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Wer hat das Sagen? Was Autorität wirklich bedeutet.

Autorität hat einen miesen Ruf.
Es klingt nach Strenge, nach Maßregelung, nach Willkür, nach Nord Korea und Drittem Reich, nach rücksichtsloser Machtausübung und auf der Gegenseite nach Verlust der Selbstbestimmung und der Würde.
Autoritätsmissbrauch hat enorm viel Leid über die Menschheit gebracht, und so wird das Wort meist im negativen Zusammenhang benutzt.
Kein Wunder.

Dabei ist Autorität wunderschön.
Ja, mehr noch, überlebenswichtig.
Ich liebe, liebe, liebe Autorität – und ich wette, nach diesem Text wirst du sie auch lieben.

1. WER HAT DAS SAGEN?

Wer Autorität hat, hat das Sagen.
Wer Autorität hat, bestimmt, wo es lang geht.
Wer Autorität hat, stellt die Weichen.
Wer Autorität hat, der ist vorne – die anderen müssen folgen.

Autorität ist Führung.
Es führt IMMER jemand.
Es gibt im Leben keinen neutralen Zustand.

Die gute Nachricht lautet:
Du hast Autorität über dein Leben.
Du hast das Sagen.
Du bestimmst, wo es lang geht.
Du stellst die Weichen.
Du bist vorne.

Allerdings bringt dir diese Tatsache ÜBERHAUPT NICHTS, wenn du dir das nicht bewusst ist.
Wie so ein Chef, der aus irgendeinem verrückten Grund glaubt, dass er einer der Angestellten ist, und sich von jedem herumkommandieren lässt, wirst du niemals die Privilegien dieser Führung genießen, wenn dir nicht klar ist, wer du bist, und welche Position für dich gedacht ist.

Ein Glück gibt es mich, und ich sage dir:
Die Führungsposition in deinem Leben – sie gehört DIR.
DU bist der Chef.
DU bestimmst.

Bestimmst du nicht, wird immer jemand anderes (bewusst oder unbewusst) über dich bestimmen.
Again: es gibt keine Neutralität – das ist eine romantische Wunschvorstellung und eine glatte Lüge.
Entweder du bestimmst.
Oder andere über dich: Umstände, Gefühle, Gedanken, andere Personen.

Und heute ist der Tag, an dem dir das klar wird.

2. Jeder will Chef sein. Aber keiner will Verantwortung übernehmen.

Chef ist Head of, Chef genießt Ansehen (und das ist gut so) und Chef verdient am Meisten (und das ist auch gut so).
Jeder will Chef sein.
Chef Sein ist sexy.

Jede Führungsposition hat allerdings immer beides inne:
Privilegien UND Verantwortung.

Du kannst dir noch sehr wünschen, Chef deines Lebens zu sein:
Übernimmst du keine Verantwortung für dein Denken und Handeln, dann bist du nicht mehr als eine WitzSpielfigur, die je nach Umstand und Befindlichkeit hin und her geschoben wird.
Alles positive Denken bringt NULL, wenn du dein Leben nicht in die Hand nimmst, Entscheidungen triffst, und bereit bist, die Konsequenzen dieser Entscheidungen zu tragen.
Dich auf die Liebe zu verlassen, heißt nicht, das Beste zu hoffen, und genauso weiter zu machen, wie bisher.
Es bedeutet, dementsprechend zu handeln – komme, was wolle.

Die Wahrheit, die keiner hören will:
Entscheidungen zu treffen, ist nicht immer angenehm, und nicht immer sind alle Beteiligten glücklich damit.
Keine Verantwortung zu übernehmen, ist nämlich zunächst vermeintlich einfacher: dann führt man zwar nach wie vor dasselbe miese Leben wie seit Jahren, allerdings regt sich keiner auf.

Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, heißt, sich nicht mit Ausreden aufzuhalten.
Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, bedeutet, die Schuld für die momentane Situation nicht anderen zu geben (selbst, wenn diese tatsächlich schuld sind!).
Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, heißt:
Schluss mit Warten, dass die andere Person sich ändert.
Schluss mit Warten, dass Geld kommt.
Schluss mit Warten, dass ein Wunder geschieht – und stattdessen handeln.
Das Wunder kommt dann schon. Durch dich.

