Inspiration

Wie du deinem Leben nicht hinterher bist (obwohl es gerade so aussieht).

 

 

Jeder von uns hat individuelle, feste Vorstellungen davon, wie ein erfülltes, glückliches Leben für ihn zu verlaufen hat.
Das startet bei den kleinen Details wie das eigene Aussehen (volles Haar, schlanke Oberschenkeln, feste Brüste), betrifft die Art, wie man wohnt (ein kleines Haus auf dem Land, unter 100qm Apartment in der Stadt geht gar nichts), die Beziehungen (eine beste Freundin oder gleich eine Squad, mit der man üblicherweise Sonntags Brunchen geht, die Sommer auf Mallorca verbringt und alle Geburtstage gemeinsam feiert), und hört lange nicht auf bei der Freizeitgestaltung, Arbeit und buchstäblich allem, was man grob als Lifestyle bezeichnen könnte.
Daran ist grundsätzlich nichts verkehrt, denn wer nicht weiß, was wer will, bekommt irgendwas (und darf sich hinterher nicht beschweren).
So weit, so Pinterest-Board-ig.

Diese Vorstellungen – nennen wir sie eher „Festlegungen“ (glaubt mir, die sind fest wie Beton) – gehen aber viel weiter und tiefer:
Was man bis zu welchem Alter erlebt haben sollte, welche Ziele erreicht, was aufgebaut (beruflich und privat), welche Meilensteine im Leben genommen.
Ausbildung, Studium, Hochzeit, Hausbau, eigene Firma, Reihenfolge nicht unwichtig!
Pressure is on.

Ich kann euch versichern:
Wer das „ganz entspannt sieht“, hat einfach in seinem Wertsystem die Schäfchen im Trockenen und kann ganz vorbildlich Beziehung, Karriere und gewisse Statussymbole vorweisen. Zumindest bis jetzt. (Kann sich morgen schon wieder alles ändern.)
Oder aber er hat innerlich resigniert, tut nur das Nötigste und erwartet nichts mehr vom Leben.

Was diese Vorstellungen/Festlegungen/Aneinanderreihungen nämlich völlig verkennen, ist die Tatsache, dass man doch nicht alles beeinflußen kann.
Eine chronische Krankheit, die Pflege oder Verlust eines nahen Menschen, eine überraschende Schwangerschaft, eine Absage oder Kündigung, eine finanzielle Pleite, das unerwartete Ende einer langjährigen Beziehung, ein Unfall oder Unglück – all das sind Umstände, über welche man keinerlei Kontrolle hat.

Manchmal kostet die Betreuung eines Kindes mit besonderen Bedürfnissen mehr Zeit, Kraft und Finanzen, als man sich hätte jemals vorstellen können – da ist nichts mit „Das eigene Haus mit 30.“.
Leidet man sehr unter Liebeskummer, kann man eventuell wochenlang nicht so liefern, wie es für den geplanten Karriereschritt nötig wäre.
Pflegt man über eine lange Zeit ein krankes Elternteil, kann man weder Routinen etablieren, noch selbstbestimmt seine Tage planen.
Und ist man pleite, sind Urlaubsreisen erstmal vorbei, so gerne man „In den Zwanzigern die Welt sehen“ würde.

Während man also das Gefühl hat, dass die ganze Welt um einen herum studiert, um die Welt reist, die Liebe seines Lebens findet, beruflich aufsteigt, Vermögen anhäuft, ein Kind nach dem anderen bekommt und Wohneigentum erwirbt – bitte setze das jeweils Passende für dich ein, mit dem Vermerk „Mit Zwanzig/Dreissig/Vierzig/Fünfzig/Sechzig sollte ich schon…“ – wurde man ausgebremst.
Umstände- oder selbst verschuldet ist diesem Fall egal.

Das Leben der anderen scheint vorwärts zu preschen, man selbst ist LEFT BEHIND.
Hinterher.
Dem eigenem Leben hinterher.

Und so kommen zu der eigentlichen Herausforderung, die an sich selbst schon beschissen genug ist, noch Gedanken und Gefühle von Versagen, Unzufriedenheit (weil: Ich könnte/sollte schon ganz woanders sein), Selbstmitleid und einem unendlichen Druck.
Das insgesamt ist eine extrem widerliche Mischung direkt aus der Hölle.
Ich will dich so schnell wie möglich dort herausholen.

