Inspiration

10 unbequeme Wahrheiten über das Leben mit Kindern (die sich keiner zu sagen traut), TEIL 2.

 

Lies zuerst Teil I. HIER.

Vor einigen Tagen war ich mit Noelle unterwegs, und wir unterhielten sich über das, was ich „Das Mütter-Universum“ nenne.
Ich erzählte meiner staunenden Tochter, dass unzählige Frauen sich stundenlang Gedanken machen und mit anderen Mütter darüber unterhalten können, wann der 1. Zahn durchgebrochen sei, welcher Entwicklungsschritt als nächstes ansteht, und vor allem darüber, was man alles falsch machen kann.

Denn die vorherrschende Energie im Mütter-Universum ist die „Mache ich was falsch?“-Frage.

Worauf Noelle achselzuckend sagte:
„Dabei kannst du gar nichts falsch machen.
Du kannst nur falsch SEIN.“

BOOM.

Nachdem ich vor Kurzem die romantische Wunschvorstellung über das wunderschöne Leben mit Kindern ein wenig zerstört, und um Zuge dessen mit Social Media-verstärkten Illusionen aufgeräumt habe, haben sich alle hinterher bedankt.
Und das zurecht, denn:
was nützt eine idyllische Vorstellung und emotionale Höhenflüge, wenn bei der kleinsten Herausforderung alles zusammenbricht, und man als das heulende „Ich bin eine schlechte Mutter“-Elend beinahe verzweifelt?

Denn Herausforderungen im Leben mit Kindern – die wird es geben.
Einige.
Damit ihr also nicht völlig ahnungslos reinstolpert und aus lauter Überforderung panikartig irgendwelche Entscheidungen trefft, erzähle ich euch die ganze Wahrheit.
Ganz ungeschönt, ohne den kleinsten Anflug von Gefühlsduselei, ein bisschen unpopulär, aber hilfreich ohne Ende.

Außerdem finde ich es überhaupt nicht normal, dass man als Eltern ständig an sich zweifelt, sich in Frage stellt, und dauerhaft unter enormen Druck, alles richtig zu machen steht.
Denn die ständige Unsicherheit a la „Mache ich etwas falsch? Entwickelt sich das Kind normal? Wird später etwas aus ihm werden oder endet es in der Gosse/ganz alleine mit 40 Katzen/als Serienkiller?“ ist extrem kontraproduktiv und raubt einem sehr viel Genuss während der Jahre mit Kindern.
Und dafür kann keiner was, denn man kennt sich einfach nicht aus, und ist unsicher.

Ich werde alles nicht nur ehrlich aufschreiben, wie es ist, sondern euch ganz konkret weiterhelfen.
Ihr müsst jetzt ganz stark sein, denn jetzt kommen ein paar unschöne Fakten über das Leben mit Kindern.

Bereit?

 

 

7. Erziehung.

Erstens:
Erziehung macht oft keinen Spaß.
Und mit „Erziehung“ meine ich nicht die Picknicks und die Kino-Besuche und die Parties und die Kissenschlachten und das Kuscheln auf dem Sofa.

Ich meine echte, wirkliche Richtungsweisung: nach irgendwas muss sich das Kind schließlich orientieren.
Also wird dir manchmal das Herz beinahe brechen, weil du eine Konsequenz ausführen musst.
Oder das Kind wird beleidigt sein, dich eine „böse Mutter“ nennen, oder sonst wie bitterlich weinen – und du selbst wirst keine Freude dabei empfinden.
Ich sage es schon mal vorab – nicht damit du denkst, das Ganze sei stets ein fröhlicher Spaziergang und fortwährende gute Laune.

Ganz egal, wie verlockend es ist, die Konsequenz sein zu lassen, nur, damit das Kind dir wieder wohlgesonnen ist:
du bleibst bei dem, was du beschlossen hast.
Du wirst nicht alle 5 Minuten deine Meinung ändern, und alles über den Haufen werfen, nur, weil „sie hat so geweint, und da musste ich sie diese Sendung noch schauen lassen.“, oder „er hat so süß geschaut und deshalb habe ich es mir anders überlegt.“ und „Na, gut, nur noch heute, aber das war jetzt eine Ausnahme.“

Du wirst bei deiner Linie bleiben, selbst, wenn es für dich selbst momentan emotional kein Zuckerschlecken ist, weil das Kind scheinbar so unglücklich ist.
Deine Aufgabe besteht nicht daraus, dein Kind glücklich zu machen – deine Aufgabe besteht daraus, aus dem Kind einen glücklichen Menschen zu machen.
Und das sind 2 völlig verschiedene Paar Schuhe.

