Inspiration

Wie du einen entspannten Umgang mit schwierigen (Schwieger-) Eltern bekommst.

 

Mit Jil als Fahrerin hatte ich auf dem Weg zur Ostsee richtig viel Zeit, und gab ganz spontan im Rahmen einer Instagram Story einige Tipps, wie man mit erwachsenen (Schwieger-)Eltern einen gesunden und entspannten Umgang bekommt.
Die Resonanz war überwältigend.

Leider verschwindet so eine Story nach 24 Stunden im Nirvana des Internets – was ist aber, wenn du dich beim nächsten Anruf deiner Verwandtschaft nicht an meine Worte erinnern kannst?
Ich kann unmöglich jedes mal an die Ostsee fahren deswegen.

Aus diesem Grund habe ich beschlossen, für euch die wichtigsten Dinge schriftlich festzuhalten.
Sie helfen euch garantiert weiter.

 

 

1.  Verabschiede dich von jeder romantischen „Eltern-Kind-Beziehung“-Vorstellung.

Sicher, es gibt Großeltern, die ihre erwachsenen Kinder frei lassen, und gleichzeitig unterstützen.
Die ihnen Sicherheit geben, wenn diese nötig ist, und ihnen zur selben Zeit die nötige Entscheidungsfreiheit schenken.
Die jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen, die leckerste Suppen kochen, den Bausparkredit finanzieren, und die Enkelkinder mit in den Urlaub nehmen, damit die Eltern mal wieder Zeit zu Zweit haben.

Aber die Regel ist das nicht.
Ich wiederhole: die Regel ist das NICHT.

Und je schneller du dieses „Aber es könnte so schön sein, die Schwiegermutter meiner Freundin hat ihr neulich…„-Ding über Board wirfst, umso leichter wird es.

Verabschiede dich von jeder „… und dann sitzen wir im Sommer gemeinsam an einer großen Tafel, und reden bis tief in die Nacht, während die Kinder vergnügt spielen.„-Vorstellung.

Und von jedem „… und an Weihnachten genießen wir das großartigste, nach dem Familienrezept von meiner Mutter selbst gekochtes Essen, beschenken uns reichlich, und erzählen uns, was alles in diesem Jahr wunderbar war.„-Bild.

Und von jedem „Die Eltern packen nach Kräften mit an, wenn wir ein neues Projekt starten/ein Haus bauen/ein Business starten.„-Wunsch.

Es ist mit Sicherheit ein Geschenk, wenn es so ist – aber einem unerreichbaren, rosa gefärbten Wunschvorstellung nachzutrauern, macht keinen glücklich.

Werfe es über Board!
Vergiss es einfach.
Ist doch völlig egal.

Du kannst dir auch Freunde suchen, die mit dir Weihnachten feiern, abends im Sommer am Tisch sitzen, und mit dir Projekte umsetzen.
Lass‘ deine Eltern da aus dem Spiel.

 

Aber Joanna, es ist meine Mutteeeeeer… müsste sie sich nicht auch mal für ihr Enkelkind interessieren…?

Jahaaa, in einer perfekten, rosaroten Welt, in der die Großeltern die Enkelkinder lieben und fördern, sich nicht in die Erziehung der Eltern einmischen, und gleichzeitig wie eine gute Fee immer zur Stelle sind. Dort, ja.
In dieser Welt kann man allerdings auch auf Einhörnern reiten.

Aber so lange das nicht der Fall ist, lässt du deine Mutter mal schön in Ruhe, verabschiedest dich von deinem enttäuschten „…und sie hat meinem Kind noch nicht mal was zum Geburtstag…„- Bedauern, und freust dich einfach über dein Kind.
Und schenkst ihm selbst etwas zum Geburtstag.
Ohne einen Funken „… aber es könnte auch ganz anders sein.

Weil es dich nur traurig macht, und deine (Schwieger-) Eltern zu absolut nichts bewegt.

 

 

2. Versuche nicht, sie zu verändern.

Dir muss eins klar sein:
deine (Schwieger-)Eltern stammen aus einer anderen Generation.
Sie sind mit einem vollkommen anderen Wertesystem aufgewachsen, mit anderen Prioritäten, und anderen Vorstellungen.
Dementsprechend haben auch sie ganz andere Sachen am Start:
manche machen einen wahnsinnig mit Kontrollzwang, andere mischen sich ständig ein, andere wiederum sind sehr geizig, und noch andere finden, dass „nicht alles bei Hitler verkehrt war.“

Versuche nicht, sie zu verändern: das sind Dinge, die seit Jahrzehnten festsitzen, und sich tief eingebrannt haben.
Wenn du immer wieder auf diese Themen zu sprechen kommst, und sie vom Gegenteil überzeugen willst, wirst du eine spannungsgeladene Atmosphäre erzeugen, und schlimmstenfalls Streit.
Ihr werdet so oder so niemals zusammenkommen, also warum streiten?