Bereit für einen frischen Schub an Klarheit, Liebe, Freiheit?

1. Du bist nicht der Einzige.

Es gibt absolut keine Sicherheit in den Umständen.
Noch nie ist einer glücklich geworden, weil sein Leben ganz ohne Herausforderungen wie geplant verlief.
Das gibt es einfach nicht.
Nirgendwo.
Bei keinem.

Ganz egal, was du glaubst, ganz egal, was die Social Media-Bilder erzählen, ganz egal, wie innig das Pärchen sich küsst und wie erfolgreich das Leben der anderen erscheint.
Du kannst niemals hinein schauen und hast absolut keine Ahnung, durch welche Herausforderungen die anderen gerade gehen.
Keiner sieht es, wenn man nachts ins Kissen weint.

Glaube also niemals „Alle anderen scheinen ihr Leben perfekt zu meistern, nur ich versage. Ich bekomme es nicht auf die Reihe.“
Das ist Bullshit.

Es mag sein, dass die anderen ihr Leben gerade extrem genießen, weil alles gut läuft.
Das kann sich aber schon morgen wieder ändern.
Sein Leben zu genießen, weil alles gerade gut läuft, kann jeder (gut, manche erfinden dann Probleme, aber um diejenigen geht es gerade nicht).
Sein Leben unabhängig vom momentanen Umstand zu genießen – DAS ist, wohin ich dich mitnehme.
Alles genießen, ohne davon sein Lebensglück zu ziehen.

Glücklich zu sein, nicht WEIL man einen tollen Partner hat.
Oder das Eigeheim baut.
Oder endlich Wochenende/Urlaub ist.
Oder weil die Kinder gerade so süß schauen.

Aber Joanna, soll ich mich nicht daran freuen?
DAS HABE ICH NICHT GESAGT.

Du sollst alles extrem genießen, jeden Augenblick.
Aber nicht verzweifeln, wenn das Ganze nicht oder nicht länger stattfindet.

 

 

2. Du bist kein Versager.

Die allgemeine Sicht vom Erfolg ist ziemlich oberflächlich:
Geld, Statussymbole, Ansehen, Beziehung, Familie, Besitz, usw.

Aber nur, weil dein Leben gerade aufgrund der Herausforderungen in keinem dieser Bereiche performt, bedeutet es nicht, dass du versagt hast.
Ich hasse diesen „Hustle hard for your success“- Mind Set, der völlig Zeiten im Leben verkennt, in denen augenscheinlich nichts nach „Erfolg“ aussieht.
Oder man eben nicht husteln KANN.
Es ist nicht so sexy, wenn man jahrelang von kleinen Geldbeträgen leben muss.
Kein Glam, wenn man sich alleine tagtäglich um drei kleine, anstrengende Kinder kümmert.
Keiner klatscht Applaus, wenn alles viel langsamer stattfindet, weil man unter ständigen körperlichen Schmerzen leidet.
Oder sich erstmal von einer toxischen Beziehung erholen muss.

Ich wiederhole mich gerne, wenn ich schreibe:
ES IST VÖLLIG EGAL, OB DU „SCHULD“ BIST ODER NICHT.
Wenn du zu dieser ganzen miesen Suppe auch noch Selbstvorwürfe dazu packst („hätte ich damals, dann würde ich jetzt…“), brauchen wir gar nicht erst weitermachen.
Das verbiete ich dir als Allererstes, ändert nichts an der Gegenwart, was suchst du in „Damals“, wir brauchen dich im Jetzt.

Ich habe es meinen Kindern und meinen engsten Freunden immer und immer wieder eingetrichtert:
Freue dich, wenn es eine Zeit in deinem Leben gibt, in der kein äußerer Hype stattfindet.
Feiere es, wenn dich gerade keiner sieht, keiner lobt, keiner beeindruckt ist, keiner applaudiert.

Das sind die allerwichtigsten Lebensabschnitte.
Genau DA wird deine Persönlichkeit gebaut.

