Food, Lifestyle

Mai-Weekend: die Lampen-Story + Rhabarberkompott zum Frühstück.

 

Das Wochenende ist im vollen Gange und das Loft ist wieder voll mit Übernachtungsgästen.
Nachdem Noelle nach der letzten Abiturprüfung ihr Social Life wieder hat (Englisch mündlich steht zwar noch an, aber das zählt seit unserer Kalifornienzeit für meine Kinder nicht als Prüfung ;)), und Antonia endlich wieder hier ist, kommt es mir immer so vor, wie wenn alle meine Töchter wieder zusammen kommen.
Und ein bisschen ist es tatsächlich so ;).

Wir kochen gemeinsam, erzählen uns die Neuigkeiten, lachen pausenlos, lernen, oder unternehmen etwas – und die Luft knistert währenddessen regelrecht vor Spaß und gegenseitiger Wertschätzung.
(Und ja, mir ist bewusst, dass es sehr kitschig klingt, aber was will man machen, wenn’s doch tatsächlich so schön ist?)

Zunächst will ich aber die Geschichte zu diesen Lampen nachholen, die ich gestern versprochen hatte – meine Social Media-Follower kennen sie zwar bereits, aber an welcher Stelle kommen bitteschön die Lampen darin vor?

Als Jil und ich das Video beim Herrn Kai drehten, hob ich auf dem Weg dahin 600,-€ beim Bankautomaten ab.
In der Innenstadt angekommen, fiel mein Geldbeutel beim Aussteigen aus dem Auto auf den Boden – als ich es erst sehr viel später bemerkte, war er längst weg.
Jil und ich suchten das Auto durch, dann den Blumenladen, dann nochmal gründlich das Auto, und schließlich wollte ich mich am liebsten auf den Fußboden setzen und weinen, aber Jil hielt mich davon ab: „Mum, da muss der Teufel schon ein bisschen mehr auffahren, damit du down bist. Dein Geldbeutel kommt zurück, und falls nicht, wirst du einfach Aufträge in dreifacher Höhe bekommen.“
(Das war auch besser so, weil ich eine weiße Hose trug, und wie hätte das bitte ausgesehen.)

Anschließend fuhren wir also nach Hause und suchten dort noch mal das Auto durch, nur, um sicher zu gehen – als ich gerade zur Polizei fahren wollte, klingelte es an der Türe.
Eine Frau fand den Geldbeutel in der Stadt, setzte sich ins Auto, und fuhr zu der auf meinem Ausweis angegebenen Adresse.
Der Inhalt war bis auf den letzten Cent unversehrt.
Wenigstens jetzt durfte ich losheulen, also fiel ich ihr um den Hals, küsste sie überall ab, drückte sie wieder und bedankte mich, gleichzeitig heulte ich weiter, und küsste sie, und wir sind alle davon überzeugt, sie bringt niemals mehr etwas zurück, weil „da war eine Irre, der das Geld gehörte. Nur Freaks in Nürnberg!“.
Ich hoffe, sie kauft sich vom Finderlohn auf diesen Schreck den größten Blumenstrauß aller Zeiten.

Ich war nun also unverhofft zu 600,-€ gekommen, war folglich eine reiche Frau (wer jetzt einen Denkfehler vermutet: haltet einfach die Klappe!), fuhr wieder zum Herrn Kai, und kaufte die beiden grünen Lampen, die zuvor sein Schaufenster geschmückt hatten.
Spending money on unnecessary shit: yes, I can.

By the way: die Aufträge in dreifacher Höhe nehme ich selbstverständlich nichtsdestotrotz an.

Zurück zum Wochenende…

 

1. Quick&easy: Rhabarber-Rezepte.
In der letzten Woche hatte ich richtigen Heißhunger auf Rhabarber: er schmeckt so wunderbar frisch/mild/säuerlich, ist sehr gesund, und nur für eine kurze Zeit erhältlich.
Zeit und Muse zum Kochen hatte ich allerdings in den letzten Tagen nicht wirklich viel, also machte ich eine Menge Rhabarbersirup und Rhabarberkompott, füllte beides in große Einmachgläser und hatte jeden Tag schnelles, und sooo gutes Frühstück:
Rhabarberkompott+griechischer Joghurt+Honig+Mandeln.

Den Sirup gieße ich mit stillem Wasser auf, und gebe frische Limettenspalten und Minze dazu: großartig und so erfrischend!

