Inspiration

3 Dinge, über die keiner am Muttertag spricht und warum deine Eltern nicht an deinem Unglück schuld sind.

Der Muttertag ist gerade erst vorbei (mir fällt gerade auf, meine Kinder haben diesen schon wieder vergessen. DAS HOLT IHR NÄCHSTES JAHR NACH, FALLS IHR DAS JETZT LEST! HABEN WIR UNS VERSTANDEN?!), und an solchen Feiertagen wird Social Media regelrecht überflutet:
In den blumigsten Worten, ausgefallensten Beschreibungen und tiefster Liebesbezeugungen wird von den eigenen Familienmitgliedern geschwärmt.

Die eigene Mutter sei „Das strahlendste Vorbild, die beste Freundin, die größte Inspiration und die bedingungsloseste Unterstützung.“

Wahlweise werden die Rollen getauscht, und das eigene Kind ist der Höhepunkt der Emotionen, denn das sei „Die größte Liebe des Lebens, die tiefste Erfüllung, die einzige Bestimmung, das überwältigendste Glück.“

Die Flut der Emotionen in Ehren, aber in Wahrheit gibt es ebenso viele verkorkste, komplizierte, oder miese Mutter-Kind-Beziehungen.
(Beziehungsweise Eltern-Kind-Beziehungen, aber wegen dem o.g. Anlass nehme ich die Mutter als Grundlage für meinen Text.)

Über solche Dinge spricht keiner, und doch haben sie ein enorm grosses Leidenspotenzial.
Damit das Leid aber endlich ein Ende hat, werde ich heute darüber sprechen – einer muss ja, also dann eben ich :).

1. Du bist nicht für das Glück deiner Mutter verantwortlich.

Bei manchen Müttern ist Frust, miese Laune und Stress eher die Regel, denn die Ausnahme:
Vielleicht befinden sie sich in einer unglücklichen Partnerschaft, haben finanzielle Sorgen, leiden an einer Depression, oder wissen selbst nicht so recht, wohin mit sich und ihrem Leben.
UND DAS IST NICHT SO SELTEN, WIE MAN GLAUBT.
Ist die Belastbarkeit aufgrund der Umstände sowieso niedrig, dann ist alles Spontane, Laute, Unberechenbare, Wilde, Anstrengende (sprich = alles Kindliche) ein zusätzlicher Stressfaktor für die Mutter.

Und ganz egal, wie sehr sie sich „zusammenreißt“: die Kinder haben ganz feine Antennen, und finden schnell heraus, was Mama glücklich macht, und was sie zusätzlich anstrengt.
Dementsprechend passen sie (oft unbewusst) ihr Verhalten an: Sie sind stiller. Oder lustiger. Oder strengen sich in der Schule enorm an. Oder wählen ein Hobby, das die Mama mag. Oder helfen mehr im Haushalt.
Dieses Muster kann bis ins hohe Alter weiterlaufen, denn man weiß schließlich, was der Mama gefällt, richtig?
Wollte sie nicht schon immer jemanden, der studiert?
Und sind ihr größter Wunsch nicht Enkelkinder?
Und wäre sie nicht zutiefst enttäuscht, wenn man nicht bei jedem Familienfest erscheint?

Und zack! versucht man (selbst mit 37 Jahren!) die Mama glücklich zu machen, denn „Würdest du öfter vorbeischauen, dann wäre ich nicht so einsam.“, usw.

Die Wahrheit lautet:
Du bist nicht für das Glück oder Unglück deiner Eltern verantwortlich.
Du bist nicht dafür verantwortlich, ob deine Mutter heute gute Laune hat, oder schlechte, weil „du dich so lange nicht gemeldet hast“.
Du bist nicht dafür verantwortlich, dass sie verbittert ist, weil sie „aus ihrem Leben etwas machen wollte, aber dann hat sie dich bekommen, und alle Chancen verpasst.“
Du bist nicht dafür verantwortlich, dass sie dir insgeheim die Schuld dafür gibt, in einer toxischen Beziehung geblieben zu sein, „damit du ein Elternhaus hast“ (WTF, wer will in einem toxischen Elternhaus aufwachsen?).