Vergiss nicht in dem ganzen tränenreichen Drama:
du leitest.
Du bist der Chef.
Nicht das Kind.
Wie es letzten Endes läuft, bestimmst immer noch du.

Dem Kind die Führung zu überlassen mag momentan einfacher aussehen, sich besser anfühlen, und für dich persönlich bequemer sein – aber auf lange Sicht tut es keinem von euch gut.
Also bleibst du bei dem, was du beschlossen hast:
das gibt dem Kind eine Sicherheit und Beständigkeit, die weitaus größer ist, also die Befriedigung seines aktuellen Bedürfnisses.

Kinder sind großartige Dramaqueens und du wirst lernen, dich davon nicht so sehr beeindrucken zu lassen.

Zweitens:
Es gibt Eltern, die sich mit dem Thema Erziehung wirklich auseinander setzen, sich vorab gut informieren, und überzeugt sind, dass nichts mehr schief laufen kann.
Du wirst es zwar nicht so gerne hören wollen, aber:
Es wird oft nicht so klappen, wie du dir erhofft hast (obwohl du doch alles richtig gemacht…), und du wirst frustriert sein.
Egal, wie viele Bücher du gelesen hast, und wie gut vorbereitet du bist:
Bei der Erziehung gibt es immer einen absolut unberechenbaren Faktor, und das ist: das Kind.
Und das Kind macht einfach, was es will (hätte es nicht auch mal vorab den Ratgeber lesen können, bitteschön?!)

Ich kann dir versichern:
das, was bei einem Kind hervorragend klappt, bringt bei anderem Kind nichts.
Kaum hast du den Heiligen Gral gefunden, schon funktioniert es nicht mehr, und du verzweifelst.

Es wird immer wieder Situationen geben, in denen dir keine Konsequenz bei unerwünschten Verhalten einfällt.
Oder du ganz einfach die FALSCHE Konsequenz anwendest.
Oder die Konsequenz, die du angewendet hast, sogar irgendwie „richtig“ war, bei deinem Kind aber absolut nichts bringt.
Du wirst also scheinbar scheitern, denn das Kind hat hinterher weder etwas dazu gelernt, noch sein falsches Verhalten eingesehen, noch läuft es bei nächsten Mal besser.
Es ist genau so, wie Noelle gesagt hat:
du kannst nichts falsch machen – du kannst nur falsch SEIN.

Ich versichere dir:
deine Persönlichkeit, deine Art, die Atmosphäre, die von dir ausgeht – das ist ungefähr 1000 mal mehr Input als absolut jede Erziehungsmaßnahme.
Die Kinder sind wie ein Schwamm – sie saugen alles auf, was um sie herum passiert und nehmen am allermeisten die „Vibes“ auf, und zwar viel mehr als das konkrete Geschehen.

Wenn du also grundsätzlich eine großartige Persönlichkeit bist, entspannt, fröhlich, vertrauensvoll, zupackend, selbstbewusst – dann werden deine Kinder früher oder später genau das sein.
Und deine 186 „Erziehungsfehler“ werden überhaupt nicht so ins Gewicht fallen.
Du kannst also auf der Stelle aufhören, dich selbst zu verdammen, weil du heute so überreagiert hast.
Das nimmt dir so viel Druck, alles richtig zu machen, und überall immer richtig zu reagieren.

Entspanne dich, und vertraue darauf, dass deine Persönlichkeit genau das ist, was DEINE Kinder brauchen.
Und zwar exakt genau das Passende.
Und dass sie deine Fehlentscheidungen verkraften werden.
Also mach‘ dich nicht verrückt.
Dazu schreibe ich gleich mal einen ganzen Absatz, und zwar:

 

 

8. Schlechtes Gewissen.

Es wird Zeiten geben, in denen es absolut überzeugend nach dem genauen Gegenteil aussehen wird.
Das kann passieren, o.k.?
Es wird so aussehen, wie wenn du ALLES falsch gemacht hättest, und ÜBERHAUPT nichts auf die Reihe bei deinem Kind kriegst, und du grundsätzlich als Elternteil versagt hast.

Und ich sage dir:
das stimmt nicht.
Du machst das ganz großartig.

Du machst ganz, ganz viel richtig, und garantiert einiges falsch, und alles das fällt überhaupt nicht so groß ins Gewicht.
Du bist weder besonders dämlich, noch ist dein Kind ein Problemfall (auch wenn alles gerade danach aussieht! Auch dann nicht!).

Schlechtes Gewissen ist unter Eltern weiter verbreitet wie Läuse in Kindergärten (ach ja, wo wir schon dabei sind: Läuse wird dein Kind auch bekommen. Manchmal sogar mehrmals. Nicht schön, aber auch nichts Ungewöhnliches).
Mütter haben so oft schlechtes Gewissen, dass es für sie beinahe normal ist.
Ich sage dir: das ist es nicht.