Gibst du anderen die Schuld an deiner Situation, oder wartest einfach ab, bis sich etwas ändert (und manche können laaaange leiden warten. Wochen. Monate. Jahre. Jahrzehnte!), dann hast du bereits die Chefposition verlassen.
Dann hat längst jemand anderes die Führung in deinem Leben übernommen:
Selbstmitleid.
Bitterkeit.
Lethargie.
Passivität.

Und keiner will ernsthaft Passivität als seinen Chef haben?!
Kannst du jetzt sehen, wie wichtig es ist, dass du dir deiner Autorität bewusst bist, und diese ausübst?

Wenn du dir allerdings tatsächlich deiner Autorität über dein Leben bewusst wirst und diese ausübst, wirst du schon ganz bald die Privilegien des Chefseins genießen:
ein freies, glückliches und selbstbestimmtes Leben.

„O.k., Joanna, und wie mache ich das ganz konkret?“

3. WIE DU AUTORITÄT AUSÜBST.

Um Autorität auszuüben, braucht es genau 2 Dinge:

1. Dir muss klar sein, dass du sie hast.
Nicht deine Mama, nicht dein Partner, nicht Schicksal, nicht der Staat, nicht das Glück beim Lotto:
DU. HAST. DAS. SAGEN.

Übst du diese bewusst Autorität nicht aus, wird sie unbewusst von anderen ausgeübt.
Du kannst das gut oder schlecht finden, ändert nichts an der Tatsache, dass es so ist.

2. Dir muss klar sein, was du willst.
Nichts ist schlimmer für die Angestellten, als ein Chef, der unsicher ist, und nicht weiß, was er will:
alle sind verwirrt, keiner kann es ihm recht machen, und am Ende sind alle unzufrieden.
Sind dagegen die Anweisungen klar, dann hat es jeder ganz einfach:
Das will der Chef.
Und das will er nicht.

(Guess what: was der Chef will und was nicht, muss nicht allen gefallen. Sie müssen es trotzdem machen. Oder sie kündigen.)

Und jetzt frage ich dich:
Was willst du?
Was willst du in deinem Leben?
Und was willst du nicht?

Demzufolge gilt:
Was lässt du dir gefallen?
Und was nicht?

Aus dem wird alles ganz automatisch resultieren.
Je unsicherer und kompromissbereiter, umso größer das Chaos in der Firma in deinem Leben.
Je klarer du bist, in dem was du willst, umso schneller ordnet sich alles.

Autorität ausüben ganz konkret bedeutet:
– Du als Chef erlaubst dir nicht, dich selbst zu bemitleiden (obwohl du tatsächlich jeden Grund dazu hättest), sondern sagst deinen Gefühlen „Das reicht, wir beruhigen uns jetzt, und hören auf mit dieser Mitleidssuppe.“
Klare Ansage: die Gefühle wissen, wo es lang geht, führen sich nicht auf, und du kannst handeln.

– Du als Chef erlaubst dir NIE und NIEMALS Gedanken, die deine Person klein oder minderwertig machen, und dir sagen, dass du nichts kannst, nichts richtig schaffst, nicht wichtig bist, und es keine Rolle spielt, dass es dich gibt.
Diese Dinge sind in deinem Kopf ein absolutes NO GO, und du handelst auf der Stelle, wenn sie sich anbieten (natürlich bieten sie sich meist dann an, wenn sie von entsprechenden Situationen oder Personen ausgelöst werden – der Teufel ist nicht dumm.).
Du weigerst dich, ihnen zu glauben, und sagst entschieden: NEIN.
Nicht mit mir.