Ich hasse es, wenn meine Gefühle und Gedanken einen High haben, weil sie von positiven Umständen gehyped sind.
„Uuuuuuuh, es läuft!“
So schnell kann man nicht bis drei zählen, wie sich diese beschweren, wenn sich am nächsten Tag daran etwas ändert.
Ein Anruf, eine Rechnung, eine schlimme Nachricht, Zack, Jammertal.
Willkommen in der Hölle der Emotionen, die von Außen gesteuert werden.

Wichtig:
Eventuell musst du dich von deinen „Aber nur SO ist mein Leben schön.“ – Vorstellungen verabschieden.
Manchmal musst du kurz weinen dabei.
Ich versichere dir: Es gibt Millionenfach mehr Möglichkeiten, das schönste Leben zu leben und dann noch genau die eine perfekte für dich, von der du noch keine Ahnung hast.

3. Wie du es meisterst.

Okay, du befindest dich gerade in einer sehr herausfordernden Situation.
Vielleicht ist es eine unerwartet hohe Rechnung, die dich in den finanziellen Ruin treibt (die Meisten, die sich wegen einer hohen Rechnung beschweren, haben immer noch genügend auf der Kante und müssen morgen nicht hungern. Von denen schreibe ich nicht, diese haben die oben erwähnten selbsterfundenen Probleme.).
Vielleicht hast du eine schlimme Diagnose bekommen. Oder jemand Nahen verloren.
Vielleicht gehst du gerade durch eine schmerzhafte Trennung oder stehst vor Problemen, die sehr laut „Überforderung!“ und noch lauter „Das schaffe ich nicht.“ und am allerlautesten „Am liebsten in den Wald zum Sterben.“ schreien.

Folgendes:

– Erstens.
Es wird nicht in den Wald zum Sterben gegangen, auch sonst nirgendwohin und schon gar nicht zum Sterben.
Like i said it a thousand times: Selbstmord ist ein NO GO und darf niemals und unter GAR KEINEN Umständen auch nur erwägt werden.
Ganz egal, wie hoffnungslos alles gerade aussieht, ganz egal, ob du glaubst, dass das der einzige Ausweg wäre:
Es stimmt nicht.
ES IST EINE LÜGE.

Es gibt für dich ganz viele Möglichkeiten, ganz viele Auswege, du bist niemals völlig verloren und dein Leben wird nicht den Bach runtergehen.
Spiele nicht mit diesen Gedanken, stelle es dir nicht vor, male dir nichts aus, wehre den Anfängen.
Du wirfst dein Leben freiwillig nicht weg, egal, wie sehr es gerade weh tut.
HABEN WIR UNS VERSTANDEN?

Okay, weiter.

– Zweitens.
Kein einziger Tag, in dem du deinen vorgestellten/festgelegten/geplanten Weg aufgrund der Umstände nicht durchziehen kannst, ist verloren.
KEIN EINZIGER.

Verloren ist er nur, wenn du dich währenddessen grämst, ärgerst, bemitleidest, mit anderen vergleichst und jammerst.
Das kann jeder, machen Millionen anderer Menschen so, hast du es nicht endlich satt?
Immer dieses Hinterher-Sein Gefühl, ständig dieses „Ich sollte mit 20/30/40.“, findest du es nicht auch widerlich?

Ich habe nicht gesagt, dass du dein Leben nicht aktiv ändern sollst, wo auch immer es möglich ist.
Man kann viel mehr ändern als du glaubst – vielen Umständen ist man überhaupt nicht ausgeliefert.

Aber wenn man gerade durch eine Zeit durchgeht, in der man tatsächlich nichts aus eigener Kraft ändern KANN, dann gibt es nur zwei Dinge.
Du stehst dazu.
Du machst weder dir selbst noch anderen Vorwürfe und schämst dich nicht dafür, dass du jetzt in dieser Situation bist.
Das ist jetzt so und Ende.
Du hörst auf mit Beschweren und Jammern und Schuld Zuweisen und wieder Beschweren und „andere sind jetzt ganz woanders“.
Du hörst auf mit diesem Opfer-Dings.

(Spoiler: Manchmal wirst du dich doch noch kurz beschweren oder jammern. Kurz, okay? Kurz ist in Ordnung.)

Und dann meisterst du es.
WENN du dich in so einer Situation befindest, dann meisterst du diese so voller Würde, Stärke, Lebensfreude und Kreativität, wie es in deiner Macht steht.
Und wenn es Wochen, Monate, Jahre braucht, damit das entstandene Chaos wieder in Ordnung kommt – dann eben.
Nichts davon ist verloren.
Überhaupt nichts.