 

Aber Joanna, dann reden wir nur Oberflächliches!
Ja, und?
Lieber liebevoll und oberflächlich, als tiefgründig und ätzend!
Du bist hier nicht auf Missionierungskurs, und musst keinen von irgendwas überzeugen:
genieße lieber die Zeit, die euch noch zusammenbleibt, und umschiffe geschickt die Klippen.
Wie dumm muss man sein, um sich immer und immer wieder auf dieselben Themen einzulassen, die sowieso nur Ärger machen?

 

Aber Joanna, mein Vater fängt immer wieder damit an!
Verstehe.
Dann sagst du freundlich und bestimmt: „Papa, ich möchte nicht darüber reden, das Thema hatten wir schon oft. Lass uns über etwas Schönes sprechen.“
Und wenn er nicht aufhört, verlässt du den Raum.
So einfach.

Wenn du gar nicht den Anspruch hast, deine Eltern zu irgendwas zu bekehren, dann könnt ihr die Zeit miteinander einfach genießen und Spaß haben, das klappt tatsächlich!

 

 

3. Liebe sie, und erwarte NICHTS zurück.

Erwarte keine Liebesbezeugungen, keine Einladungen, keine Anrufe zum Geburtstag, keine Hilfsangebote und keine finanzielle Unterstützung.
Außer natürlich, du willst, dass eure Beziehung weiterhin eine Grube aus Missverständnissen, Verletzungen und gegenseitigen Vorwürfen ist.

Wenn ich ab und zu liebevolle Zeilen über meine Kinder schreibe, kommen sehr häufig Reaktionen wie:
Ach Joanna, ich wünschte, meine Mutter hätte das mal zu mir gesagt…

Dein Wunsch ist absolut nachvollziehbar, aber du musst verstehen:
ich bin Joanna.
Menschen zu lieben ist für mich so selbstverständlich wie atmen, ich bestehe quasi aus nichts anderem.
Und genau das bekommst du hier – so lange, bist du selbst auch nichts anderes kannst und bist.

Woher soll aber jemand lieben können, der die Liebe gar nicht kennt?
Der selbst vielleicht noch nie Liebe erlebt hat?
Falls jemand mit nichts als Härte, Strenge, Ablehnung, und dem ganzen Gulasch aus ekligen Energien großgeworden ist – wie will man ihm einen Vorwurf machen, dass er keine Wertschätzung und Liebe weitergeben oder ausdrücken kann?

Traurig zu sein, weil die eigene Mutter einem nicht zum Geburtstag gratuliert hat, ist einer Liebesbotschafterin nicht würdig.
Du bist nicht auf dieser Welt, damit deine Mama dich liebt – du bist hier, damit DU deine Mama liebst.
Das mag alles gegolten haben, bevor du mich kanntest, aber jetzt haben wir neue Verhältnisse, ich informiere dich nur darüber.

Weißt du, wie ich es mache?
Liebe und Humor.
Bevor überhaupt irgendeiner eine eklige Diskussion anfangen kann, oder komische Fragen stellen, oder sonst wie dummes Zeug denken, werfe ich mich ihm an den Hals.
Meine Kinder haben mal zu mir gesagt: „Mama, dich KANN überhaupt keiner hassen, weil du einfach schneller bist!“

Es war mir davor zwar nicht klar, aber es ist so:
Ich begrabe die Menschen unter einer Liebeslawine, dann sind alle überrumpelt überwältigt, und tadaaaa, keiner meckert mehr.
Ich werfe mich ihnen auf den Schoß, oder küsse sie, oder sage ganz viele lustige Sachen, was mir eben gerade spontan einfällt.

Liebe ist stärker als Hass, Freude schlägt Anspannung, Glück siegt über Depression.

 

Aber Joanna, in meinem Fall geht das leider gar nicht. Die Beziehung ist sehr verhärtet.

Ja, verstehe, in so einem Fall gilt…

 

 

4. Wenn Schuldgefühle, Manipulation oder Missbrauch im Spiel sind, minimiere der Kontakt oder breche ihn ganz ab.

Dieser Fall ist nicht so selten, wie ihr glaubt – ganz im Gegenteil!
Es gibt unzählige (Schwieger-)Eltern-Kind-Beziehungen, die vorwiegend von Druckausübung, Schuldgefühlen und Manipulation bestimmt werden, bis hin zum emotionalen Missbrauch.
Das wirklich Traurige daran ist, dass viele von euch so unendlich leidensfähig sind, sich dieses Spiel jahrelang geben und selbst daran kaputt gehen.