Du. bist. nicht. für. deine. Mutter. verantwortlich.
Es ist nicht deine Schuld, nicht deine Sache, non of your business.

Willst du sie ermutigen, lieben, beschenken, unterstützen und ihr praktisch helfen, dann nur, weil DU ES AUS FREIEN STÜCKEN UND AUS LIEBE ZU IHR WILLST, und nicht, weil sie es von dir erwartet.

Wofür du stattdessen die Verantwortung trägst?
Du bist dafür verantwortlich, erstmal auf Abstand zu gehen, wenn dich jede Begegnung und jedes Gespräch mit deiner Mutter runterzieht.
Du bist dafür verantwortlich, eine Hochzeitsfeier/Kommunion/60ten Geburtstag/Beerdigung erst gar nicht zu besuchen (oder ohne Angabe von Gründen früher zu verlassen, wenn es ätzend wird), wenn du danach immer erstmal 2 Tage brauchst, um dich davon emotional zu erholen.
Du bist dafür verantwortlich, dich nicht manipulieren zu lassen, und dir keine süffisanten, verletzenden oder respektlosen Bemerkungen anhören zu müssen – über dich im Allgemeinen, deine Figur, deinen Erziehungsstil, deine Lebensweise, deinen Kleidungsstil, deine Jobwahl im Speziellen – indem du klare Ansagen machst oder in Konsequenz den Kontakt ganz sein lässt.

DAS ist deine Verantwortung.
Nicht, ob es der Mama gut geht.
Und nicht, ob du ihr gefällst.
Ob du ihr gefällst oder nicht, geht dich nämlich überhaupt nichts an.

2. Du bist nicht für das Glück deiner Kinder verantwortlich.

Ich bin eine der wenigen, die diesen Satz schreiben dürfen, weil jeder weiß, wie glücklich die Kindheit meiner Brut war ;).
Und wie intensiv ich die Zeit als Vollzeit-Mama von 3 Kindern genossen habe.
Die obere Aussage ist GANZ BESTIMMT keine Legitimation für einen egoistischen Lifestyle mit Kindern.

Die Wahrheit lautet:
Kinder zu haben, ist eine erfüllende Aufgabe, aber nicht DIE ERFÜLLUNG.
Kinder zu haben, ist the closest thing to Selbstlosigkeit, aber nicht DIE LIEBE.
Kinder zu haben ist wirklich wunderschön, aber von kurzer Dauer – denn sie ziehen aus (kaum zu glauben!), werden selbstständig und du siehst sie vielleicht jahrelang nicht mehr.

Solltest du deine Identität in deinem Muttersein gegründet haben, dann wird es schlimm für dich, wenn die Kinder weg sind – von heute auf morgen ist deine Erfüllung, deine Liebe, und „alles, was mir wichtig ist“ weg, und dann?!
Was ist dann?
Lebst du dann ohne Erfüllung und ohne Liebe im „verlassenen Nest“?
Das wäre sehr würdelos.

Man kann aus diesem Mutter/Elternsein tatsächlich sehr viel Bestätigung, Liebe und Erfüllung ziehen, und sich regelrecht in den Emotionen verlieren – gesellschaftlich absolut akzeptiert und hoch gelobt.
Ich halte diese Kind-Fokussierung allerdings für total ungesund für alle Beteiligten.