Schlechtes Gewissen schmälert den Genuss an dem Ganzen enorm, und bringt überhaupt gar nichts!
Wenn du merkst: oh. das war jetzt so semi-optimal. – dann änderst du es.
Aber ohne das Bedauern, ohne das Selbst-Verdammen, und ohne diesen ganzen beschissenen „Ich bin Schuld-Wulst“, der damit zusammenhängt.

Als Liebesbotschafterin vertraust du einfach (klingt naiv, ist aber die absolute Sicherheit) darauf, dass bei dir schon alles richtig läuft – und wenn es das nicht tut, wirst du genau wissen, was du ändern sollst.
Und so lange bleibst du entspannt.

Was du dir auch gänzlich sparen kannst, ist das Thema Bereuen.
Bereuen ist eigentlich wie Bedauern, nur in der Vergangenheit.
„Hätte ich damals nur…“ und „Wären wir damals…“, „Da hätte ich alles ganz anders…“, usw. – das musst du dir regelrecht verbieten!
Erstens bringt es überhaupt gar nichts, zweitens macht es dich nur traurig, und drittens ist es so eine melancholisch-rührselige Soße, die mit Lebensfreude und -Lust überhaupt nicht zusammenpasst.
Das macht alles gar keinen Sinn – du brauchst deine ganze Energie für das Hier und Jetzt (um es möglichst geil zu machen).

 

 

9. Andere Kinder/Andere Mütter.

Wenn du Kinder hast, wirst du ständig und überall anderen Kindern und deren Eltern begegnen.
Es wird großartige, neue Freundschaften geben, und Beziehungen, die über Jahrzehnte halten werden – das ist ein echter Gewinn.

Nicht so schön, aber trotzdem wahr:
es wird echte Arschloch-Eltern und Arschloch-Kinder geben (wobei die letzteren nicht wirklich etwas dafür können, wie ich finde. Die Sache mit dem Apfel und mit dem Stamm.)

Es wird Kinder geben, die dich nach 1,378 Sekunden auf die Palme bringen werden, die nach ganzen 5 Minuten spielen nur noch Fernsehschauen wollen, denen nichts als die Milchschnitte schmeckt, und die insgesamt irgendwie „bad influence“ für deine eigene Brut sind.
Es kommt noch schlimmer: mit genau diesen wird sich dein Kind eventuell befreunden.
Und du kannst nichts dagegen machen.
Nichts.
Njente.
Du wirst es also einfach aushalten müssen, und dich ganz professionell verhalten – und du wirst unter keinen, ich wiederhole: UNTER KEINEN UMSTÄNDEN das andere Kind vor deinem schlecht machen.
Du vertraust darauf, dass sich alles andere ergibt, und bleibst entspannt.

Und dann wird es noch andere Mütter geben (ist ja auch klar, denn es gibt so viele Menschen, und gefühlt jeder zweite davon hat ein Kind).
Das heißt aber ganz und gar nicht, dass du dich mit denen allen suuuuper verstehen musst, oder sonst wie jedem Eltern-Stammtisch und jedem Osterbasteln entgegenfieberst.
Falls es so ist: großartig.
Falls nicht: was soll’s.

Du kannst in einer Mütter-Squad sein – und du kannst es genauso sein lassen.
Es ist schön, in einer zu sein – und es ist überhaupt gar kein Problem, keine Mütter-Freundschaften zu haben.

Sei also nicht down oder gar selbstzweifelnd („was stimmt nicht mit mir?“), wenn du keine Mami als Verbündete hast, und mache dir selbst keinen Druck  – genieße es viel mehr, dass du und deine Brut ganz exklusiv nur für euch Zeit verbringt.
Das ist garantiert im Moment wichtig und sehr gut so.
Du weißt doch: für dich läuft alles immer richtig.

Also mache dir keine Sekunde irgendeinen Kopf deswegen oder Druck oder stelle dich gar selbst in Frage:
alles zu seiner Zeit, alles immer passend für eine Liebesbotschafterin.

Ich würde meine Zeit weise einteilen, und nur in die Personen investieren, die mich aufrichtig lieben, wertschätzen und respektieren – und das ändert sich nicht, nur weil man Nachwuchs bekommt.
Übrigens:
ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich ich darüber bin, dass ich 3 Kinder habe.
Denn sonst wäre ich garantiert eine arrogante, besserwisserische Ziege geworden, da ich es mit Jil „so absolut großartig meisterte, ist doch kein Problem, was stellen sich alle so an.“
Dann aber kam Noelle und Ben, mit denen funktionierte überhaupt gar nichts, und ich wurde sehr nachsichtig, bescheiden, und musste lernen, zu vertrauen.
Blind zu vertrauen, dass sie nicht alle in der Gosse enden, oder sich gegenseitig umbringen.
(Um die Spannung zu lösen: es hat sich keiner umgebracht, und es wurde noch viel schöner als jemals gedacht.)