Sind Schuldgefühle, Manipulation oder (auch emotionaler) Missbrauch im Spiel, dann minimiere den Kontakt oder breche ihn ganz ab.
Für diese Aussage übernehme ich die volle Verantwortung, denn durch eure vielen Mails habe ich relativ viel Einblick in die einzelnen Geschichten, und kann euch versichern:
es ist die Hölle.

Und warum geht man noch mal freiwillig in die Hölle?
Wo steht noch mal geschrieben, dass du im besonderen Fall der Blutsverwandtschaft unter Druck gesetzt, respektlos behandelt oder sonst wie mit Schuldgefühlen überhäuft werden kannst?
So ein Gesetz ist mir nicht bekannt!

Bevor du dich also bitterlich darüber beschwerst, wie deine Schwiegermutter dich behandelt, frage ich dich:
warum lässt du dich so behandeln?
Mit mir würde das keiner ein zweites Mal tun.

Ich habe nicht geschrieben, dass man bei jeder Missstimmung gleich die Zelte abbrechen soll – du kannst durch klare Ansagen klare Verhältnisse schaffen.
Mischen sich die Großeltern z.B. übergriffig in die Erziehung der Enkel ein, kann man einfach freundlich und bestimmt sagen, dass man das nicht will, und gut ist.

Aber wenn diese Übergriffe nicht aufhören, oder es dir einfach nicht gut geht (und „nicht gut gehen“ ist ein Standard, den du selbst für dein Leben setzt – meiner ist SEHR hoch.), nachdem du sie getroffen hast, dann würde ich sie ganz einfach nicht mehr so oft treffen.

 

Aber Joanna, das ist hart!
Nein, das ist nicht hart.
Das Andere ist hart:
jahrelang dieselbe Soße aus Verletzungen, Enttäuschungen, Vollheulen des Partners („wie kann meine eigene Mutter nur so fies sein?“) – und du gibst es dir immer und immer wieder.
WEIL ES DEINE MUTTER IST.

Würdest du es erlauben, dass jemand so mit dir umgeht, wenn er nicht mit dir verwandt wäre?
Wenn du diese Frage mit „Nein.“ beantwortest, dann weißt du genau bescheid.

Es ist kein Beinbruch, keinen Kontakt zu den Eltern oder Schwiegereltern zu haben, kein persönliches Versagen, und kein Drama.
Es kann auch genauso gut ein Ausdruck der Liebe und Wertschätzung dir selbst gegenüber sein.

Dieser heilige Gral, der Blutsverwandtschaft heisst, ist mir einen Ticken ZU heilig.
Ich finde, dass nichts darauf geopfert werden darf, und schon gar nicht deine persönliche Freiheit, Lebensfreude oder Glück.

Dafür liebe ich dich viel zu sehr!

 

Liebesgrüße
Joanna

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22 Comment

  1. Reply
    Claudia Münster
    12. September 2017 at 14:29

    Liebe Joanna,

    ein Dauerbrenner-Thema mit so viel Leidenspotential. Und dann kommst du daher und schwups – ist alles ganz einfach und leicht lösbar, so oder so. Ohne Schwere. Ohne Drama. Manchmal reicht ein kleiner Perspektivwechsel.

    Danke, dass du das Leben leichter machst.

    Liebste Grüße

    Claudia

  2. Reply
    Susanne
    12. September 2017 at 16:02

    Yep. Ich habe ein paar Jahre gebraucht, um zu dieser Erkenntnis zu kommen, aber GENAU. SO. ISSES. Und, seit ich mich so verhalte, wie Du es schreibst, fahre ich auch wieder gern zu meinem Eltern. Es ist tatsächlich so einfach. Schön, dass Du sowas immer so,guttun Worte setzt.

  3. Reply
    Andrea Hageneder
    12. September 2017 at 16:15

    Liebe Joanna,

    das ist soooooooo wahr und toll geschrieben
    Meine Schwiegermutter hat unsere Kinder 24 und 9 Jahre bis jetzt 2x gesehen….
    …,sie verpasst diese wundervollen Kinder !
    Mag mich nicht darüber ägern sondern lieber :Leben ,Lieben und Lachen.

    Ihr Blog hat tolle Anregungen,Dankeschön !
    …,und wunderschöne inspirative Bilder.