Du lernst, dich mehr daran zu freuen, dass es dich gibt, und dass du voller Liebe bist (weil das bei einer Liebesbotschaferin so ist), als dass du deine Lebensfreude aus einem Urlaub, neuem Auto oder einer Partnerschaft ziehst (nochmals: Ich habe nicht gesagt, dass das schlechte Dinge an sich sind!).
Du lernst, trotz Widrigkeiten dein Leben zu genießen – du kannst mit dem Genießen unmöglich warten, bis „alles geklärt ist“?
Du lernst simples Gottvertrauen – bei schlimmen Umständen bleibt einem sowieso nichts übrig?
Du erlaubst dir, mitten in den Herausforderungen Glück zu empfinden, OBWOHL noch nicht alles wieder ist, wie du es dir wünschen würdest.
Vielleicht wird es nie wieder so, wie du es dir ursprünglich gewünscht hast.
Dafür garantiert noch besser.
DAS ist simples Gottvertrauen.

Ich halte nicht so viel von „Aushalten“.
Ich will nicht Umstände durchstehen, „bis es wieder schön ist.“
Und ich halte nichts von Resignation – also einer tiefen Traurigkeit und einem inneren Aufgeben, weil nun alles scheiße ist.
Ich will mitten in der größten Herausforderung ruhig schlafen, ohne Bauchschmerzen aufwachen, anderen die größte Hilfe und Zuversicht sein (einer muss ja, mache ich es halt wieder), überall Glück und Lebensfreude verbreiten und dankbar sein (also nicht für das Schlimme, wir verstehen uns. Aber so allgemein für mich und die Liebe.)

Und das Beste kommt noch…

– Drittens.

Immer, wenn du durch eine große Herausforderung gehst und diese meisterst, bist du automatisch eine riesige Inspiration für jeden nach dir, der dasselbe durchleben muss.
Du schlägst förmlich eine Schneise für jede Person, die sich denselben Umständen gegenüber sieht: Schau, es ist MÖGLICH, das zu schaffen.
Du glaubst gar nicht, was für eine rieisge Auswirkung das hat.
Du lebst nicht nur für dich selbst.
Du lernst auch für alle, die nach dir kommen und die es dank dir viel leichter haben („Wenn sie das geschafft hat, dann schaffe ich das auch.“)

Und du schaffst ALLES, was du schaffen sollst.
Vielleicht nicht diese Woche. Oder nicht diesen Monat. Vielleicht braucht es noch ein paar Jahre.
Ich habe niemals gesagt, dass Herausforderungen an sich gut sind – ich würde dir liebend gerne welche ersparen.
Aber die Dinge, die du ausschließlich in einer heftigen Situation lernen kannst, sind das Kostbarste überhaupt.

Verpasse nicht diese Chance.
Ergreife die Gelegenheit.
Beschweren oder bemitleiden kann sich nur derjenige, der einen Grund dafür hat.
Sei du der Erste, der sich diesen Angeboten verweigert.
Wenn nötig, immer und immer wieder.

Du bist überhaupt nicht hinterher und schon gar nicht zu spät für alles, was die Liebe noch für dich hat.

Würde, Stärke, Schönheit.
Immer und überall.
Nicht nur, wenn alles läuft.

 

Liebesgrüße
Joanna

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40 Comment

  1. Reply
    Stefanie
    15. Oktober 2021 at 14:32

    Immer immer wieder baust du mich auf und gibst mir einen liebevollen Schubs.
    Tausend Dank dafür

  2. Reply
    Heike
    15. Oktober 2021 at 14:36

    Joanna, das ist jetzt blöd nu fühle ich mich ertappt.
    Ich nehme deine Worte in mein Portfolio auf.
    Gut gemacht! LG Heike

  3. Reply
    Petra
    15. Oktober 2021 at 14:45

    Einer deiner stärksten Posts!!! Liebe, Würde, Stärke und Schönheit, gibt etwas Besseres für ein erfülltes Leben.? Und, by the way: Wie geil ist es, dass du so etwas beim Augenarzt schreibst???? Hättest ja auch die aktuellen Schundmagazine lesen können

  4. Reply
    Claudia
    15. Oktober 2021 at 14:45

    YESSSSS.
    Ich muss es immer und immer wieder lesen, so schön und so wahr!
    By the way wann erscheint dein Buch?!