Drehe dich nicht so um dein Kind und mache dich nicht verrückt, wenn mal etwas nicht klappt (passiert oft genug), konzentriere dich stattdessen darauf, ein glückliches Leben zu führen – davon profitieren alle am Meisten, inklusive deiner Kinder.
Sind die Kinder dann weg, ändert sich für dich überhaupt nichts – du bist genauso glücklich wie zuvor, nur diesmal ohne Kinder (ist auch billiger auf die Dauer ;)).
Frei von den eigenen Kindern zu sein, ist das Entspannteste überhaupt, und das kann man schon üben, bevor sie ganz ausziehen:
aus den Augen – aus dem Sinn.
Das ist Freiheit.

Ist das Kind deine absolute Priorität, wird auch deine Tageslaune von der Tageslaune des Kindes abhängig sein, und du wirst immer darum bemüht sein, diese positiv zu halten: Was kannst du tun, damit die Stimmung wieder gut ist? Ein Eis? Kino? Hilfe bei den Hausaufgaben? Mehr Taschengeld? Lustige Scherze?
Das ist nicht nur sehr wechselhaft und anstrengend, sondern obendrauf verkehrt, denn dann führt eigentlich das Kind.
In einer Eltern-Kind Beziehung sollte aber niemals das Kind führen, das ist überhaupt nicht seine Aufgabe!

Du bestimmst den Kurs.
Du gibst die Richtung vor (wichtig ist, dass die Richtung gut ist ;)).
Das Kind kann folgen.
Ob es dabei eher gute oder schlechte Laune hat, ist nicht dein Problem.

Spoiler:
Dein Kind wird in der Zukunft ganz oft irgendwelchen Blödsinn anstellen, und falsche Entscheidungen treffen, mit Leuten zusammensein, mit denen du nicht einverstanden bist, und auch mal unglücklich sein.
Stell dir, das ist alles nicht deine Schuld.

Ach ja, speaking of Schuld….

3. Deine Eltern sind nicht an deinem Unglück schuld.

Es gibt entsetzliche Elternhäuser:
Schläge statt Liebe. Manipulation statt Zuwendung. Missbrauch statt Unterstützung. Vernachlässigung statt Kümmern.
Die Liste der Höllenqualen ist lang.

Weißt du, was ich glaube?
Ich bin davon überzeugt, dass Personen, die eine wichtige Rolle spielen und eine große Aufgabe im Leben haben, oft schon ganz früh die schlimmsten Widerstände erleben.
Der Teufel ist nicht dumm, er weiß, mit wem er es zu tun hat – und wenn er es schafft, die Person schon in der Kindheit zu schädigen, dann hat das für ihn nur Vorteile.
Die Wunden sind tief, die Folgen für die Persönlichkeit verheerend, ein klarer 1:0 Sieg der Finsternis.

Ich weiß, dass ich mich mit dem, was ich jetzt schreiben werde, auf ganz dünnes Eis begebe, denn es gibt unzählige Therapien, Bücher, Methoden und Techniken, wie man das Vergangene aufarbeitet.
Dann beschäftigt man sich Jahre- und Jahrzehnte lang mit dem Leid, und verfestigt die Opfer-Mentalität.
Dann bist du diejenige, deren Mutter psychisch krank war.

Mein Vorschlag dagegen lautet:
Wir drehen das Ganze ins genaue Gegenteil.
Und zwar heute. Und zwar jetzt.

Schlimm genug, was alles passiert ist. Mag sein, dass deine Eltern das verursacht haben.
Aber jetzt kommst DU.

Du bist nicht das Opfer deiner Mutter/deines Vaters – du bist DIE LIEBE.
Du bist nicht die unterdrückte, missbrauchte, schwache, kleine, unfähige, dämliche, alles falsch machende Person – du bist DIE LIEBESBOTSCHAFTERIN.
Aus dieser Position heraus kannst du deinem Elternteil erstmal vergeben (wie das genau geht, steht HIER):
Das ist das aller – allerwichtgste überhaupt. Diesen Schritt kannst du NICHT überspringen oder ganz weglassen.
Noch mal: Ohne das gibt es keine Veränderung.