Deshalb erhebe dich niemals über andere Mütter und urteile nicht über sie – du hast einfach keine Ahnung, und sitzt auf einem hohen Ross.
(1 Tag mit Klein-Noelle, und du wärst am Ende gewesen ;)).

 

 

10. Projekt.

Zur guter Letzt:
Das Kind ist nicht dein Projekt, also etwas, was du möglichst gut hinbekommen musst, und etwas, wonach deine persönliche Leistung gemessen wird.

Das ist dann nämlich eine un-end-lich-e Last, und wird dich sonst beinahe erschlagen.
Diese enorme Verantwortung kann keiner tragen – die Verantwortung für die Entwicklung eines MENSCHEN.
Kein Wunder, sind alle fertig mit den Nerven.

Es kann sein, dass dein Kind letzten Endes andere Entscheidungen trifft, als die, die du dir gewünscht hättest.
Es kann sein, dass es andere Wege geht, und sich ganz einfach anders entwickelt, als deine Wunschvorstellung, deine romantische Sicht und deine Medien-gefärbte Traumwelt es dir zunächst suggerierte.
Wenn du dir selbst jeden Missstand bei deinem Kind als persönliches Versagen zurechnest, dann wirst du deine harte Zeit haben.

Du bist nicht für alles verantwortlich.
Und auch nicht für alles zuständig.
Du kannst dir nicht für alles auf die Schulter klopfen, und musst dir nicht für alles die Schuld geben.

Du bist keine schlechte Mutter, nur weil dein Kind mal Mist baut – du musst dich nicht sofort schuldig fühlen, und für alles gerade stehen.
Das Kind wird noch oft Mist bauen, es wird irgendwelchen Blödsinn anstellen, und falsche Entscheidungen treffen – und je weniger enttäuscht du dann bist, und weniger betroffen/entsetzt, umso besser für alle Beteiligten.
Und umso schöner das Leben mit der Brut allgemein.
ES IST NICHT ALLES DEINE SCHULD.
Mache dir nicht so einen Druck, dass aus dem Kind das überhaupt großartigste Projekt werden soll.

Mit Kindern ist es ein bisschen wie mit Tomaten:
es gilt das Saat + Ernte – Prinzip.

Wenn du Tomatensamen sähst, dann kannst du dich noch so anstrengen, hoffen, beten und heulen:
es werden Tomaten daraus.
Keine Elefanten, keine Einhörner, keine Eidechsen – es werden TOMATEN.

Du brauchst folglich nicht nach 3 Tagen auf den Acker zu rennen, und alles auszubuddeln, oder in Panik zu verfallen, weil noch keine Tomaten sichtbar sind.
Das wird schon noch.

Du sähst (= lebst) also einfach immer nur Liebe und Freude, Liebe und Freude – und rate mal, was dann herauskommt.
Du wirst nicht ungeduldig und zerrst an den zarten Halmen, weil noch nix zu sehen ist: das wird schon noch.
Geduld und Vertrauen – das packst du.
Wenn du nicht genau weißt, auf was du jetzt vertrauen sollst, dann vertraust du einfach mir :).
Das Ganze mit den Kindern kann entweder unglaublich kompliziert und anstrengend werden – oder extrem schön und begeisternd.
Denn Herausforderungen, Schwierigkeiten und unerwartete Dramen: sie werden kommen.
Und du wirst dich weigern, in Panik zu verfallen, unsicher oder hektisch zu werden, und wirst einfach lieben und vertrauen, dass alles gut wird.
Und ansonsten so fest genießen, wie du nur kannst.

Ich weiß ganz genau, wie kompliziert und herausfordernd sich das oft anfühlt – und nichtsdestotrotz trotz bin ich überzeugt:
Ich habe die Kinder nicht bekommen, damit alles noch schwerer ist.
Mir ist auch egal, was welche schreiben, oder meinen, oder erlebt haben – ich habe für mich festgelegt, dass genauso, wie meine Kinder ein großes Geschenk für mich sind, ich ein großes Geschenk für sie bin.

Und dieses Bewusstsein macht alles zig mal einfacher und schöner und entspannter.

Genau das wünsche ich dir vom Herzen.
Genieße deine Tomaten, und mache dir selbst keinen Druck.
Das wird alles ganz super mit ihnen.