  5. Reply
    Heike
    15. Oktober 2021 at 14:48

    „Wir brauchen Dich im.Jetzt“.
    Alles klar: Das Buschmesser zum Schneisen-schlagen liegt bereit (fange erst mal mit den kleinen an:-)).
    Vielen Dank:-), Joanna für diesen Text.
    Herzlichst
    Heike

  6. Reply
    Petra von FrauGenial
    15. Oktober 2021 at 14:57

    Das habe ich gerade wirklich sehr gebraucht. Mehr als mir es bewusst war, dabei war es tief in mir und kam gerade raus mit ein paar Tränchen, gefolgt von einem Lachen, Wegwischen der Tränen und dem Credo: Jetzt erst recht. Also: Danke!

  7. Reply
    Karin
    15. Oktober 2021 at 15:10

    Danke liebe Joanna❤️
    War grade wieder mal ein dringender Reminder.
    Ich jammere momentan wieder zu viel,
    und das nur, weil ich nicht den Mut habe die Situation zu ändern.
    Aus Angst vor Nachteilen.
    Danke

  8. Reply
    Silvia-Cassandra Katzenmaier
    15. Oktober 2021 at 15:15

    Kurz jammern, heulen,schreien, sich den Schmutz abschütteln und Aufstehen. Das ist das Leben was wir nur einmal besitzen. Du erinnerst immer wieder daran.
    DANKESCHÖN DAFÜR.

  9. Reply
    Fitore
    15. Oktober 2021 at 15:16

    Needed this! Danke Joanna! ♥️

  10. Reply
    Corinne
    15. Oktober 2021 at 15:17

    Danke, danke, danke!!! Der Text kam genau zum richtigen Zeitpunkt und ist so so wertvoll ❤️

  11. Reply
    Stadtrandmama
    15. Oktober 2021 at 15:19

    Liebe Joana, großartiger Text und so wahr. Nach vielen Jahren Liebesbotschaft und Arbeit an den eigenen Gedanken lasse ich mich nur noch ganz selten vom „Teufel“ beeindrucken 😉 ich freue mich auch schon sehr auf Dein Buch und hoffe es lassen sich ganz viele von Deinem heutigen Text inspirieren 🙂 ich les auch nochmal, Liebe Grüße

    1. Reply
      Laura
      15. Oktober 2021 at 18:30

      Johanna, danke!
      Gelesen, verinnerlicht und fühl mich dadurch absolut bereichert. Ein ganz starker Text.

  12. Reply
    Diana
    15. Oktober 2021 at 15:27

    Hi, als ich so Mitte 20 war, dachte ich immer „wenn man 50 ist, da kann einem doch nix mehr passieren. Man ist erwachsen, weiß wie der Hase läuft und steht über allem. Jetzt mit 50 denk ich, wohin mit all meinen Problemen; es läuft gar nicht so wie ich mir das gedacht habe. Ich lerne aber -auch dank Dir- die Probleme anzunehmen aber trotzdem mich nicht von Ihnen beherrschen zu lassen. Ich achte darauf, dass ich die schönen Dinge, sind sie noch so banal, in vollen Zügen genieße, obwohl die Probleme davon sicherlich nicht verschwinden. Schritt für Schritt habe ich dadurch das Gefühl mein Leben nicht einfach den Sorgen zu überlassen – und dass ist ein schönes Gefühl! LG

  13. Reply
    Stephanie
    15. Oktober 2021 at 15:36

    „Vielleicht wird es nie wieder so, wie du es dir ursprünglich gewünscht hast.
    Dafür garantiert noch besser.
    DAS ist simples Gottvertrauen.“

    This. ❤︎
    Man weiß es eigentlich, man muss es sich in manchen Situationen nur wieder in’s Gedächtnis holen. Danke dass du das heute erledigt hast, Joanna ❤︎

  14. Reply
    Tine
    15. Oktober 2021 at 15:41

    Was du schreibst, ist alles so wahr… Und es tut unglaublich gut, das zu lesen und sich bestärkt zu fühlen.