Schritt zwei lautet: Weg mit dem Opfersein, Opferdenken, Opferhandeln.
Du triffst eine Entscheidung gegen die Opferrolle, gegen das „Meine Eltern sind schuld, dass ich…“, gegen das „Wäre damals nicht das Schlimme passiert, dann wäre ich ganz woanders.“ – mögen die gegenteiligen Gefühle und Gedanken noch so laut schreien und dagegen argumentieren (und das werden sie! Egal, ignoriere das).

Ganz egal, was damals alles an Schrecklichem passiert ist:
Die Liebe ist stärker.
DU bist stärker.
Egal, wie es sich anfühlt, egal, wie lange oder schlimm es war, egal, was du schon alles probiert hast, und es nicht geklappt hat, egal, wer dir was erzählt hat:
Liebe schlägt Hass, schlägt Leid, heilt Wunden, löscht Traumata aus, macht alles wieder perfekt, gesund, schön, strahlend und stark.
Sie IST die Schönheit, die Strahlkraft, die Stärke, die absolut überlegene Souveränität herself, dein absoluter Trumpf.
Es ist noch nicht mal ein Kampf, sondern ein glatter 1:1000000 Sieg für dich.
Tja, Teufel, und jetzt?!

Aber Joanna, mit „jetzt kommst DU“ kann ich nichts anfangen – ich kenne mich noch überhaupt nicht, weil ich seit Jahren unter dem anderen so gelitten habe. Und woher weiß ich, ob ich die Liebe bin?“

Verstehe, dann machen wir es so:
Jetzt komme ICH.
Ich bin die Liebe.
Überall da, wo du nicht weiter weißt, da kenne ich mich aus.
Überall da, wo du dich zu schwach fühlst, reicht meine Stärke aus.
Überall da, wo dir deine Gefühle oder irgendwelche Dämonen Lügen erzählen, hörst du mich lauter.

Du bist nicht derjenige, deren Mutter irgendwelche Probleme hatte, und diese an dir ausgelassen hat – du gehörst zu mir.
Und wir zeigen der Welt, warum du hier bist (nämlich nicht, um deine Vergangenheit aufzuarbeiten).
Wir zeigen der Welt, wie stark und schön die Liebe ist.
Am allerstärksten wird man das an deinem Leben sehen.

1:1000000 Sieg für dich.

Bist du dabei?

Joanna

 

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20 Comment

  1. Reply
    Kiara
    16. Mai 2019 at 14:29

    Bester.Text.Ever!!! Danke Joanna! Das sind vielleicht mit die wichtigsten Zeilen (für mich persönlich), die ich je von dir gelesen habe… ich hab das Gefühl, grad ist eine Tür aufgegangen… danke!

    1. Reply
      Joanna
      16. Mai 2019 at 23:10

      Das freut mich so ♥!

  2. Reply
    martina schober
    16. Mai 2019 at 14:57

    Danke, danke, danke!
    Mehr hab ich nicht zu sagen, du sprichst mir aus der Seele.

    LG martina

    1. Reply
      Joanna
      16. Mai 2019 at 23:10

      So gerne ♥

  3. Reply
    Jess
    16. Mai 2019 at 15:53

    Liebe Joeana, ich stehe hier vor dem Biomarkt und mir laufen die Tränen über die Wangen. Du kannst es nicht wissen, aber heute hast du mit Anlauf einen wunden Punkt getroffen. Versteh es nicht falsch, das ist gut so. Du hast den Schleier vor meinen Augen weg gerissen und auch wenn ich es kn der theorie schon wusste, hast du die Worte dazu geformt.

    Du bist nicht die die…. du bist nicht sie – du gehörst zu mir….. Danke! Danke !

    Heute hast du etwas tief in mir bewegt!

    1. Reply
      Joanna
      16. Mai 2019 at 23:10

      Mit Anlauf ♥♥♥!

