöl
2 TL Orangen- oder Himbeermarmelade

1. Die jungen Kartoffeln gründlich waschen und ev. abbürsten, nicht schälen!
Mit der Schale und 2 TL Salz in etwas Wasser gar kochen.
In der Zwischenzeit die Sonneblumenkerne 2-3 Minuten in einer beschichteten Pfanne und 1 EL Olivenöl anrösten (immer rühren, sie verbrennen schnell), zum Schluss mit dem Agavendicksaft ablöschen und kurz karamellisieren lassen.
Auf einem Backpapier auskühlen lassen.

2. Rucola waschen und trockenschleudern, Avocado halbieren und mit Zitronensaft beträufeln.
Feta zerkrümeln, Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, den Dill hacken.

3. Die Kartoffeln abgießen.
In einer Pfanne mit etwas Butter oder Butterschmalz schwenken, bis sie goldbraun sind.
Zum Schluss mit dem Dill bestreuen.

4. In der Zwischenzeit die unteren Enden des Spargels abschneiden, den Spargel im kochendem Wasser ca. 6-10 Min. (je nach Größe) kochen.

5. Die Dressingzutaten gut vermischen.
Alle Salatzutaten in der Schale anrichten, mit dem Dressing beträufeln und behutsam vermischen.

Viel Spaß beim Nachkochen und ganz viel Kreativität beim Ausprobieren!

Liebesgrüße
Joanna

 

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