Inspiration, Lifestyle

Liebesbotschaft Daily: 3 Tipps gegen den Corona Blues. Wie ich es mache.

Heute will ich meine persönlichen Tipps für einen veränderten Alltag teilen:
Für diejenigen, die tatsächlich mehr Zeit als üblich daheim verbringen und/oder diese Zeit alleine meistern müssen.

Selbst, wenn die eigene Existenz durch die Corona-Krise momentan nicht unmittelbar bedroht ist (wie in diesem Artikel beschrieben), kann keiner leugnen, dass ihn die Geschehnisse kalt lassen.
„Andere trifft es schlimmer“ mag für einen Moment dankbar stimmen.
Im nächsten Augenblick schon wird man überrollt von den beängstigenden News, erschreckenden Zahlen und ungewissen Zukunftsaussichten.
„Jammer‘ nicht, die Kinder in Afrika müssen hungern.“ hat meines Wissens das eigene Leid noch nie dauerhaft relativiert.
Über den eigenen Tellerrand zu schauen ist zwar nicht unwichtig, aber das Leben ist kein Kummer-Wettbewerb.

Ich verrate euch heute, was sich bei mir seit Corona verändert hat und worauf ich gerade ganz besonders achte.

 

 

 

1. Gedankenhygiene.

Ich kaufe gerade frisches Brot, als mein Blick unweigerlich auf die Schlagzeilen einer bekannten Boulevardzeitung fällt.
Ich lese nur wenige Schlagwörter, und spüre beinahe körperlich, wie eine Welle der Angst von ihnen ausgeht.
Stop.

Ich singe 2 mal hintereinander das „Happy Birthday“, während ich meine Hände wasche – alles, was man anfasst, könnte potenziell mit Keimen verseucht sein.
Ebenso rigoros achte ich momentan auf Gedankenhygiene – alles, was gerade draußen herumschwirrt, könnte potenziell mit Angst verseucht sein.

Ich will ganz ehrlich sein:
Wenn du gerade mehrmals täglich die Nachrichten verfolgst, wirst du es nicht packen.
Deine Emotionen werden rauf und runter fahren (eher runter), die Sorgen werden ins Unermessliche steigen, die Zukunftsangst wird dir die Luft zuschnüren.
Du hast keine. Chance.

Zur Gedankenhygiene gibt es momentan keine Alternative – die Angst wird dir jede Lebensfreude, jede Kreativität und jeden Lösungsansatz rauben.
Sie wird mit dir abends ins Bett gehen und morgens mit dir aufwachen.
Irgendwann gewöhnst du dich an einen bedrückten, sorgenvollen Zustand und verbringst einen bedrückten, sorgenvollen Frühling.
Was für ein Jammer!

 

Bei Gedankenhygiene bin ich EXTREM konsequent.
Das funktioniert so einfach wie Unkraut jäten, und HIER findest du die exakte Anleitung dazu.

 

 

2. Mache es dir schön.

Ich weiß, ich sage das ständig, aber diesmal mit noch mehr Nachdruck:
Mache es dir schön.
Wenn du es dir nicht schön machst, dann hast du es nicht schön.

Trinke morgens einen köstlichen Tee in der schönsten Tasse.
Bringe einen blühenden Zweig vom Spaziergang mit und stelle ihn neben dein Bett.
Bestelle in einem kleinen Online Shop deine liebste Schokolade und freue dich immens, wenn sie ankommt.
Bewege dich täglich an der frischen Luft – und wenn es nur 10 Minuten sind.
Zünde abends eine duftende Kerze an und stelle eine hübsche Flasche mit Pflege ins Badezimmer, auf die du dich jeden morgen freust.
Koche dir jeden Tag etwas Gutes.
Tanze im Wohnzimmer zur Morena von Empresarios. Oder zu Youngblood.

Ich gestalte meinen Tag so, dass alles, was mit mir zu tun hat, Schönheit und Genuss widerspiegelt – all das oben Erwähnte und noch viel mehr.
Ich mache das wirklich!
Ich warte weder darauf, dass jemand anderes es mir schön macht, noch warte ich, bis die Krise vorbei ist und ich es dann endlich schön habe.