    Seit vier Jahren fallen mir nonstop Herausforderungs-Brocken vor die Füße – immer wenn ich dachte, der eine Brocken sei weggeräumt und ich könne nun endlich wieder an mein altes Leben anknüpfen, kam der nächste. Bis ich irgendwann (ziemlich spät, um ehrlich zu sein) anfing zu verstehen, dass sich manche Brocken nicht mehr wegräumen lassen und von nun an zu meinem Leben dazugehören werden.

    Ich werde jedoch den Teufel tun (der Ausdruck ist bewusst gewählt…) und meine Lebensfreude, meine Dankbarkeit für mein Leben und für das Schöne, was es darin gibt, davon abhängig zu machen, dass alles wieder so rund und „perfekt“ ist wie davor.

    Ich will nicht nur lernen, mit Verlusten zu leben, wie es so oft heißt – das klingt so resignativ und einschränkend. Das ist nicht genug. Ich werde weiterhin das schönste Leben haben und wenn die bisherigen Wege dorthin nun versperrt sind, werde ich neue Wege finden, aber ans Ziel wird immer noch das gleiche sein. Und das Teufelchen, das mir in einem schwachen Moment einflüstern will, dass es keine neuen Wege gibt, bekommt nur einen verächtlichen Blick von mir. Meine Wege mache ich mir selber – und wenn sie nicht mehr so breit und komfortabel sind wie bisher, dann sind es halt Trampelpfade, was solls – Hauptsache, sie bringen mich ans Ziel. Und das werden sie tun :-).

  15. Reply
    Tine
    15. Oktober 2021 at 15:51

    Ups, ich meinte natürlich im letzten Abschnitt: …das (nicht ans) Ziel wird immer noch…

  16. Reply
    Papagena
    15. Oktober 2021 at 16:05

    Evtl. weine ich jetzt kurz ein bisschen.
    Lieb‘ dich.

    Papagena

    1. Reply
      Joanna
      15. Oktober 2021 at 16:11

      Ich dich auch!

  17. Reply
    Roland
    15. Oktober 2021 at 16:14

    Vielen Dank für den tollen Text! Speichere diesen gerne ab und wird immer wieder ein Augenöffner sein.

  18. Reply
    Sandra Rehle
    15. Oktober 2021 at 17:01

    Ich lieb dich! Wie schön, dass es dich gibt!

  19. Reply
    Renate
    15. Oktober 2021 at 17:12

    Wieder einmal zum Niederknien gut.

    Danke liebe Joanna

  20. Reply
    Lina
    15. Oktober 2021 at 17:29

    „Du lebst nicht nur für dich selbst.“
    ❤️❤️❤️

  21. Reply
    Andrea
    15. Oktober 2021 at 17:58

    Oh Gott, das kam zum richtigen Moment!
    Du bist sooooo großartig!!! Ich danke Dir!!!!
    I ♥️ You!!!

  22. Reply
    Rena.spain
    15. Oktober 2021 at 18:40

    Toll geschrieben, Joanna. Dazu würde auch der Spruch von Kierkegaard passen „Man kann das Leben nur rückwärts verstehen,muss es aber vorwaerts leben“. Von einer Rückschau halte ich persönlich gar nichts, ausser dass man von den negativen Erlebnissen gelernt hat. Und ein gutes, zufriedenes Leben kann man sich überall einrichten. Es liegt an mir und nicht an meiner Umgebung. Ausserdem ist es sonnenklar, dass nach jeder Finsternis irgendwann das Licht kommt. Also…. immer in die Sonne schauen.