  4. Reply
    Sigrid
    16. Mai 2019 at 16:31

    Joanna…dieser letzte Absatz! Das klingt jetzt bestimmt total dämlich und ist vielleicht auch nicht Deinem Sinne, aber weißt Du, was ich beim Lesen dachte? JETZT verstehe ich, was Jesus eigentlich gemeint hat.

    Gänsehaut. ❤

    1. Reply
      Joanna
      16. Mai 2019 at 23:11

      Ne, das macht für mich total Sinn ♥.

  5. Reply
    Ursula
    16. Mai 2019 at 16:47

    Punktlandung (kommt gerade richtig) in den nächsten Tagen steht ein betagt hoher (80) runder Geburtstag meiner Mutter an…. ich hab schon seit Tagen Bauchweh und kann leider nicht mehr darauf hoffen, dass die Kinder Windpocken (die haben mich vor vielen Jahre schon mal gerettet) bekommen, hatten Sie schon und 20 sind sie auch also die Sache mit den Kinderkrankheiten hat sich dann ja wohl erledigt…

    Das wird ein havy Familientreffen und alle hacken wieder auf mir und den Kindern rum warum hat der noch keinen Führerschein, was macht sie jetzt nach der Schule, und falsch erzogen hab ich sowieso….. vorher während hinterher….
    Das verdammte Pflichtbewusstsein, schlechtes Gewissen, und ja ist ja schon 80 wer weiß, Kriegskind etc. und und und….
    halten mich davon ab…………

    Im Alltag hab ich es ja geschafft mich zu distanzieren aber bei solchen Veranstaltungen…. Lebe ja am selben kleinen Ort von daher Arzt oder irgendeine wichtige berufliche Position hab ich auch nicht…. kann auch nicht mit Stau auf der Autobahn oder Flugzeug fliegt nicht kommen…

    Aber ich werde auf jeden Fall meiner Tochter diesen Post schicken. Noch ist sie zu hause plant aber schon ihren Auszug irgendwann.

    LG
    Ursula

    1. Reply
      Joanna
      16. Mai 2019 at 23:12

      Nach meinem Text sind auch keine Ausreden mehr nötig ;))).

      1. Ingrid
        18. Mai 2019 at 0:47

        Liebe Ursula,

        Warum tust Du Dir das an?

        Ich nehme an, es ist die Verwandtschaft, nicht Deine Mutter (kleiner Ort), die diese Fragen stellen wird. Warum stellst Du diese nicht zuerst, um Ihnen zuvorzukommen, wenn Du schon weisst, wie es abläuft.

        Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, da Du diese Leute, und sie Dich, nicht näher kennen (denn sonst wüssten sie alle Umstände), ihnen zu sagen, dass Geburtstag gefeiert wird, und keine neuerliche Inquisation gestartet wird.

        In diesem Sinne…..
        Einen wunderschönen Geburtstag!

        LG, Ingrid

  6. Reply
    Heidi
    16. Mai 2019 at 20:26

    Liebe Joanna, dein aktueller Artikel vom 16.5.19 zur „ Mutter/Kind Beziehung „ ist ganz wunderbar. Ich habe mich schon oft in deinen Zeilen wiedergefunden, aber dieses Mal war es doch noch tiefer zutreffend, als bei allen anderen Botschaften. Danke für deine Worte. Sie begleiten und unterstützen mich ganz oft in den verschiedensten Lebenslagen. Obwohl ich mich als starke Frau beschreiben möchte, hilft es doch ab und an sehr, solche Zeilen, wie von dir, als kleinen Anschupser zu bekommen. Danke, das es dich gibt, bleib so, wie du bist und ich hoffe, das auch du deine Kraftquellen hast, die du genießen kannst. Ich schicke dir unbekannter Weise eine herzliche Umarmung. Liebe Grüße von Heidi aus Bernau.

    1. Reply
      Joanna
      16. Mai 2019 at 23:11

      Danke, liebe Heidi ♥!