Liebesgrüße
Joanna

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39 Comment

  1. Reply
    Sunni
    12. April 2017 at 19:09

    Großartig, vom ersten bis letzten Satz. Und ja, es ist schwer. Ja, aber es ist genauso toll. Punkt! Herzlich, Sunni

  2. Reply
    Jule
    12. April 2017 at 19:12

    Danke ❤

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 9:36

      Gerne ♥

  3. Reply
    Antje
    12. April 2017 at 19:31

    Wahre Worte! Ich habe auch einen Teenager und so einiges durch, doch ich vertraue auf mein Kind. Es gab nicht viele Regeln bei mir, doch Wahrheit Nummer 7 ist sehr entscheidend, das merken Kinder ganz schnell. Genauso wie es wichtig ist, dem Kind zu vertrauen und der eigenen Einschätzung vom Kind.

    Liebe Grüße
    Antje

  4. Reply
    Andrea
    12. April 2017 at 19:36

    Punkt! Ich unterschreibe deinen Post sofort. Wenn sich das alle Mütter zu Herzen nehmen würden gäbe es viel mehr entspanntere Menschen. Toll geschrieben liebe Joanna

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 9:36

      Auf alle haben wir keinen Einfluss, deswegen fangen wir mal bei uns selbst an :).

  5. Reply
    Rieke
    12. April 2017 at 19:47

    Wie auch der erste Teil ein super Post! Meine älteste von drei Tomaten (männlich, 11, pubertierend) fragt mich heute mit irgendeiner App vor der Nase „Mama, wenn Du ein Tier wärst, was wärst du dann?“ Ich (nach Minuten der Ratlosigkeit) „ich glaube ein Hund“. Er:“ Du bist also freundlich, gut gelaunt und voller Energie?“ „Jepp!“ Er hat nicht widersprochen. Läuft bei mir! 😉 Drück dich, Rieke

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 9:35

      Awwwww ♥!

  6. Reply
    Matilda
    12. April 2017 at 20:09

    Alle Dinge, die du in Teil 1 und 2 nennst, gehören zu den Gründen, warum ich keine eigenen Kinder haben will. Es gibt noch viel mehr Gründe… aber wehe, jemand fragt mich, warum ich keine Kinder will, und ich sage zum Beispiel, ist mir zu anstrengend, oder, ich will nicht, dass mein Leben sich so stark ändert-will keiner hören. DAbei bin ich nur realistisch, was meinen eigenen Kinderwunsch betrifft, und das Leben mit Kindern: Ist kein Zuckerschlecken, ist harte Arbeit. Ist mir klar. Aber so manch anderem glaub ich ist das nicht so klar. Manche Leute sind sooo überrascht, wie anstrengend es sein kann, kleine Kinder zu haben, und, oh! plötzlich ist man auch nicht mehr so flexibel, braucht einen Babysitter, wenn man abends ausgehen will… und ich denke dann: Was habt ihr euch denn bitte vorgestellt???

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 9:35

      Ja, deshalb habe ich das alles aufgeschrieben ;).
      Von mir können es zum Glück alle hören ;)))).

  7. Reply
    Inga
    12. April 2017 at 20:26

    Der schönste und für mich wichtigste Satz, dass genauso wie meine Kinder ein Geschenk für mich sind (was ich irgendwie immer weiß) ich genauso ein Geschenk für s i e bin!!! Das ist ja großartig! Danke dafür, das war mir einfach nicht bewusst. Danke und alles Liebe

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 9:33

      So gerne ♥!

  8. Reply
    Katrina
    12. April 2017 at 20:42

    Das ist das schönste und klügste was du bis jetzt geschrieben hast. Weil du mich überzeugen konntest zu 100% .
    Ich habe einen 20- jährige Sohn und passe jeden Tag auf 60 fremde Kinder auf. Und die 60 Kinder haben 60 Mütter.Mein Alltag besteht aus Erziehung ,trösten ,Liebe,Verständnis,Strenge,Liebe,Konsequenz,Konstanz,Geduld, Liebe, Mütter ( 60! habe ich es schon erwähnt? )
    Wenn ich mir zu viele Gedanken machen würde ob ich da was falsches mache dann würde ich wahrscheinlich auch keine Angst mehr vor Teufel und Höhle haben. Der wurde nämlich bei mir zu Hause in seiner Höhle wohnen .
    Aber das tue ich nicht.
    Mach es mit Liebe und es wird schon. Es muss stimmen , das mit der Liebe, weil mir bis jetzt keiner gesagt hat dass ich Fehler gemacht hätte . Und ich habe bestimmt schon welche gemacht , keiner ist Fehlerfrei , auch die Mütter nicht. Oder die Ersatzmutter :).