  23. Reply
    Dagmar
    15. Oktober 2021 at 19:57

    Danke liebe Joanna

  24. Reply
    Heidemarie Walter
    15. Oktober 2021 at 20:42

    Ich saß heulend vor dem Text. Genau richtig zur richtigen Zeit. Danke Joanna

  25. Reply
    Annika
    15. Oktober 2021 at 21:59

    Liebe Joanna,
    Dieses Mal hab ich 70% von Deinem Eintrag schon beherzigt und lebe es so sehr. Ich brauche für viele Erkenntnisse länger, aber dafür stürmen sie wie ein Orkan in meinen Kopf, wirbeln alles durcheinander und hinterlassen absolute Klarheit. Das Bild ist reduziert und klar. Wie ein Puzzlebild, dass endlich Sinn ergibt. Ich kämpfe aber manchmal mit meinem Kopf, meiner größten Stärke und heftigsten „Waffe“, wenn ich mich verliere in Angst und irrationalem Gedanken. Ich war jetzt krank und gestern hatte ich solche Kopfschmerzen, dass ich dachte: da ist er wieder, mein imaginärer Hirntumor, vor dem ich schon früher Angst hatte, weil er krankhaft und unerreichbar für mich war. Aber es ist nur meine Angst. Ich war so verzweifelt, habe mich die ganze Nacht mit dumpfen Schmerzen hin und hergewälzt und heute Morgen aufgestanden und dachte: bitte nicht. Keine Kopfschmerzen mehr. Und dann dachte ich: was würde Joann machen? Richtig: mein Tag, meine Regeln. Ich will keine Kopfschmerzen. Radio laut an, beim Zähneputzen zur Musik getanzt und weg sind die dunklen Wolken. Ich kann es, wenn ICH WILL. Und ich werde es immer wieder versuchen, auch wenn die Tage wieder grau daherkommen. DAnke. Danke für all das.

  26. Reply
    Viola
    16. Oktober 2021 at 3:54

    Liebe Joanna, wenn es einen Text gibt, den ich absolut gebraucht habe/brauche, dann diesen hier.
    Ich werde nächste Woche 30 und in meinem Leben ist u.a. gesundheitlich einiges schief gegangen. Nachdem ich mich trotzdem durchs Studium gebissen habe, bin ich nach ein paar Monaten im ersten Job erneut krank geworden und das ganze Jahr joblos, in Ungewissheit und mit fiesen Schmerzen. Ich fühle mich ständig, als müsse ich mich rechtfertigen. Wenn ich deinen Text lese (und den werde ich noch häufiger lesen), ist es ein bisschen wie eine Freisprechung. Ich möchte die Frau werden, die sich das selbst geben kann (und später vielleicht auch anderen). Und dabei hilfst du mir. Danke von Herzen ❤️

  27. Reply
    Nicole
    16. Oktober 2021 at 7:21

    Sehr guter Text

  28. Reply
    Rosa
    16. Oktober 2021 at 8:43

    oh man – genauso geht es mir gerade….Post kam gerade richtig.

    Merci. Du bist unschlagbar.

  29. Reply
    Tanja Sonneck
    16. Oktober 2021 at 9:14

    Vor ziemlich genau 11 Jahren ist mein Mann in einem Autounfall als Beifahrer am obersten Halswirbel so verletzt worden, dass er seither chronisch krank und arbeitsunfähig ist. Damals war unser drittes Kind einen Monat alt…
    Die letzten 10 Jahre waren verdammt hart. Ich wollte mehrfach aufgeben, egal was, nur damit ich wieder mehr das Gefühl von Kontrolle in meinem Leben hätte. Habe ich aber nicht. Und mein Mann auch nicht. Es war alles sehr, sehr schwer und es ist nicht „vorbei“, aber wir haben beide gelernt, das beste aus augenscheinlich immer weniger zu machen. Und unsere Kinder ebenfalls. Wir waren nicht im Urlaub, weil die Therapien meines Mannes viel Geld kosteten und wir konnten als Paar vieles nicht tun, was „man als Paar macht“. Ich war oft voller Selbstmitleid und Minderwert und obendrein wurden wir auch noch ständig von unseren Nachbarn dafür beneidet, dass wir „unser Geld ohne Arbeit bekommen“, denn mein Mann ist Lehrer und bekommt Pension, wir waren dank seiner Fürsorge gut versichert und ih konnte zuhause bleiben und unsere drei Kinder streckenweise allein großziehen. Diese Zeit war schlimm und wichtig, wie eine Geburt. Ich habe die Zeit genutzt um meine inneren Baustellen kennen zu lernen und mein authentisches Ich inmitten dieses Sturms zu finden und mein Mann hat dasselbe auf seine Art getan. Wir haben uns als Paar nie ganz losgelassen. Nicht, weil wir durchhalten wollten, sondern, weil wir es mussten. Und jetzt kommt der Punkt: Unsere Liebe ist immer stärker geworden, je mehr alle „man solltes“ wegfielen. Jemanden zu lieben, in dem Moment wie er eben ist, ist ein Geschenk, das ich jedem wünsche.
    P.S. Wir bekommen demnächst eine Erbschaft und kaufen uns eine Sauna und renovieren unser Haus. Dass unsere Nachbarn wahrscheinlich unglaublich boshaft und neidisch darüber denken werden, ist etwas, das SIE wohl für IHREN Weg brauchen. Wir zwei freuen uns über etwas, das wir tatsächlich gemeinsam machen können und das uns entspannt und gut tut. Unser Leben, unsere Regeln! ❤️