– Du als Chef widerstehst melancholischen Ausflügen in die Vergangenheit und gedanklichen Spielereien a la „es könnte alles so perfekt sein, wenn… und wenn damals nicht… nur diese eine Sache…“ – all dieser Sehnsuchts/Bedauern/Regretten-Bullshit lässt dich nur in einer komischen Wunschvorstellungs-Soße schwimmen, und bringt dich kein Stück vorwärts.
Was du stattdessen tust:
Du entscheidest dich vom Herzen dafür, dass DAS dein Leben ist (also JETZT gerade. Nicht erst, wenn…).
Du verabschiedest dich von deinem früheren Lebenstraum (wer will, darf dabei kurz weinen.), und dann wirfst du dich mit allem, was du bist, und allem, was du hast, in die neue Situation.
UND WENN DER CHEF SAGT, DASS WIR UNS VERABSCHIEDEN, DANN IST DAS SO.

Also noch mal:
Was willst du für dein Leben?
Was willst du JETZT für dein Leben?

Sollte deine Antwort „Sehnsucht, Bedauern, Sich Leid tun, Leiden, Traurig Sein.“ lauten, dann bleibe beim
„Aber Joanna, es hätte so perfekt sein können, wenn nur…“ .
Oder beim „Aber Joanna, du verstehst meine Situation nicht…“
Oder beim „Aber Joanna, ich bin ein Sonderfall, weil bei mir ist es besonders kompliziert.“

Sollte deine Antwort „Schönheit, Stärke, Größe, Würde, Exzellenz, Liebe.“ lauten, dann weißt du Bescheid, wo es lang geht.
JETZT.
Du übst Autorität aus.
Du legst die Richtung immer und immer wieder fest: Das will ich. Und das nicht.

4. Autorität für Fortgeschrittene.

Ich weiß, dass es Situationen gibt, in denen man buchstäblich an die Grenzen kommt: Herausforderungen, die einem den Boden unter den Füßen rauben, Probleme, die unlösbar erscheinen, Umstände, bei denen alles ganz furchtbar unfair oder bedrohlich ist, und etwas wirklich Schlimmes passiert.

Weißt du, was ich dann immer mache?
Ich bin eventuell kurz beeindruckt, entscheide aber gleich als Nächstes:
„Das hier ist schon Next Level. Ein Glück passiert das mir, weil ich bin genau DIE RICHTIGE dafür, das ganz großartig zu meistern. Ich schaffe das!“
Ganz souverän.
Ich warte allerdings nicht, dich ich mich souverän fühle. Ich beschließe es einfach.
Weil ich doch die Autorität dazu habe.

Autorität ist Souveränität, Sicherheit, Standhaftigkeit – und im gewissem Sinne auch Strenge.
Strenge nicht im Sinne von Härte, sondern Strenge im Sinne von „Ich lasse an meine Person kein Drama und keine Verzweiflung und kein „OMG wir werden alle streben, alles ist so schrecklich schlimm.“- Katastrophendenken zu.
Schluss jetzt.
Das ist meiner nicht würdig.

Ich habe für mein Leben beschlossen (und ich kann das beschließen, schließlich bin ICH der Chef und ICH sage, wo es lang geht):
No more Drama in meinem Leben.
Absolut nichts kann sich so schrecklich schlimm darstellen, als dass ich das nicht nur großartig lösen würde, sondern auch nur zig mal stärker und strahlender daraus hervorgehe.
Egal, wie es aussieht, egal, wie es klingt, egal, was mein Verstand oder meine Erfahrungen oder andere Menschen sagen.
Die Liebe, die ich verkörpere, ist immer zig mal überlegener – wäre das nicht so, kann ich nämlich gleich mit allem aufhören.

Meine Autorität stammt direkt aus der Liebe, und nur deshalb bin ich in der Lage, auch menschlich grenzwertige Situationen unbeschadet zu meistern, und nicht dabei hart zu werden.
Ebenso wenig bin ich ein Weichei, das sich alles gefallen lässt.

Ich weiß einfach, was ich will, und was ich nicht will, und vor allem weiß ich mit Sicherheit:
Diese Liebe ist wie ein Schutzpanzer um mich herum, und hat am Ende immer gewonnen.
Und deshalb kann mir überhaupt nichts passieren.

Weißt du jetzt, was ich meinte, als ich sagte, dass Autorität wunderschön ist?

Liebesgrüße
Joanna

 

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