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 9:32

      „Wenn ich mir zu viele Gedanken machen würde ob ich da was falsches mache dann würde ich wahrscheinlich auch keine Angst mehr vor Teufel und Höhle haben. Der wurde nämlich bei mir zu Hause in seiner Höhle wohnen .“
      Neben lautem Auflachen kann ich dazu nur sagen: STIMMT GANZ GENAU!!!!

  9. Reply
    Janina
    12. April 2017 at 21:11

    Liebe Joanna, vielen Dank für diesen Text! Gerade die Passage mit der Mum-Squad war sehr passend, denn seit gut 4 Monaten hab ich einen Sohn und bin bis jetzt noch in keiner squad! Aber seit deinem Text weiß ich : nicht schlimm!!! Deswegen genieße ich die zeit ab jetzt noch mehr mit dem kleinen Mann und suche nicht panisch nach anderen Müttern! Ich glaub ich Druck mir teil 1 und 2 mal aus und steck sie mir in die wickeltasche als Erinnerung, kann sicher nicht schaden! Einen wunderschönen Abend dir! Alles Liebe, janina

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 9:31

      ♥♥♥

  10. Reply
    Sosansong
    12. April 2017 at 21:48

    Liebe Joanna, das ist wirklich ein wunderbarer Post! Da bekommt man ein Kind und muss feststellen, dass man nicht nur die Wäscheberge dramatisch unterschätzt hat… Vielen Dank für die aufbauenden Worte. Ich mache sicherlich vieles falsch. Aber es hilft, mal gesagt zu bekommen, dass trotzdem dabei einfach vieles richtig läuft

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 9:30

      Jeder von uns macht vieles falsch, aber am Ende zählt das nur so 5% ;))), wenn überhaupt ;).
      Das wollte ich damit sagen ♥.

  11. Reply
    Claudia Münster
    12. April 2017 at 23:01

    Herrlich, liebe Joanna!

    Freimachen von dem müssen, sollen, erwarten und ach was weiß ich alles.

    Kinder zu haben ist definitiv die Herausforderung der Persönlichkeitsentwicklung überhaupt. Denn du lernst dich von einer Seite kennen, die du lieber nicht kennenlernen wolltest. Aber du wirst auch zu unfassbarer Größe wachsen, wenn du in diese Roller coaster Fahrt einsteigst und einfach nur auf DEIN Herz hörst. Nicht auf Emma, nicht auf Hinz und nicht auf Schwiegermutti.

    Ganz wunderbar auf den Punkt gebracht. Danke.

    Liebe Grüße

    Claudia

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 9:29

      „Kinder zu haben ist definitiv die Herausforderung der Persönlichkeitsentwicklung überhaupt. “ – absolut ;)))

  12. Reply
    Tine
    13. April 2017 at 9:20

    Ein so toller Beitrag und so wichtig! Schade, dass man ihn nicht kopieren und bei jedem Kinderarzt / in jedem Kindergarten auslegen kann ;-). Ich hoffe, dass er von ganz, ganz vielen Müttern gelesen wird! Ich glaube, die folgenden Zitate drucke ich mir aus und hänge sie über den Schreibtisch: „Deine Aufgabe besteht nicht daraus, dein Kind glücklich zu machen – deine Aufgabe besteht daraus, aus dem Kind einen glücklichen Menschen zu machen…Ich habe die Kinder nicht bekommen, damit alles noch schwerer ist.
    Mir ist auch egal, was welche schreiben, oder meinen, oder erlebt haben – ich habe für mich festgelegt, dass genauso, wie meine Kinder ein großes Geschenk für mich sind, ich ein großes Geschenk für sie bin.“ Das ist DIE Quintessenz des Mutterseins, besser kann man es nicht auf den Punkt bringen :-).

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 9:29

      Danke, liebe Tine ♥!

      Ich finde auch, dass „Ich habe die Kinder nicht bekommen, damit alles noch schwerer ist.“ eigentlich alles sagt ;))).

  13. Reply
    Martina
    13. April 2017 at 9:24

    Schöner Post….der stimmt!!!!
    Man möchte alles richtig machen. Die Krabbelgruppe haben wir fluchtartig verlassen.
    Mein Sohn konnte nichts….saß nur zufrieden rum. Ich bekam kurzzeitig Stress und war der Meinung die einzigen die nicht perfekt sind heißen Leon und Martina.
    Also haben wir unser Ding alleine durchgezogen.
    Jetzt 14 Jahre später hab ich einen Teenager der seinen Weg geht und sich wohl fühlt.
    Für Kinder da sein und sie dort abholen wo sie gerade stehen.

    Setzt euch nicht unter Druck…..Das Leben zusammen ist so toll.

    Liebe Grüße Martina

  14. Reply
    Karin Zaumseil
    13. April 2017 at 10:01

    Wunderschön geschrieben!