Die Bowls von Broste hatte ich bereits vor einigen Monaten gekauft, allerdings nur 2 Stück – es stellte sich allerdings heraus, dass sie so vielseitig einsetzbar sind, und so gern von allen genutzt werden (zum Beispiel hier, hier, hier, hier und hier), dass ich weitere nachbestellte.
Sie sind genauso perfekt für Lunchbowls, Suppen, Milchreis & Co. – endlich mal die richtige Größe!

Zum Rhabarber selbst:
es gibt rote und grüne Rhabarbersorten – geschmacklich sind sie alle großartig, aber farblich gibt es große Unterschiede.
Falls also euer Kompott euer grünlich ist, dann habt ihr genauso alles richtig gemacht, wie wenn hübsche rosarote Farbe herauskommt.
Der Sirup wird selbst mit grünem Rhabarber immer rosa ;).

 

 

Rhabarberkompott:
1 kg Rhabarber
100g Zucker
2 Päckchen Vanilinzucker

Den Rhabarber waschen und in ca. 3cm große Stücke schneiden – schälen ist nicht notwendig.
Alles in einen hohen Topf legen, und ca. 1 Stunde stehen lassen, gelegentlich umrühren.
Danach bei mittlerer Hitze den Rhabarber langsam köcheln lassen, und zwar ganz ohne Zugabe von Wasser, denn beim Kochen gibt das Gemüse genügend Flüssigkeit ab, so, dass die Konsistenz am Ende perfekt ist.
Zwischendurch umrühren – das Kompott ist fertig, wenn die Rhabarberstücke weich sind.
Das Rezept für die Rhabarberlimonade habe ich HIER aufgeschrieben.

Ihr könnt auch nicht genug von Rhabarber bekommen?

Dann habe ich hier weitere Rezepte für euch:
Erdbeeren-Rhabarber-Crumble im Glas
Rhabarber-Kokos-Eis am Stiel
Rhabarber-Tarte mit weißer Schokolade
Pavlova mit Erdbeeren und 
Rhabarber

2. Maxi-Tüllrock + Biker-Jacke.

Ein lässiger, femininer Weekend-Look ist der weite Tüllrock (den ich hier schon mal in Rosa gezeigt habe) mit dem Wimpernshirt – die Bikerjacke im soften Rose macht es wunderbar frühlingshaft.
Sie trägt sich übrigens sehr angenehm, weil der Stoff Velours-artig ist.

 

 
3. Like Mother like Daughter.
Laurel hat Jil und mir einige Fragen gestellt – falls ihr Lust habt, das Interview zu lesen, geht es hier entlang:
Teil 1.
Teil 2.

 


Bezugsquellen:
Wimpernshirt: HIER
Maxi-Tüllrock: HIER
Bikerjacke: HIER

Bowls: HIER

Alles von Dein Lieblingsladen.

Liebesgrüße und das schönste Wochenende!
Joanna

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12 Comment

  1. Reply
    Heide
    20. Mai 2017 at 18:15

    Liebe Joanna, ich bin ja schon längst riesiger Fan, aber heute fühl ich mich besonders verliebt! Wie perfekt ist dieser Weekend-Post? (die gehören immer zu meinen liebsten) Und wie wunderschön du aussiehst!
    Ich bin dir übrigens mehr als dankbar dass du uns die Jacke zeigst. Bei mir ist es nämlich so: ich besitze eine Fake-wildleder Jacke im bikerstil in beige, die ich sehr liebe, aber die uralt ist und ich damals noch in einer 32 bei h&m gekauft habe. Dementsprechend ist die Qualität nicht berauschend und ich kann sie nicht mehr schließen Dennoch trage ich sie den halben Sommer lang, sie ist so vielseitig: peppt Jeans und tshirt auf, macht Sommerkleid etwas ‚cool’… ich liebe sie. Und mir war immer klar: die muss mal ersetzt werden, aber bevor ich kein perfektes äquivalent habe gebe ich die nicht her. Und jetzt der Bogen: deine sieht fast haargenau so aus!
    Die wird gleich mal bestellt und anprobiert. ☺☺
    Liebste Grüße und schönes Wochenende euch allen! <3

    1. Reply
      Joanna
      22. Mai 2017 at 8:05

      „deine sieht fast haargenau so aus!“
      WENN DAS MAL NICHT EIN ZEICHEN IST, DASS WIR ZUSAMMENGEHÖREN!!!