    1. Reply
      Felix
      18. Oktober 2021 at 22:34

      Hallo Tanja, danke für deinen Post. Ich finde es beeindruckend, stark, bewundernswert und einfach schön, dass du zu deinem Mann gehalten hast und ihr die schwere Zeit zusammen durchlebt habt. Ich wünsche euch alles Gute für eure Zukunft, noch viele schöne Erinnerungen und Spaß mit der Sauna!

  30. Reply
    Janine
    16. Oktober 2021 at 9:20

    Liebe Joanna,
    langsam werden mir Deine hellseherischen Fähigkeiten unheimlich. Genau HEUTE habe ich diesen post gebraucht. Und ich danke, danke, danke Dir aus vollem Herzen!!!
    Ich habe die Kleenex-Packung weggeräumt, mich hübsch gemacht und gehe jetzt einen Kaffee trinken und besorge mir vorher ein schönes Buch. DU hast mein Gottvertrauen wieder auf full load gebracht.

    Du bist die Beste!
    Hugs&kisses von

    Janine

  31. Reply
    Ava
    16. Oktober 2021 at 10:04

    Mal wieder alles auf den Punkt gebracht. Deine Texte holen mich ganz oft ab und ich lese sie immer wieder, um meine Gedanken zu festigen!
    Vielen vielen lieben Dank für Deine supertollen Anstöße und dem Mutmachen!

  32. Reply
    Julia
    16. Oktober 2021 at 10:25

    Da triffst du den Nagel auf den Kopf und holst die Menschen, samt Ängsten ab 🙂 ich denke wir alle kennen das Gefühl und die Angst den „Anschluss“ zu verlieren und nicht mit zu kommen …. Daran erinnert zu werden, hierbei nicht in Selbstzweifel und Ängsten unterzugehen und zu verstehen und zu akzeptieren das man das beste aus jedem Tag holen kann, holt einen ab und lässt das Gedankenkarusell (zumindest kurz) anhalten

  33. Reply
    Bettina
    17. Oktober 2021 at 10:12

    Super, vielen Dank!!! Deine Posts sind unendlich wertvoll! Ganz liebe Grüße!

  34. Reply
    Beatrix Lehnhardt
    17. Oktober 2021 at 14:33

    Liebe Joanna. Ich begleite dich ganz von Anfang an. Kommentiert habe ich, glaube ich noch niiie, aber jetzt muss ich es. ‚Willst Du Gott zum Lachen bringen, erzähle ihm von deinen Plänen“ heißt es ja auch. Das Leben hat mich arg durch die Mangel gedreht: Herzinfarkte, Reanimation, Bypässe, Schilddrüsen-OP…. vor 2 Jahren dann der schwere Schlaganfall des Liebsten, mitten im Urlaub…
    An allen Tagen und in der tiefsten Dunkelheit hatte ich Dich bei mir, warst du mein Licht. Is so, auch wenn das sehr pathetisch klingt. Du/Deine Texte haben mir immens geholfen, weiter zu machen, nicht aufzugeben, positiv zu bleiben, Freude zu haben an kleinen Dingen, mich selbst wert zu fühlen uvm. DANKE Joanna.

    1. Reply
      Joanna
      17. Oktober 2021 at 20:47

      Das klingt UNENDLICH schön, Beatrix ❤️!!!

  35. Reply
    Annett Wallraf
    18. Oktober 2021 at 12:52

    Danke für Dich, für die Erinnerung, ich wische die Tränen weg und gehe vorwärts ❤️

  36. Reply
    Jule
    21. Oktober 2021 at 16:52

    Danke, Joanna! Da ist sie, deine Antwort. ❤️

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