    Alles Liebe für sie liebe Joanna

  4. Reply
    Nicole
    12. September 2017 at 16:17

    Liebe Joanna, mit dem Artikel triffst Du es sowas von ins Schwarze und ich glaube, vielen wir es gut tun, schwarz auf weiß zu lesen was sie sich insgeheim schon lange denken. Ich habe seit vielen Jahren keinen Kontakt zu meinem Vater, weil er mir nicht gut gut, noch nie gut getan hat und ich ohne ihn ein gutes Leben führen kann. Diese Gedanken der ‚heilen Familie‘ habe ich natürlich auch und dafür darf man sich nicht verurteilen, denn die sind meiner Meinung nach genetisch verankert. Aber wie Du sagst aus eigener Verantwortung sollte man nicht mit Gewalt an etwas festhalten was einfach nicht sein soll.

  5. Reply
    Supergute Fee
    12. September 2017 at 16:22

    Zweierlei.
    Erstens: ich habe gerade die Instastory (Kartoffeln!) gesehen und will jetzt Deine Eltern heiraten. Beide! <3 (Ich überlege gerade, was ich dann "zu Dir", Joanna, wäre :D) Deine Stiefmutter und Deine Stiefmutter, oder so. (Ich bin heute nur geringfügig albern, sorry.)
    Zweitens: In der Tat, nicht alle Menschen werden Eltern, wenn sie Kinder bekommen, das ist leider so. Ich habe zu beiden keinen Kontakt mehr, aber man kann trotzdem ein richtig, richtig schönes Leben haben. Ich schwör's Euch! #eigeneErfahrung

  6. Reply
    Sandra
    12. September 2017 at 16:49

    Und ich liebe dich, Joanna!

  7. Reply
    Mia
    12. September 2017 at 18:59

    Danke einfach soso wahr! Punkt 4 ist umgesetzt jetzt muss ich noch Punkt 1 verinnerlichen!
    Liebe Grüße : )

  8. Reply
    Bettina
    12. September 2017 at 19:45

    Hallo…die Beziehung zu meinen Eltern glich der
    Sache mit dem Einhorn…meine Mutter ist dann
    auch tatsächlich die Bilderbuchoma mit dem
    Bausparvertrag geworden und war Zeit ihres Lebens
    meine beste Freundin u engste Vertraute….leider
    ist sie letztes Jahr verstorben u mein Vater schon vor
    20 Jahren….aber ich bin so dankbar u froh, das ist
    Mehr Wert als alles Matreriellr u hat mich stark u
    glücklich gemacht….Danke

  9. Reply
    Dani
    12. September 2017 at 20:46

    Liebe Joana,

    Ich schreibe sonst niiiiieeee Kommentare :-), aber als ich das hier gelesen habe, schrie es in mir so laut „jaaaaa sie hat recht! Es ist kein Beinbruch, wenn man den Kontakt mit seinen Eltern/Schwiegereltern auf einen sehr minimalen Kontakt reduziert. Und sich nicht ewig ein schlechtes Gewissen einreden lässt, weil sie ihre Enkelkinder so selten zu Gesicht bekommen. Und sich durch Nachmittage quält,die niemandem Spaß machen (am wenigsten den Enkelkindern). Weil es nämlich MEIN Leben ist und weil es MEINE Kinder sind und ich zufällig weiß,was am besten für sie ist. Und hätten sich die (Schwieger-)Eltern damals mal anständig um ihre eigenen Kinder gekümmert,wäre der Kontakt zu denen auch gar nicht so schlecht und anstrengend geworden. “
    Aber wie oft lässt man sich doch noch von ihnen manipulieren. Danke dafür,dass ich zukünftig ein viel weniger schlechtes Gewissen haben werde,wenn wir sonntags nicht zur Familie fahren sondern einfach glücklich in den Zoo gehen

  10. Reply
    Chris
    12. September 2017 at 23:47

    Du hast so recht….ich musste es noch einmal schwarz auf weiß vor mir haben um es zu verinnerlichen…
    Es leuchtet so ein, es ist auch so einfach wenn man es wirklich von der eigenen Sichtweise her betrachtet. In den Spiegel schauen und liebevoll selbst fragen, ob man so behandelt werden möchte.
    Danke für die Anregung und Empathie für die Menschen, die sich täglich quälen mit Gewissensbissen und Vohaltungen und diese Vorgehensweise erst noch lernen müssen . Merci

  11. Reply
    Petra
    13. September 2017 at 9:03

    <3 es gibt keine Worte für DICH, liebe Joanna! Wenn ich traurig bin oder wütend oder irgendwas grusliges, dann lese ich immer irgendeinen Deiner blogs und bin wieder mehr bei mir…. DANKE für Dich!