    Ich bin sehr froh über meine beiden Geschenke – und sie können sich auch freuen….. 🙂
    Und sollte es mal sehr anstrengende Phasen geben ( jaaaaaa, die kommen ab und zu mal vor …) bin ich mir sicher, wenn sich ein Kind bockig, zickig oder pupertär rebellierend verhält…. – es sich zu 100% sicher ist – absolut geliebt zu werden!

    lg Karin

  15. Reply
    ursula
    13. April 2017 at 10:09

    ich gebe dir zu hundert prozent recht – da meine dreimalige tomatensaat sehr zufriedenstellend aufgegangen ist, kann ich das aus vollem herzen sagen! ich habe es glücklicherweise damals schon instinktiv gewusst und tatsächlich war das muttersein eines der ganz wenigen dinge im leben, bei dem ich mir innerlich absolut sicher war und wo ich deswegen ziemlich immun war gegen einmischungen von außen oder diese ständige vergleicherei.
    vor kurzem war ich in marokko und dort hat ein sehr intelligenter mensch eine passage aus dem koran über kindererziehung zitiert, die ich zu meinem großen erstaunen unglaublich schön und wahr fand. ich kann sie leider nicht wirklich wiedergeben, aber der schluss war jedenfalls der, dass das endresultat, wenn die kinder erwachsen geworden sind, sein sollte, dass freundschaft zwischen eltern und kindern sein sollte.
    und genauso ist es.
    ursula

  16. Reply
    Ursula
    13. April 2017 at 10:10

    Ich hab zwar noch keine Kinder aber dein Post hat mir doch sehr gefallen – sozusagen als Hommage an meine Eltern. Sie haben bei uns drei Geschwistern alles richtig gemacht, ich fühlte mich immer sehr geliebt, unterstützt und sie waren stolz auf mich und meine eigenen Entscheidungen. Wir haben auch heute (wir „Kinder“ sind alle Ü30) noch einen sehr starken Familienzusammenhalt, in dem alle inkl. Partner eingebunden sind. Ohne zu flunkern, wir sind alle glücklich und zufrieden – das Schönste überhaupt. Wenn ich Kinder habe, nehme ich mir sehr vieles aus meiner eigenen Erziehung als Vorbild 🙂

    1. Reply
      ursula
      13. April 2017 at 15:35

      das ist aber besonders schön, wenn man so etwas sagen kann! das muss ich jetzt einfach von ursula zu ursula von mir geben! 🙂

      u.

  17. Reply
    Christine
    13. April 2017 at 11:23

    Sehr schön und treffend geschrieben,
    und doch überkommen mich manchmal Zweifel, was bzw. wo ich was falsch gemacht hab. Ich habe zwei Kids, bereits 29 (Tochter) und 25 (Sohn). Beide haben studiert und sind dabei ihren Master zu machen. Die Tochter ist mein kleines „Kummerkind“, wie ich es mal nennen will. Nach vielen Zwischen-Jobs und nicht wissen was wollen, hat sie sich doch noch zum Masterstudium entschieden. An und für sich nicht schlecht, sollte man meinen, aber ihre Art und Weise, wie sie sich halt das Leben vorstellt, ohne einen festen Job, möglichst sich bei nichts und niemandem so richtig festlegen, decken sich halt leider so gar nicht mit meiner Art der Lebensführung. Sicher, wirst du sagen, das ist nicht mehr unbedingt mein Ding, dafür bin ich bei einer 29 jährigen nicht mehr verantwortlich, und doch belastet es mich ungemein, wenn ich sehe, dass mein Kind trotz guter Schulbildung und Studium einfach gar keine Lust hat auf unser „Otto-Normal-Verbrauer-Leben“ mit Geld verdienen, regelmäßigem Einkommen und auch den Verpflichtungen, die nun mal im Leben mehr und nicht gerade weniger werden. Das bereitet mir große Sorgen! Weil ich einfach denke, wo wird das mal hinführen! Mein Sohn ist ganz anders. Er ist 25 und macht jetzt auch seinen Master, hat aber eine klare Linie und klare Lebensvorstellungen. Ganz das Gegenteil zu meiner Tochter. Und das obwohl ich glaube, doch beide in etwa „gleich erzogen“ zu haben. Manchmal fühle ich mich schlecht und denke vielleicht hab ich doch nicht die richtigen Werte vermittelt. Eines hab ich aber auch immer versucht rüberzubringen: dass meine Kinder sich immer und zu 100 Prozent geliebt fühlen können. Ich hoffe, es ist mir gelungen.
    Liebe Grüße
    Christine

    1. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 22:50

      Liebe Christine, exakt genau zu diesem Thema habe ich das letzte Kapitel geschrieben :)))).
      Es ist quasi die direkte Antwort darauf ;).