Wie du deinen Tag gestaltest, so gestaltest du dein Leben.


3. Speed Up statt Slow Down.

Alle schreiben gerade von „zur Ruhe kommen“.
Gerade kommt ganz viel zur Ruhe – gezwungenermaßen.

Verwechsle allerdings Ruhe nicht mit Faulheit, Lethargie oder Prokastination.
Man kann seine Zeit auch wunderbar verschwenden, indem man stundenlang alle News aktualisiert, die neuesten Ansteckungszahlen kennt und alle Pro und Kontras der Ausgangssperren abwägt.
Wenn du nicht gerade ein Politiker in führender Postion bist, ist es aber einfach nur eine 1A-Ablenkung und Zeitvergeudung:
Was bringt es für dein persönliches Leben, wenn du weißt, welches Land welche Corona-Maßnahmen ergriffen hat?
Nichts.
Und ist obendrauf extrem kontraproduktiv zu Punkt 1.

Verwechsle Ruhe auch nicht mit depressiven, nachdenklichen oder melancholischen Stimmungen: Diese bieten sich besonders gut an, wenn man nicht viel zu tun hat.
Abends ist der Tag zu Ende, und ein Entspannungsbad auch nicht so wirklich entspannend, wenn man nichts getan hat, wovon man entspannen müsste.

Weißt du, was ich gemacht habe, als es vor 1 1/2 Wochen so richtig mit dem zu Hause Bleiben losging?

Es war, wie wenn jemand einen Go!-Schalter umgelegt hätte.
Ich schmiss meine üblichen Routinen über den Haufen und stand ab sofort sehr viel früher auf.
Ich fing wieder mit etwas Sport an, räumte mein Apartment auf und erhöhte mein Arbeitspensum auf das Dreifache, ganz ohne Motivation von Außen, ohne Bezahlung meiner Partner, ohne Erwartung meiner Leser.
Während alle Welt so: Slow Down, ich so: Speed Up.

Was nach konsequenter Selbstdisziplin klingt, ist viel mehr Tatendrang – ich kann unmöglich im Bett bleiben, mich stundenlang von sehr, sehr wichtigen News ablenken lassen, auf der Couch abhängen oder mich um meine Zukunft sorgen, selbst, wenn jeder Umstand mir das glaubhaft vermitteln wird.
Für sowas habe ich gerade keine Zeit.
Ich will nur eins: Für meine Leser da sein (klingt kitschig, ist aber wahr).
Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.

Wenn du also merkst, dass du zu viel grübelst, und nichts so richtig auf die Reihe bekommst, dann wird „Getting Shit Done.“ dir neuen Push liefern – garantiert!
Stelle etwas so richtig Tolles auf die Beine.

Und übrigens:
Um es sich schön zu machen, muss man staubsaugen, Fenster putzen, das Bett neu beziehen und die Küchenschränke wischen – Punkt 2 + Punkt 3 in Einem!
GENIAL.

 

Jetzt wisst ihr, wie ich es gerade mache.

 

Liebesgrüße
Joanna

You Might Also Like

vor
zurück

14 Comment

  1. Reply
    Eva
    24. März 2020 at 19:52

    Dankeschön, liebe Joanna. Diese Zeilen kamen gerade sehr passend für mich!

  2. Reply
    Rieke
    24. März 2020 at 19:54

    Haha…ich bin zwar noch Liebesbotschaft-Azubi, merke aber gerade, dass ich schon mindestens im zweiten Lehrjahr bin! Habe keine (!) Dreckwäsche (5 Personen Haushalt) mehr im Keller, Sofa- und Stihlbezüge sind gewaschen, Ofen ist an, Pasta gleich fertig…und die aktuellen Zahlen kenne ich eh nicht. Dafür bin ich wieder top in Mensch-ärgere-dich nicht und meine 7jährige liest mir jeden Tag ein Kapitel aus ihrem neuen Buch vor. Klar, es ist nicht alles gut oder normal, aber ich habe keine Angst, und dadurch meine Kinder auch nicht. Wir genießen uns maximal. Bin sogar geneigt, mich Morgen mal der Bügelwäsche zu widmen… #lebenamlimit
    Digitaler Knutscher, Deine Rieke

  3. Reply
    Mumbai
    24. März 2020 at 20:23

    Es gibt mehr Dinge auf der Welt, die wir fürchten, als Dinge, die uns wirklich zerstören. Wir leiden viel öfter in unserer Vorstellung als in der Realität.“ weiser Spruch v.Sokrates
    Angst fressen Seele auf also besser die Seele mit den schoenen und positiven Dingen des Lebens naehren aber auch hinter die Kulissen schauen ist notwendig.