  7. Reply
    Anni
    16. Mai 2019 at 22:19

    Liebe Joanna,
    ich bin seit Monaten von meinem schlechten Gewissen geplagt, weil ich den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen habe. Diese Entscheidung ist sehr lange in mir gereift und ich habe sie mir wahrlich nicht leicht gemacht. Aber es ist wie Du schreibst, wenn einem diese Kontakte nichts Positives geben, im Gegenteil man sich jedes Mal nach einem Treffen erst einmal erholen musst, muss man irgendwann eine Entscheidung treffen. Ich habe beschlossen, dass ich mich so nicht mehr von meiner Mutter behandeln lassen werde. Wir hatten die gleiche Situation schon einmal vor Jahren und anderthalb Jahre keinen Kontakt. Ich hatte gehofft, dass sie daraus etwas gelernt hat, aber das respektlose Verhalten ging genauso weiter. Nun bin ich Ende 40 und möchte mich dem nicht mehr aussetzen. Die Lebenszeit ist zu kostbar, um sich schlecht behandeln und klein machen zu lassen. Deine Worte haben mich sehr bekräftigt und kamen genau im richtigen Moment. Dafür danke ich Dir von Herzen.
    Herzliche Grüße Anni

    1. Reply
      Joanna
      16. Mai 2019 at 23:12

  8. Reply
    Bettina
    16. Mai 2019 at 22:53

    Liebe Joanna, Teil 1 und 2 habe ich mit großer Freude gelesen. YEAH!!! Endlich sagt’s mal eine 🙂
    Bei Teil 3 habe ich andere Erfahrungen. Gerade das Aufarbeiten meiner Vergangenheit hat mich komplett aus der Opferrolle rausgebracht. Ohne Aufarbeiten wäre es für mich nicht gegangen. Und gerade das phasenweise NICHT-Verzeihen war für mich hilfreich. Klar, irgendwann muss man, sonst geht’s nicht weiter. Aber wenn man noch nicht so weit ist, ist Verzeihen-Wollen Gift. Dann ist erstmal sauer sein dran oder trauern, je nachdem, was man sich vorher immer verboten hat.
    Ich glaube, das, was einem raus aus schlimmen Zuständen hilft, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Für manche ist es das, was Du unten beschreibst, für manche ist es anders.
    Für alle aber gilt, und da stimme ich Dir zu: mit Opferitis ist niemandem geholfen.

    1. Reply
      Ella
      17. Mai 2019 at 16:22

      Kann ich zu 100 Prozent auch so sagen. Habe ich bei Punkt 3 auch so erlebt. Es war ein langer Weg raus aus dem Schutt. Und jetzt – auch dank dir Joanna – Liebe, Stärke, Würde und Schönheit mit Anfang 40. Her mit dem Leben.

      Von Herzen Ella

  9. Reply
    Barbara
    17. Mai 2019 at 15:59

    … ich bin ganz neu auf deinem Blog..und dann gleich someone toller Text..
    Ich bin 54 Jahre alt und habe vor zwei Jahren für mich entdeckt , beschlossen und umgesetzt: Ich bin erwachsen, ich habe drei erwachsene Kinder….ich muss meiner Mutter nicht in Allem gefallen.
    Das hört sich simpel und selbstverständlich an, ist es für mich aber so gar nicht und Dein Text gibt mir noch mehr das Gefühl, etwas geschafft zu haben…
    Frauen traut Euch, raus aus der festgeschriebenen Tochterrolle… das Verhältnis zu meiner Mutter hat sich geändert, ist reifer… für mich besser und immer noch liebevoll…

  10. Reply
    Melli
    17. Mai 2019 at 21:56

    Wieder einmal ein wunderschöner, kraftvoller Text liebe Joanna! Ich bin dabei Herzlichen Dank! Melli

  11. Reply
    Sabrina
    17. Mai 2019 at 22:19

    Danke!!!<3<3<3

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