  2. Reply
    Heike
    20. Mai 2017 at 21:53

    Ich versuche gerade mein Leben etwas minimalistischer zu gestalten…und dann kommst du! Und zeigst mir DIESE TELLER! Nein, nein, nein, nein. nein…ich brauche sie nicht. Ich habe Teller! Aber ich glaube alles würde dreimal so gut davon schmecken wie von den doofen „Erbstücken“ Und überhaupt, die sind handgefertigt…Ich glaube ich verliere morgen auch mal Geld und finde es dann wieder! 🙂

    1. Reply
      Joanna
      22. Mai 2017 at 8:07

      Gibbet zu, das mit dem „reich über Nacht“ war der Life-Hack der Woche.
      Bitte, gern geschehen.

  3. Reply
    Conny
    21. Mai 2017 at 0:12

    Liebste Joanna, du bist einfach wunder-, wundervoll, herrlich, herzlich und zum Knutschen. Die Geschichte mit den Lampen- ich sitz hier in der Sofaecke und lach ab und kann mich gar nicht mehr beruhigen. Mein Mann guckt mich von der Seite schief an und denkt wahrscheinlich: Jetzt ist sie verrückt geworden!?
    Dankeschön für diese wahre göttliche Geschichte. Bin mir sicher, dass mit den dreifachen Aufträgen wird nicht lange auf sich warten lassen…..
    Fotos und Klamotten sind soooo schön.
    Danke dafür, dass du so fleißig für uns bist.
    Schönen Sonntag und liebe Umarmung
    Conny

    1. Reply
      Joanna
      22. Mai 2017 at 8:08

      Danke für den lieben Kommentar, Conny ♥!

  4. Reply
    Katrin
    21. Mai 2017 at 8:18

    Hach, ist das wieder alles schön Joanna!!❤❤ Allein diese Schälchen hab ich schon so in mein Herz geschlossen und das Outfit schaut auch so duftig, luftig, frühlingshaft aus….:)

    „Erdwintergarten“ hab ich deshalb geschrieben, weil dort drin kein Fliesen, Stein oder sonstiger fester Boden ist und keine Töpfe stehen, sondern rechts und links zwei Erdbeete und ein Weg aus Baumstammscheiben mittendrin:) (-als das ganze in Bau war, fragten alle, ob hier ein Pool reinkommt)

    Tja! Ein wunderbares Maiwochenende euch Lofties!
    …ich bin (nebst Megabaustelle) auch sehr glücklich, da mein Geschirrspüler wieder funktioniert, nachdem ich mit der Pinzette eine Glasscherbe herausfischen konnte und das Wasserabflußproblem nun endlich gelöst ist!

    Auf ins schönste Wochenende also!
    Much Love
    Katrin ❤

    1. Reply
      Joanna
      22. Mai 2017 at 8:08

      Das glaube ich dir sofort!
      Da wäre ich auch sehr glücklich!

  5. Reply
    Nicole
    21. Mai 2017 at 10:15

    Ooooohhh – daß Du mit Deinen Mädels so eine schöne Atmosphäre hinkriegst glaube ich Dir sofort.
    Ähm…schließlich bin ich selber eines und lasse mich sogar durch Deinen Blog von Dir verzaubern.
    Aber wie ist das mit Jungs die in die Pubertät kommen, die am liebsten nur den ganzen Tag auf ihr Smartphone gucken und für die alles um sie herum egal ist? Wie schafft man da eine angenehme Atmosphäre? Hast Du dazu ein paar Ratschläge? Vielleicht mal wieder ein „How to….“?
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!

    1. Reply
      Joanna
      22. Mai 2017 at 8:10

      Wie jetzt „Jungs die in die Pubertät kommen, die am liebsten nur den ganzen Tag auf ihr Smartphone gucken und für die alles um sie herum egal ist“??
      Ach warte… du meinst meinen Sohn (knihihiiii)?

      Na, einfach ignorieren ;), und selber gut drauf sein, bzw. bleiben.
      Kannst ja keinen zum glücklich sein zwingen.
      Geht wieder vorbei ;).

  6. Reply
    Manuela
    22. Mai 2017 at 17:24

    hm….. mein Rhabarbersirup war nicht rosa…. jetzt muss ich es nochmal probieren… och Menno 😉

    1. Reply
      Joanna
      22. Mai 2017 at 17:48

      Hast du den Rhabarber vorher geschält?
      Hat’s denn lecker geschmeckt ,)?

      Es kann natürlich auch an der Rhabarbersorte liegen, aber generell sind die Stangen zumindest immer etwas rötlich.

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