  4. Reply
    Petra von FrauGenial
    25. März 2020 at 1:21

    Ich glaube Gedanken Hygiene und Speed Up werden gerade zu meinen Lieblingswört….eher Lebenseinstellung für den richtigen Grove in meinem Leben.

  5. Reply
    bolobabs
    25. März 2020 at 7:05

    Genau so ist Sie, die Liebesbotschafterin..Botschaften, Anstöße und ein „klar,warum nicht“ – helfen mir leicht geführt durch diese Zeit..Danke

  6. Reply
    Deborah Jover
    25. März 2020 at 7:10

    Du Liebe, danke für diesen Post!
    Ich sehe es 1000% genau so. Gerade jetzt muss es darum gehen, Gas zu geben, den Fokus absolut selbstbestimmt auszurichten und sich selbst zu steuern. Und sich aus dieser emotionalen Suppe zu befreien. Es sind gerade extrem viele schlechte vibes überall, trotzdem ist es unsere eigene Entscheidung, welcher wir folgen. In diesem Sinne: lasst uns das wunderbare Leben genießen!
    Liebste Grüße aus Berlin

  7. Reply
    Sabine
    25. März 2020 at 10:15

    Toller Text! Bin ich voll dabei. Je weniger News, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dass der gesunde Menschenverstand erhalten bleibt.

  8. Reply
    Karoline
    25. März 2020 at 10:25

    Hallo Joanna! Du tust so gut! Nach dem Text habe ich mir eine Playlist erstellt, die ich gerade höre und tanze auf dem Balkon wie eine Verrückte :D…ich ziehe gerade das Unkraut aus den Kübeln, und meine Nachbarin tut es mir derweil gleich :)…Danke für den Input!
    Viele liebe Grüße, Karoline. 🙂

    1. Reply
      Joanna
      25. März 2020 at 12:46

      Oh ❤️!!!!

  9. Reply
    Limage
    25. März 2020 at 19:29

    Liebe Joanna, danke für die Einblicke in deinen Alltag. Ich kann das alles sehr gut nachempfinden, früher hab ich nie Nachrichten geschaut und dankt wunderbar leben können. Plötzlich wird die Tagesschau zur Daily Soap und alles krampft sich zusammen. Das habe ich nach ein paar Tagen direkt wieder eingestellt und schon lebt es sich wieder leichter. Persönlich relevante News bekommt man eh per Mail oder so.
    Zum Händewaschen: ein Vaterunser entspricht auch der empfohlenen Länge.
    Und tausend Dank für Eure täglichen Beiträge!!❣️

    1. Reply
      Joanna
      25. März 2020 at 20:07

      So gerne ❤️!

  10. Reply
    Martina
    25. März 2020 at 23:01

    Danke ❤️ Einfach nur danke danke danke!!!!!

  11. Reply
    Marion (Unterfreundenblog)
    26. März 2020 at 11:46

    Wie du deinen Tag gestaltest, so gestaltest du dein Leben.

    Hell YEAH! Warum verlesen die eigentlich nicht Deine Tipps in den Nachrichten? Damit wäre allen so viel mehr geholfen!

    Kein Virus dieser Welt wird mir mein Lachen und meine Freude nehmen. Punkt! Die gewonnene Zeit nutze ich ausschließlich für Schönes. Kreativ sein, Schreiben, mir und anderen Freude machen – my kind of #spreadlove

    Danke für Deine Dailys – die sind fester Teil meiner neuen Routine

    1. Reply
      Joanna
      26. März 2020 at 14:55

      Yes, yes, yes, Marion! genau SO!

Schreibe einen Kommentar