  18. Reply
    Tina
    13. April 2017 at 12:10

    Vielen Dank liebe Joanna für deine immer wieder tollen Beiträge. Ich habe nur ein Kind und komme mir oft minderwertig vor… ich habe wie alle sagen nur ein Einzelkind.. leider hatte ich nach meiner Tochter nur noch Fehlgeburten und irgendwann nicht mehr den Mut es weiter zu versuchen…. jetzt mit Mitte 40 ist es rum und es passiert mir leider oft, dass ich andere Mütter mit mehr Kindern – vor allem die typischen Zweikindfamilien – mit traurigen Gefühlen wahrnehme. Gibt es einen Tipp, mit dem ich aus dieser Spirale entfliehen kann?
    Glg Tina

    1. Reply
      Katrin
      13. April 2017 at 22:23

      Hallo Tina, „nur ein Kind“ ; „Einzelkind „; das sind Bewertungen und Glaubenssätze, brauchst du diese? Ich hatte ein paar jahre ein Kind und empfand es immer als ein Riesengeschenk und hatte auch viel zu tun. Ein Kind ist wunderbar! Lass dir nichts einreden. Liebe Grüße

    2. Reply
      Joanna
      13. April 2017 at 22:55

      Also ich kann als Außenstehende sagen, dass der Gedanke, ein Kind zu haben sei minderwertiger als mehrere, für mich unfassbar verrückt klingt ;)))).
      Und ich weiß aber, dass er für dich sehr real ist.
      Das ist nur so ein Vogel, den du dir eingefangen hast (andere haben das mit Häusern, Partnern, Einkommen, Status, bla, blaaaa…., alles dieselbe Soße).
      Schmeiß diesen Parasiten aus deinem Leben raus!
      Wie das geht, habe ich mal in einer „du kommst nicht auf meine Party“-Reihe geschrieben ♥.

  19. Reply
    Conny Martin
    13. April 2017 at 23:18

    Ach, ganz stark geschrieben, liebe Joanna.
    Das sollte jeder lesen, vor allem Mütter eben, deshalb werd ich gleich mal bissl an meine Kontakte weiterleiten. Einfach, weils eben die Wahrheit ist was Du schreibst, und weil man dann so beruhigt sein kann, das Leben genießen eben. Danke! Du kannst das immer sooooo gut rüberbringen. Vielen Dank, Du Liebe!
    Fühl Dich umarmt von
    Conny

  20. Reply
    Ilka
    14. April 2017 at 12:20

    Liebe Joanna,
    das ist für mich der inspirierendste Beitrag, den ich bisher bei auf einem Blog gelesen habe. Ich fand den ersten Teil schon toll, aber in diesem finde ich mich noch mehr wieder. Besser als jeder Erziehungsratgebetr! Vielen Dank für deine ehrlichen und offenen Worte!
    Liebe Grüße Ilka

  21. Reply
    Julia
    14. April 2017 at 20:10

    „Genieß deine Tomaten…“ – made my day ich bringe meine Tomate jetzt dann mal ins Bett. Nachdem sie schon wieder an meiner Brust nuckelnd eingeschlafen ist, obwohl wir (also ich, die Tomate sieht das ganz anders), das nicht mehr wollten. Aber who cares, der kleine Tomaten-Mann fühlt sich da eben so geborgen, dass er schnell mal einschläft und ich werde mir deswegen keinen Stress und kein schlechtes Gewissen machen wenn er deswegen heute Nacht auch wieder gefühlte 100x nuckeln will

  22. Reply
    Manu
    15. April 2017 at 9:16

    So gut wieder einmal! Danke Joanna ✨
    Wenn die Pubertät unbarmherzig zuschlägt, alles nur sch…
    Ist, man nur verbal geschlagen wird und man sich fragt
    Was hab ich all die Jahre nur erzogen? Wenn alle Werte
    „Falsch“ sind und immer nur dagegen und noch schlimmeres
    … dann frag ich mich sehr oft wie Lieben auch noch dann geht
    Und ob es einen Weg hinaus gibt, aus dem Elternding.
    Liebe Grüße
    Manu

  23. Reply
    Tammy
    15. April 2017 at 16:31

    Ab sofort wird zu jeder Geburt zu dem üblichen Paket aus selbstgehäkelter Decke, Süßes und Blumen auch ein Link zu Deinem „Ratgeber“ sein <3

    1. Reply
      Joanna
      16. April 2017 at 8:46

  24. Reply
    Hannah
    16. April 2017 at 18:59

    Danke für diesen ehrlichen Post 🙂

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