    1. Reply
      Joanna
      13. September 2017 at 9:08

      Oh Petra ♥!!!
      Wie wunderwunderwunderschön ♥♥♥!!!

  12. Reply
    Astrid
    13. September 2017 at 10:24

    Danke.

  13. Reply
    Alex
    13. September 2017 at 12:46

    Liebe Joanna, du sprichst mir aus der Seele. Ich habe gerade wieder so eine Situation mit meinem Schwiegervater erlebt. Nach 18 schrecklichen Jahren der Kämpfe und Beleidigungen habe ich nun den Kontakt komplett abgebrochen. Danke dass du mich mit deinen Worten so ermutigt hast. Ich weiß nun, dass es die richtige Entscheidung war.

  14. Reply
    Die Rabenfrau
    13. September 2017 at 21:21

    Und andersrum wird ein Schuh daraus! Nämlich, wenn man als Mutter/Schwiegermutter nicht mit Kind/Schwiegertochter klar kommt…

  15. Reply
    Anruba
    14. September 2017 at 21:56

    Hallo,
    wir hatten genau das Thema heute bei einer Familienfeier. Ich sehe es auch so: erwarte nichts von deinen (Schwieger)Eltern , aber nehme alles was Sie freudestrahlend anbieten.
    Tja und wenn sie eben keine Zeit mit ihren Enkeln verbringen wollen, wird es später im Altersheim sehr einsam
    Liebe Grüße Andrea

  16. Reply
    Kasia
    17. September 2017 at 11:57

    Zum Gluck habe ich einen sehr guten Umgang mit meinen zukuenftigen Schwiegereltern und mit meinen Eltern auch. Jedenfalls sehr interessanter Eintrag.

  17. Reply
    Andrea
    18. September 2017 at 9:20

    Ich habe auch solche Erfahrungen gemacht und es ist wichtig, Grenzen zu setzen, so wie du es Joanna geschrieben hast.
    Was mir persönlich aber auch sehr wichtig ist, meinen inneren Frieden zu bewahren. Durch Vergebung und Loslassen habe ich mich selber in die Freiheit entlassen.
    Bei einigen Kommentaren habe ich Groll „herausgelesen“ und deshalb noch diese kurze Anmerkung.
    Groll und Hass gegen Menschen, die mich verletzt haben, binden mich an diese Menschen. Deshalb habe ich nach Konflikten den Personen vergeben, die mich verletzt haben. Dies darf aus einer Entscheidung heraus geschehen, auch wenn die Gefühle ganz entgegengesetzt lenken. Es setzt frei und hat gewaltige Macht! So konnte ich innerlich frei diesen Menschen in Gedanken und wenn notwendig auch persönlich versöhnt begegnen.

    1. Reply
      Joanna
      18. September 2017 at 9:40

      Absolut richtig, ich habe auch überlegt, das zu ergänzen (aber das wäre dann ausgeufert teilweise ;)).
      Danke für deinen Kommentar, liebe Andrea!

  18. Reply
    Gudrun
    2. Oktober 2017 at 12:04

    Hallo,
    nun möchte ich doch noch einen kleinen Kommentar zu dem Thema schreiben. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille, auch Schwiegereltern führen ein eigenständiges Leben. Leider mussten wir nun die Erfahrung machen, dass wir ständig verplant werden und vorgeschrieben wird, was wir wann mit den Enkeln unternehmen sollen. Nun mussten wir hier eine Grenze ziehen und dafür mit Unverständnis umgehen.
    Vielleicht sollte ich meiner Schwiegertochter mal Deinen Beitrag senden. Nichts erwarten, das soll sie gar nicht. Wir sind gerne da, aber es kann nicht sein, dass wir unsere Freizeit und unsere Urlaube nur dazu aufwenden, um für die Kinder da zu sein.
    Ich wünsche mit ein Miteinander, das alle berücksichtigt und keinen Groll aufkommen lässt, wenn wir mal keine Zeit haben. Kein schlechtes Gefühl haben müssen, wenn wir mal nein sagen müssen. Keiner sich dadurch zurück gesetzt fühlt.

  19. Reply
    Ingrid Chapman
    3. Oktober 2017 at 22:29

    Liebe Gudrun,

    Du sprichst mir aus der Seele.
    Vielleicht kann Joanna in einigen Jahren die umgekehrten Seiten der Medaillen aufzeigen/aufzählen.

    Bis dahin, viel Glück und Geduld!

    Ingrid

  20. Reply
    Ina Kraner
    26. Oktober 2017 at 13:31

    Tja ,

    gibt es auch praktikable Ratschläge für schwierige Schwiegertöchter / Söhne ?

    Ina

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